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Gespielt: Anno 2070 – Wieder mal ein Kracher…?

Erstellt von am Sonntag, 18 Dezember, 2011

 

Lange ist’s her, dass hier der letzte Artikel erschien – kurz geschaut, das war im April dieses Jahr… Nun ja, was soll’s – vor etwas mehr als einem Monat ist Anno 2070 erschienen, Grund genug also, endlich mal wieder etwas zu schreiben!

Zu Anno an sich muss ich sicher nicht viel sagen – wer den vorigen Titel Anno 1404 mit dem AddOn Venedig kennt, hat die Veröffentlichung des neuen Titels hundertprozentig schon lange herbeigesehnt… und sicher seit Erscheinen desselben schon mehrere Stunden Zeit damit verbracht – zumindest ging’s mir so. :)

Endlich da!

Anno 1404 Venedig habe ich nach anfänglicher Überforderung ob so vieler Möglichkeiten und der Komplexität der Warenkette sehr gerne, viel und lange gespielt. Wobei gerade “lange” überhaupt nicht schwer war, denn bis ich mal alle meine Einwohner auf die höchste Stufe gebracht hatte, vergingen durchaus mehr als 20 Stunden. Als das erste Video-Material sowie Screenshots zu Anno 2070 auftauchten, fand ich die Idee Klasse, mal ein Anno mit Zukunftsszenario zu spielen. Und was ich zu sehen bekam, machte definitiv Lust auf mehr!

Entsprechend war nach Lieferung, Auspacken und Installieren von Anno 2070 erst einmal gründliches Umsehen und Erkunden der neuen Funktionen, Grafik etc. angesagt! Wenn da nicht kleine bis mittelgroße ärgerliche Fehler aufgetreten wären, die eindeutig das Potential hatten, mir den Tag zu verderben…

Day-1-Patch, Netzwerkprobleme, Abstürze…

Beim ersten Spielstart gleich auch die erste Ernüchterung: Zur Veröffentlichung gab es bereits den ersten Patch, der es vom Umfang her dazu noch in sich hatte! Ganze 487 MByte mussten geladen werden, die Installation dauerte dann auch noch mal ein paar Minuten. Aber man denkt ja positiv: Lieber gleich am ersten Tag ein Update, als dass man zig Fehler und Ärgernisse über sich ergehen und dann noch ewig auf ein Update warten muss…

Nun gut, der Patch war durch, endlich ging’s los. Dann kam die erste Enttäuschung: Ein Multiplayer/Koop-LAN-Spiel ist nicht mehr möglich! Zwingende Voraussetzung für Multiplayer-Spiele ist bei Anno 2070 ein uplay-Account, sozusagen das Pendant zum PSN von Sony bzw. XBOX-Live von Microsoft. Gut den hatte ich schon, also kein Problem soweit… bis zu dem Punkt “Ihre Seriennummer wird dauerhaft mit Ihrem uplay-Account verknüpft!”. Ohne Bestätigung geht’s nicht weiter! Schön, was soll’s – ich hatte eh nicht vor, das Spiel wieder zu verkaufen/verschenken, trotzdem irgendwie nervig.

Amazon Käufer-Bewertungen...

So, geht’s nun endlich los? Anno 1404 habe ich äußerst gerne im Koop gespielt und entsprechend hatte ich mich auf die erste Koop-Runde gefreut. Jedoch zu früh – nach ca. 30min Spielzeit brach das Spiel mit der Meldung “asynchrone Daten” ab. Immerhin wurde der Spielstand automatisch gespeichert und nach kurzem Neuladen ging’s weiter. Allerdings auch nur 5min, dann wiederholte sich das Ganze. Und so ging es noch mehrere Male weiter, bis wir entnervt mit dem Hintergedanken”…vielleicht sind ja die Server überlastet…” aufgaben. Laut Foren-Berichten war es allerdings weniger ein Server-Problem, sondern eher ein bzw. mehrere Bugs bei den NPCs. Das war scheinbar tatsächlich so, denn die Asynchronität trat immer dann auf, wenn das Spiel eine Meldung eines NPC ausgeben sollte.

Leider hielt sich der Status ca. 1,5 Wochen – Multiplayer-Spiele waren so gut wie unmöglich. Dann kam der zweite Patch – ganze 538MB groß – und das nächste Problem: ca. 5min nach Spielstart plötzlich ein Absturz. Neustart, Spiel laden, nach ca. 10min… Absturz! Klasse, das Update hat’s komplett verbockt, nun geht gar nichts mehr – Frustlevel und Puls auf 210! Es dauerte noch einmal 2-3 Tage und brauchte ein weiteres Update, bis das Spiel endlich mal problemlos im Multiplayer lief.

Immerhin, das längst fällige Koop-Spiel konnte endlich ohne Einschränkungen stattfinden. Obwohl…

Offline-Modus? Ja, aber…

Wie schon erwähnt, gibt es in Anno 2070 kein reines LAN-Spiel mehr. Will man im Koop/Multiplayer spielen, braucht man zwingend eine Internet-Verbindung und ein uplay-Konto. Die guten alten LAN-Partys kann also getrost vergessen, wenn nicht gerade jeder PC, der an der Partie teilnehmen möchte Internet + uplay-Konto vorweisen kann. Hier kann man nur hoffen, dass Ubisoft über ein Update oder AddOn Abhilfe schafft – Fans der Anno-Serie fühlen sich jedenfalls kräftig vor’s Schienbein getreten, wie man verschiedensten Foren entnehmen kann. Berechtigterweise, finde ich!

Doch nicht genug damit – ganze Spielbestandteile stehen nicht zur Verfügung, wenn man mal nicht online ist. In Anno 2070 gibt es eine sogenannte Arche, in der man Sektor-weite (also für die gesamte Karte geltende) Items sockeln, sowie Waren zwischenlagern kann. Bei den Sektor-Items gibt es z. B. eines, das die Geschwindigkeit aller Schiffe um 10% steigert, oder eines, das den Energieverbrauch aller Produktionsbetriebe um 10% verringert. Also irgendwo eine recht coole Idee.

Aber: Die Archen-Funktionen stehen nur… online zur Verfügung! Wer auf einer längeren Zugfahrt auf dem Laptop spielen will, dem fehlen also schon einmal einige Funktionen im Spiel! Zu Hause grad kein Internet, weil der DSL-Zugang streikt? Tja, Pech gehabt!

Sound, Grafik, Gameplay?

Der Staudamm - bringt ganze 300 Energie!

Okay, genug gemeckert – es gibt ja auch eine Menge Positives über Anno 2070 zu sagen. So etwa, dass der Soundtrack wieder extrem gelungen ist und hervorragend in die Spielszenerie passt. Der Soundtrack ist in der Limited Edition (Amazon-Link) enthalten, einzeln kann man ihn derzeit leider noch nicht bekommen. Wer nicht die Limited Edition gekauft hat, sollte beim Soundtrack aber auf jeden Fall noch einmal zuschlagen!

Auch für die Augen gibt’s eine Menge – die Produktionsabläufe sind detailverliebt gestaltet, wie man es von Anno gewohnt ist, eine neue Unterwasserwelt bietet Gelegenheiten, schicke neue Screenshots zu erstellen. Dazu kommt natürlich die unterschiedliche Gestaltung der Gebäude. Die Tycoons setzen auf Industrie, entsprechend graben riesige Schaufelradbagger nach Kohle und Schweinezuchten schieben automatisiert die Tierchen in die Schlachtung – Schwein rein, Mettwurst raus… Die Ecos arbeiten ökologischer – Milchkühe leben da in Freilandhaltung, brauchen allerdings auch deutlich mehr Platz. Als dritte Partei gibt es dann noch S.A.A.T. – die “Scientific Academy for Advanced Technologies”. Diese stellen Baupläne zur Verfügung, damit sich Laboranten ansiedeln können.

Die Eco-Kühe brauchen viiieel Platz...

Wobei wir beim Gameplay wären. Je nachdem, mit welcher Gruppierung man das Spiel startet, hat man bei den Ecos eher mit Platzproblemen zu kämpfen, weil wie erwähnt manche Produktionen extrem viel Platz verbrauchen – die Tycoons nutzen im Gegensatz dazu die Flächen effektiver, denken allerdings erst ganz zum Schluss an die Umweltbelastung – nämlich dann, wenn die gesamte Insel schon unter einer grauen Smogdecke verschwindet und die Fruchtbarkeit der Felder wegen saurem Regen zurückgeht. Logisch, dass auch die Einwohner nicht gern mit Atemmaske herumlaufen wollen, sich beschweren und die Einnahmen sinken. Dieses Zusammenspiel aus Umweltbelastung, Zufriedenheit der Bevölkerung und Fruchtbarkeit der Insel ist glücklicherweise sehr fein abgestimmt – durchaus herausfordernd aber nicht nervig.

Die Warenketten sind nun einfacher aufzubauen, da direkt im Baumenü ersichtlich wird, welche Gebäude nötig sind, um ein bestimmtes Produkt herzustellen. Auch der Umfang der Waren scheint ein klein wenig knapper zu sein, wobei das auch ein falscher Eindruck sein mag. Der Handel mit dritten Parteien funktioniert noch wie in Anno 1404 – auch die Planung der Handelsrouten ist bis auf ein paar minimale Verbesserungen gleich geblieben. Leider, denn die Routenplanung hätte Ubisoft gerne übersichtlicher und funktioneller gestalten können.

Gesamteindruck

Letztlich ist Anno 2070 wieder ein Hit geworden – tolle Grafik, genialer Soundtrack, von Anfang an ein Koop-/Multiplayer-Modus – alles zusammen genommen, sind wieder viele Stunden Spielspaß garantiert.

Allerdings nur, wenn man das Gesamtpaket im Auge behält. Denn Tatsache ist, dass Ubisoft nicht nur den LAN-Modus komplett gestrichen hat, sondern einige durchaus nette Funktionen im Spiel (Arche) nur funktionieren, wenn eine Internetverbindung besteht. Das trübt den Spielspaß insgesamt durchaus stark, vor allem dann, wenn die Ubisoft-Server plötzlich mal nicht erreichbar oder überlastet sind. Da kann man nur hoffen, dass irgendwann ein Produktmanager, -Designer oder wer auch immer ein Einsehen hat, und über ein AddOn oder Update entsprechende Funktionen nachreicht. Immerhin hat’s bei den Zierelementen ja auch geklappt – die wurden über das Update 1.02 nun wieder eingebaut.

Die Hoffnung stirbt zuletzt…

Tipps zum Spiel

Einige Hilfen bzw. Tipps zum Einstieg – vor allem was die effiziente Bauweise von Farmen angeht – sind bereits hier zu finden:
http://www.thx-sound.com/anno2070/

DANKE!!! für so viel Mühe an den Ersteller! :) – habe das schon selbst umfangreich genutzt!

Auch sehr praktisch ist der Anno-Rechner, den der eine oder andere sicher schon in der Variante für Anno 1404 kennt – dieser ist in einer ersten Alpha-Version nun auch für Anno 2070 zu haben:
http://2070.anno1404-rechner.de/

Auch hier ein großes DANKE!!! an den Betreiber/Ersteller für die Mühe! :)

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Screenshot-Galerie

Kleine Helfer beim PHP Debugging

Erstellt von am Sonntag, 24 April, 2011

Beim Erstellen von Anwendungen/Webseiten auf  PHP-Basis ist es recht praktisch, wenn man ohne großen Aufwand an bestimmten Stellen eines Skriptes die Variablen auslesen oder den Inhalt eines Arrays prüfen kann.

Die einfachste Methode dabei wäre natürlich, einfach mit echo $value bzw. print_r($array) den Wert ausgeben zu lassen. Das führt dann allerdings schnell dazu, dass zig echo-Befehle im Quellcode “rumliegen”, die man später wieder entfernen muss. Dazu kommt, dass in jedem Skript die Ausgabe neu definiert werden muss – also auch irgendwo immer Mehrarbeit und Zeitaufwand.

Wer sich ansatzweise auskennt weiß: Oft benötigte Funktionen / Codezeilen lagert man aus und verwendet sie wieder. Nachfolgend kurz meine Methode – die natürlich nicht der Weisheit letzter Schluss ist und auch mal wieder erweitert werden müsste. Wer sie für sich verwenden möchte: Viel Erfolg damit! Wer Anregungen, Ideen, Kritik hat: Her damit! :)

Idee und Umsetzung

Mein Wunsch war, auf jeder Seite meiner Anwendung einen Button zur Verfügung zu haben, über den ich den aktuellen Status/Inhalt von Arrays, Sessions, Konstanten etc. ein- und wieder ausblenden kann. Die Ausgabe sollte in einem extra Layer erfolgen, damit das Layout der Anwendung nicht gestört wird.

Zuerst das Grundgerüst:

<script type="text/javascript">

<!--
function show_hide()	{
	if(document.getElementById("debug").style.visibility == "visible") {
		document.getElementById("debug").style.visibility = "hidden";
	}
	else {
		document.getElementById("debug").style.visibility = "visible";
	}
}
//-->
</script>

<input type="button" value="Debug" onclick="javascript: show_hide();">

<div id="debug" style="position: absolute; top: 35px; left: 10px; min-width: 200px; height: 600px; visibility: hidden; overflow-y: scroll; border: solid 5px #c00; background: #fff; padding: 5px;">
	<table width="100%" style="border-collapse: collapse; background-color: #fff;">
		<tr>
			<td width="100%" style="font-family: consolas; font-size: 80%;">
				<pre>Hier kommt der PHP-Teil rein...</pre>
			</td>
		</tr>
	</table>
</div>

Die Abfrage der Daten in PHP erledigen dann die folgenden Zeilen, diese werden im HTML Grundgerüst zwischen <pre> + </pre> eingefügt.

<?php

$titleStart = '<p style="padding: 5px; background-color: #ccc; border-bottom: solid 3px #39c; font-size: 10pt;">';
$titleEnd = '</p>';

echo $titleStart.'DEBUG-Array-Daten'.$titleEnd;
print_r($debugInfo);
echo $titleStart.'SESSION-Daten'.$titleEnd;
print_r($_SESSION);
echo $titleStart.'GET-Daten'.$titleEnd;
print_r($_GET);
echo $titleStart.'POST-Daten'.$titleEnd;
print_r($_POST);

echo $titleStart.'SERVER[]-Daten'.$titleEnd;
print_r($_SERVER);
echo $titleStart.'ENV[]-Daten'.$titleEnd;
print_r($_ENV);

echo $titleStart.'deklarierte KLASSEN + KLASSENMETHODEN'.$titleEnd;
$arrClasses = get_declared_classes();
foreach($arrClasses AS $nClass) {
	$classList[$nClass] = get_class_methods($nClass);
}
print_r($classList);

echo $titleStart.'FUNKTIONEN'.$titleEnd;
$arrFunctions = get_defined_functions();
print_r($arrFunctions);

echo $titleStart.'KONSTANTEN'.$titleEnd;
$arrConstants = get_defined_constants();
print_r($arrConstants);
?>

Erläuterungen

Im HTML-Teil wird kurz das DIV “debug” mit den notwendigen Positionsangaben versehen. Bei mir soll der EIN-/AUS-Button in der linken oberen Ecke zu sehen sein. Das kleine JavaScript schaltet das DIV dann halt sichtbar oder nicht sichtbar, je nach aktuellem Status.

Das Array $debugInfo fülle ich im Quellcode wo notwendig mit den gewünschten Daten. Das ist zwar auch nicht groß anders, als einfach ein echo zu notieren, allerdings gefällt mir die Ausgabe in dem extra Debug-Layer besser, als wenn das Seitenlayout von der Debug-Ausgabe unterbrochen werden würde.

$_SESSION, $_GET und $_POST liefern die entsprechenden Daten, über $_SERVER und $_ENV hat man auch die Umgebungsvariablen immer im Blick.

Das Array $classList wird über eine Kombination der PHP-Funktionen get_declared_classes() und get_class_methods() befüllt. So lässt sich recht einfach kontrollieren, ob eine selbstdefinierte Klasse initialisiert ist und die enthaltenen Funktionen bereitgestellt wurden.

get_defined_functions() liefert alle zur Laufzeit verfügbaren Funktionen und get_defined_constants() dann logischerweise alle definierten Konstanten.

Einbindung

Damit die anzuzeigenden Daten in jedem Bereich der Anwendung abgerufen werden können, binde ich diese am Ende der index.php der Anwendung vor dem </body> ein – so ist sichergestellt, dass bereits alle Daten geladen wurden. Dazu genügen die folgenden Zeilen:

<?php
	#--> Debugging DIV anzeigen
	include 'debug_info.php';
?>

So sieht’s dann letztlich im Einsatz aus:

Erweiterungsmöglichkeiten

In der aktuellen Form hat das Skript einen Nachteil: es werden ALLE Klassen und Klassenfunktionen angezeigt, ALLE Konstanten, ALLE Funktionen. Die selbstdefinierten Sachen sind dann jeweils am Ende der Liste zu finden, was die Übersicht erschwert.

Das könnte man durch einen Filter umgehen, der eben nur die eigens definierten Klassen, Funktionen etc. darstellt. Die restlichen Werte (Systemstandards, von PHP vordefinierte Klassen, Konstanten etc.) ließen sich optional einblenden.

Optional möchte ich hier auch noch auf die Firefox AddOns Firebug und FirePHP hinweisen. Die Verwendung von FirePHP ist zwar deutlich komplexer, mag aber lohnend sein, sofern man noch mehr Möglichkeiten im Debugging nutzen möchte.

Hilfreiche weiterführende Infos zur Verwendung von FirePHP finden sich etwa bei bueltge, dem WordPress-Gott :) –> FirePHP verwenden, eine Einführung

fail2ban – die phpMyAdmin-Sucher bannen

Erstellt von am Freitag, 1 April, 2011

Schaut man sich bei Langeweile mal die Datei [/var/log/apache2/error.log] an, finden sich oft Einträge in der abgebildeten Form.

[error] [client 91.121.xxx.xxx] File does not exist: /var/www/PMA
[error] [client 91.121.xxx.xxx] File does not exist: /var/www/dbadmin
[error] [client 91.121.xxx.xxx] File does not exist: /var/www/pma
[error] [client 91.121.xxx.xxx] File does not exist: /var/www/dbadmin

Irgendwelche Spaßvögel versuchen hier also tapfer das phpMyAdmin-Verzeichnis zu finden – oder auch andere Sachen, wie etwa RoundCube, Foren-Verzeichnisse usw.

Da derartige unnötigen Log-Einträge auf Dauer einfach nur die Übersicht kaputtmachen und irgendwie schlichtweg nerven, wollte ich die gerne künftig weitgehend unterbinden. Nur wie?

fail2ban bringt’s

Des Admins Freund ist hier fail2ban, ein Tool, welches es erlaubt, basierend auf bestimmten Filterregeln Logfiles zu prüfen und bei einem auf den Filter passenden Fund eine bestimmte Aktion auszuführen. fail2ban bringt dabei einige vordefinierte Regeln mit, netterweise auch schon für mein spezielles Problemchen. In der Standard-Einstellung ist die Regel jedoch nicht aktiv – und dazu leider in der Version von fail2ban, die mit Debian Squeeze verfügbar ist, auch noch fehlerhaft. Also ist Nacharbeit angesagt…

filter.d/apache-nohome.conf

Hauptsächlich wichtig zur Konfiguration von fail2ban ist die [/etc/fail2ban/jail.conf] und die einzelnen Dateien unter [/etc/fail2ban/filter.d/].

Der für mich notwendige Filter ist in der Datei [/etc/fail2ban/filter.d/apache-nohome.conf] hinterlegt – das sieht dann so aus:

# Fail2Ban configuration file
#
# Author: Yaroslav O. Halchenko <debian@onerussian.com>
#
# $Revision: 716 $
#

[Definition]

# Option: failregex
# Notes.: regex to match failures to find a home directory on a server, which
# became popular last days. Most often attacker just uses IP instead of
# domain name -- so expect to see them in generic error.log if you have
# per-domain log files.
# Values: TEXT
#
# failregex = [[]client <HOST>[]] File does not exist: .*/~.*
failregex = [[]client (?P<host>\S*)[]] File does not exist:

# Option: ignoreregex
# Notes.: regex to ignore. If this regex matches, the line is ignored.
# Values: TEXT
#
ignoreregex =

Die wichtige Zeile ist dabei normalerweise diese hier (von fail2ban vorgegeben):

failregex = [[]client <HOST>[]] File does not exist: .*/~.*

Anhand dieses netten regulären Ausdrucks checkt nun fail2ban die error-Logs auf Einträge in denen der String “File does not exist” vorkommt. Testen kann man das mit dem Tool fail2ban-regex etwa wie folgt:

fail2ban-regex /var/log/apache2/error.log '[[]client <HOST>[]] File does not exist: .*/~.*'

Hier stellte sich bei mir dann Überraschung ein – es wurden keine Treffer gefunden und das trotz deutlich mehr als 100 vorhandenen Einträgen in dieser Form! Irgendwas läuft da also schief. Nur was? Es kann an sich ja nur der reguläre Ausdruck sein… Also einmal den Spürhund Google befragen – und siehe da, da ist tatsächlich ein Fehler drin.

Der korrekte Ausdruck muss wie folgt aussehen, dann funktioniert das auch:

failregex = [[]client (?P<host>\S*)[]] File does not exist:

[Update]

Unter folgendem Link ist auch noch mal eine Config genannt, bei der gezielt auf bestimmte Ordnernamen geprüft wird:

http://www.foosel.org/blog/2008/04/banning_phpmyadmin_bots_using_fail2ban

Außerdem hier noch einige Beispiele direkt aus dem Fail2Ban Wiki:

http://www.fail2ban.org/wiki/index.php/Apache

[Update Ende]

So, damit ist der Filter definiert. Damit fail2ban den Filter auch nutzt, geht’s nun zur jail.conf

jail.conf

[apache-nohome]
enabled = true
port = http
filter = apache-nohome
logpath = /var/log/apache*/*error.log
bantime = 604800
maxretry = 3

bantime gibt dabei an, für wie viele Sekunden eine IP gesperrt werden soll, wenn der Filter greift. Ich bin der Meinung, erwähnten Spaßvögeln soll für eine Woche der Spaß vergehen, daher setze ich die bantime auf 604800 Sekunden.

maxretry wiederum bestimmt, wie oft der Fehler auftreten darf, bevor die Sperre aktiviert wird.

Damit fail2ban die geänderte config berücksichtigt fehlt nur noch ein kurzer Neustart des Dienstes:

/etc/init.d/fail2ban restart

Erfolgs-Kontrolle

Das war’s auch schon – versucht nun jemand das phpMyAdmin-Verzeichnis oder irgendeine beliebige andere Anwendung im Webspace zu finden, ist nach 3 Versuchen Schluss mit lustig.

Kontrollieren lässt sich der Erfolg in der Datei [/var/log/fail2ban.log], hier finden sich bei einem Treffer Einträge ähnlich diesen hier:

fail2ban.actions: WARNING [apache-nohome] Ban 211.220.194.217
fail2ban.actions: WARNING [apache-nohome] Ban 41.203.119.18
fail2ban.actions: WARNING [apache-nohome] Ban 114.207.245.190

Schon werden die anfangs genannten Einträge im Apache Error-Logfile deutlich seltener auftreten, denn nach 3-maligem Auftreten sperrt ja nun fail2ban. Habe fertig!

iPhone als DECT schnurlos-Ersatz an der Fritz!Box

Erstellt von am Mittwoch, 9 März, 2011

FRITZ!App Fon von AVM

Mal ehrlich, es gibt nichts Nervigeres als Telefone mit ‘ner Schnur dran! Weil man beim Telefonieren wie ein angekettetes Tier im Umkreis von 2-3m um die Telefondose herumtrabt, weil der Arm bei längeren Gesprächen droht abzufallen, weil man sich das Ohr dabei platt drückt und aus noch zig anderen Gründen. Da lebt sich’s mit einem Schnurlostelefon wesentlich angenehmer. Nun kann man sich natürlich einfach ein DECT-Gerät kaufen – aber wozu, wenn man ein iPhone und die passende App dazu hat…

Erster Versuch

Die ersten Überlegungen, mit dem iPhone über die Fritz!Box zu telefonieren, reichen schon ein wenig zurück – so ca. eineinhalb Jahre oder so. SIP-Apps gab’s damals schon so einige für’s Gerät, so etwa iSip. Bei meiner damaligen Recherche hatte ich einen Blog-Beitrag gefunden, der beschrieb, wie man dem iPhone über diese App beibringt, mit der Fritz!Box zu sprechen. Leider ließ die Qualität der Sprachübertragung in allen Testläufen sehr zu wünschen übrig – wenn denn überhaupt irgendetwas zu verstehen war.

Ob das nun am Codec lag oder an falschen Einstellungen oder was auch immer, irgendwie kam ich über ein Pfeifen und Knacken im Ohr nie hinaus. Zwar hatten sich FRITZ!Box und iPhone gefunden, iSip meldete eine erfolgreiche Anmeldung am SIP-Server, aber das war’s dann auch. Erster Versuch gescheitert…

AVM’s App-Versprechen

Wann genau weiß ich schon gar nicht mehr, aber irgendwann 2010 kündigte AVM an, eine iPhone-App herauszubringen, über die man per WLAN über die FRITZ!Box telefonieren können sollte. Gut Ding will Weile haben, nun ja, irgendwann kam die dann auch raus. Seit Version 1.2 taugt das Stückchen Software auch richtig was, seitdem wird nämlich das iOS4-Multitasking unterstützt. Also Zeit für einen erneuten Versuch…

Die FRITZ!App Fon findet sich – wer hätte es gedacht – im AppStore und ist netterweise gratis. Fix installiert und schon kann’s losgehen, am Besten erst einmal mit der Konfiguration der FRITZ!Box…

Einrichtung am Beispiel der FRITZ!Box 7270

Falls noch nicht die aktuelleste Firmware auf der Box installiert ist, sollte diese zuerst mal nachgeladen werden, sicher ist sicher.

- Config-Menü aufrufen über “http://fritz.box/” > System > Firmware-Update und Neue Firmware suchen anklicken

- Sieht’s dann aus wie in der folgenden Abbildung, ist alles schick und kann weiter gehen – wurde dagegen eine neue Version gefunden, lohnt es sich, ein Backup aller Einstellungen zu machen und dann erstmal die neue Firmware zu installieren.

So ist's richtig - aktuellste Firmware läuft!

- Ist die aktuelle Firmware installiert, dann kann man unter Telefonie > Telefoniegeräte auf Neues Gerät einrichten klicken.

- Unter 

- Im nächsten Fenster wählt man bei 2. LAN/WLAN (IP-Telefon) aus, gibt einen Namen für’s Gerät ein und geht Weiter. Ab diesem Punkt ist der Assistent selbsterklärend, wichtig ist nur, sich den Benutzernamen und das Passwort der neuen Nebenstelle zu merken.

Einrichtung auf dem iPhone

Falls FRITZ!App Fon noch nicht auf dem iPhone verweilt, ist erst einmal der obligatorische Abstecher in den AppStore nötig. Einfach nach “fritz” suchen, erstes Ergebnis “FRITZ!App Fon” antippen, installieren, fertig!

In der App selbst tippt man auf Mehr > Einstellungen und trägt hier nun die gemerkten Daten (Benutzername 6xx + Passwort) ein. Das war’s auch schon, wenn im Netzwerk nichts hakt, dann sollte oben rechts im Hauptmenü der App “Telefonie” und “FRITZ!Box” grün aufleuchten.

Nun kann bequem mit dem iPhone über’s heimische Festnetz telefoniert werden. Besonders praktisch: Die App bleibt unter iOS 4 im Hintergrund und signalisiert sogar eingehende Anrufe.

[Update]

AVM selbst bietet auch ein Service-Portal für die App an, auf der weitere Informationen und Hilfen zur Einrichtung genannt sind. (danke an wing!)

[Update Ende]

FRITZ!App Fon (1)

FRITZ!App Fon (Bild 1)

FRITZ!App Fon (2)

FRITZ!App Fon (Bild 2)

FRITZ!App Fon (3)

FRITZ!App Fon (Bild 3)

Pro und Kontra

Das “Pro” ist klar – mit dem iPhone und der FRITZ!App telefoniert man über’s Festnetz wie mit einem “normalen” Schnurlostelefon. Es ist kein weiteres Gerät nötig, das auf dem Schreibtisch rumsteht und einstaubt – und ja auch erst einmal gekauft werden will.

Auf “Kontra”-Seite steht, dass die App nicht auf das in der Fritz!Box enthaltene Telefonbuch zugreift und damit leider auch nicht die entgangenen Anrufe anzeigen kann. Den Anrufbeantworter der FRITZ!Box kann man immerhin abhören, indem man auf der Wähltastatur der App lange die “1″ gedrückt hält.

Abhilfe bzgl. der Anrufliste schafft die App FRITZ!Box? Dial!Fritz. Und ja… das Fragezeichen im Namen ist korrekt! ;) Mit dieser App kann man zwar wiederum nicht telefonieren, dafür aber die Anruflisten sowie den Anrufbeantworter (inkl. gespeicherter Faxe) der Fritz!Box abrufen, wobei Anrufbeantworter und Faxe übersichtlich in einer Dateiliste angezeigt werden. Die AB/FAX-Funktion gibt’s zwar leider nur über einen In-App-Kauf, aber 1,59€ ist nun auch nicht die Welt…

Weiterhin kann die App den Fernzugang der FRITZ!Box nutzen, etwa um einen angeschlossenen PC per WakeOnLAN aufzuwecken, Rufumleitungen zu programmieren oder einfach nur aus der Ferne das WLAN ein- oder auszuschalten. Und ein Button für die Weboberfläche der Box ist auch mit dabei.

Das Ende vom Lied…

Alles in allem bin ich mit der Kombination aus den beiden Apps sehr zufrieden. FRITZ!App Fon bietet im Vergleich zu anderen SIP-Apps eine sehr gute Sprachqualität, wenn es die FRITZ!Box unterstützt, soll es angeblich sogar HD-Audio-Qualität sein.

Falls jemand Anmerkungen oder andere Empfehlungen hat – bitte einfach kommentieren.

Vom bloggen und so…

Erstellt von am Dienstag, 1 März, 2011

Spätestens seit Alan Wake weiß ich: Schriftsteller dürfen durchaus auch mal Schreibblockaden haben. Naja, dürfen… Sie haben sie einfach und Punkt. Und zugegeben, ja – ich habe in den letzten Wochen eine.

Ich bin mir sicher, es liegt am Wetter. Warum auch nicht, das Wetter ist immer schuld. Nicht, dass ich keine Ideen für Artikel hätte, keineswegs! In den Artikel-Entwürfen liegt noch das eine oder andere interessante Thema. Hier z. B.:

- iPhone als DECT schnurlos-Ersatz an der Fritz!Box

- FRITZ!Fon MT-F Schnurlos DECT Telefon

- Fritz!Box 7270 und WebDAV-Onlinespeicher

 

Also wieder ein paar Themen rund um die liebe AVM-Kiste… Und damit’s auch mal wieder was aus dem Bereich der Linux-Welt gibt, hätte ich da noch:

- Der andere Indianer: Cherokee Webserver

- Ubuntu – mein neuer OS-Favorit

Über Cherokee wollte ich schon längst mal etwas schreiben, allein… es fehlte bisher die Zeit. Dabei ist das so ein richtiges Schmuckstück und hätte durchaus einen Artikel verdient. Nur wann soll man den schreiben? Es ist ja nicht nur das Schreiben an sich – da kommen dann noch Screenshots dazu, auch möchte man qualitativ die eigenen Maßstäbe einhalten, und dann noch… ja… copy ‘n’ paste kommt nicht so gut – macht ja grad die Polit-Elite vor. Zu dumm, muss ich doch eigens den Kopf anstrengen.

Okay, was soll das Gerede, mal ohne Umschweife: ich war FAUL. Ich gelobe Besserung! Vorsatz fassen, umsetzen, freuen. Bis zum Wochenende sollte es doch möglich sein, den Artikel über das iPhone als DECT-Gerät an der Fritz!Box zu schreiben! Also, macht schon mal euren RSS-Reader bereit, demnächst gibt’s hier wieder öfter Futter für’s Gehirn ;)

In diesem Sinne: Gute Nacht!

P.S.: Gebt’s zu, ihr Blogger Nachbarn da draussen – euch ging’s doch auch schon mal so, oder etwa nicht?!?

iPhone als DECT schnurlos-Ersatz an der Fritz!BoxiPhone als DECT schnurlos-Ersatz an der Fritz!Box