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Prinz of Persia – The Forgotten Sands

Erstellt von mici81de am Samstag, 26 Juni, 2010
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Prinz of Persia - The Forgotten Sands

Prinz, Sand, Dschinn und massig Mumien… oder so… – das war’s, ich bin raus.

Okay, ein wenig mehr lässt sich zu dem neuen Prinz of Persia – The Forgotten Sands schon schreiben ;) Achievement-Hunter können sich auf jeden Fall freuen, denn davon gibt’s ne Menge und die sind nicht sonderlich schwer zu bekommen.

Kenn ich das nicht…?

Irgendwie keimt beim Spielen von “The Forgotten Sands” der Gedanke auf: “Moment, das kenn ich doch irgendwoher – Kletterpartien, Rätsel lösen, Fallen ausweichen und nebenbei Gegner-Horden vernichten – und das noch alles mit toller Kulisse und passendem Sound… Aaaahhh, genau! Tomb Raider!” Aber irgendwas ist anders… “The Forgotten Sands” ist besser!

Wahrscheinlich liegt’s einfach daran, dass mal nicht Lara über den Bildschirm hüpft, sondern ein Prinz mit Krummsäbel, der das Königreich retten will (muss). Warum? Weil sein etwas leichtsinniger Bruder mal eben eine verwunschene Armee aus Sandkriegern frei rumlaufen lässt, in der Meinung, das wäre ‘ne gute Idee um einen gerade stattfindenden Krieg zu seinen Gunsten zu wenden. Dumm nur, dass diese Sandtypen für seine Interessen recht wenig übrig haben, sich gleich mal gegen ihn wenden und er sich dazu auch noch im Laufe des Spiels von deren “Big Boss” so nach und nach als Marionette missbrauchen lässt.

Gameplay, Optik, etc.

Prinz of Persia spielt sich einfach super. Von ein paar gelegentlichen Flüchen abgesehen, weil die Steuerung manchmal doch ein ganz klein wenig ungenau ist, sind die Bewegungsabläufe super gemacht. Der junge Prinz sprintet, hüpft, läuft an Wänden, als wäre es nichts. Und hat man erst einmal alle “Moves” drauf, dann gehen diese richtig flüssig ineinander über. Macht echt Laune!

Im Laufe des Spiels werden spezielle Kräfte freigeschaltet – Wasser, Feuer, Erde und Wind helfen dann mit, die fiesen Kreaturen wieder loszuwerden. Diese Kräfte kombiniert mit den entsprechenden Moves, später wird noch mal eben die Waffe auf eine etwas… nun… “besondere Art” verbessert – da hält den Prinzen nichts mehr. Wie das funktioniert? Nun ja, mit der Kraft des Wassers kann man z. B. Fontänen, die aus Wänden spritzen, schön vereisen und dann als Kletterhilfe nutzen. Die Kraft der Erde… braucht hier einer eine Steinrüstung? Den Rest überlasse ich eurer Phantasie.

Aus Wasser wird Eis wird... ne Kletterstange!

Das komplette Spiel wirkt optisch übrigens echt schick. Okay besondere Neuerungen braucht man nicht suchen (weil’s die nicht gibt), aber das trübt den Spielspaß keinesfalls. Warum auch immer das Rad neu erfinden?! Ubisoft hat einfach mal ein bewährtes Prinzip genommen und ein richtig gutes Spiel damit gemacht. Optisch gibt’s echt nichts zu meckern. Wie schon erwähnt gleicht es bekannten 3D-Jump-n-Runs – meiner Meinung nach ist aber der Spielfluss besser gemacht, eben weil die Bewegungen fließender ineinander übergehen.

Was eventuell ein wenig fade rüber kommt, ist der Schwierigkeitsgrad. Es gibt “einfach”, “normal” und … nicht’s weiter? Na sowas! Zugegeben, das Spiel auf Stufe normal an 2-3 Stellen auch mal etwas komplizierter zu meistern, in der Regel jedoch ist es fast zu einfach. Kurzer Blick auf’s FSK Siegel… Hmm ab 12 Jahren… Okay, mag sein, dass es für jüngere Zocker gemacht ist, aber haben die nicht auch Ansprüche?!? Egal, Spaß macht’s allemal und das ist ja nun mal die Hauptsache ;) Ausserdem gibt’s dann schon den einen oder anderen Bosskampf.

Ups... Wer ist das denn?!

Zusatzinhalte

Prinz of Persia bietet übrigens auch wieder uplay – das Spielenetzwerk von Ubisoft. Das Nette daran: hat man sich einmal registriert und dazu noch das Spiel durch, bekommt man Punkte, die man “ausgeben” kann, um etwa einen sogenannten Challenge-Modus dazu zu kaufen. Der macht zwar nicht so viel her, aber einem geschenkten Gaul… genau!

Empfehlung? Joar…

Da es Achievements “hagelt”, man durch das bewährte Spielprinzip schnell “reinfindet” und auch irgendwie sonst alles passt, behaupte ich mal, dass das Ubisoft-Machwerk für so ziemlich jeden was ist. Der Schwierigkeitsgrad überfordert niemanden, entsprechend gering ist der Frustfaktor, proportional dazu hoch der Spielspaß.

Also dann, ich muss mal wieder… ein Königreich rettet sich nicht von allein! Verflixte Sandarmee…

Angegruselt: Alan Wake

Erstellt von mici81de am Montag, 31 Mai, 2010
Alan Wake - Gruseln 2010

Alan Wake - Gruseln 2010

Seit 14.05.2010 ist Alan Wake nun auf dem Markt. Mehr als genug Zeit, um den Grusel-Konsolero durchzuspielen. Okay, zugegeben – mich hat’s so sehr an die Konsole gefesselt, dass ich das Spiel in einem Rutsch durchgezogen habe… Gesamtspielzeit: 10.5 Stunden. Soviel dazu! ;)

Aus diesem Statement lässt sich immerhin schon einmal ablesen: Alan Wake ist spannend! Natürlich ist das längst nicht alles.

Urlaub, frische Luft, Entspannung? Von wegen!

Alan Wake ist ein Schriftsteller, der mal recht erfolgreich war. “War” wohlgemerkt, in letzter Zeit läuft’s nämlich nicht mehr so besonders und ein ordentlicher Urlaub an einem beschaulichen Plätzchen namens “Bright Falls” soll den müden Typen wieder auf Vordermann bringen. Dumm nur, dass hier jeder Alan als genialen Schriftsteller kennt. Das war’s dann wohl mit Ruhe und Entspannung. Dazu kommt, dass hier eine ganz besondere sagen wir mal “Macht” wirkt. Und irgendwie steckt Alan somit von Anfang an im Schlamassel. Denn gleich zu Beginn kommt ihm auch noch seine bessere Häfte Alice abhanden.

Zur Story sei nur soviel verraten: Ihr trefft ein Haufen schräge Gestalten und werdet viel Spaß mit ihnen haben…

Grafik & Sound

Grafisch muss ich gleich vorwegnehmen ist das Spiel nicht auf der Höhe der Zeit. Aktuelle Spiele holen derzeit deutlich mehr aus der Technik der XBOX360. Trotzdem ist Alan Wake ein Hingucker. Remedy hat es sehr gut hinbekommen, die düstere Stimmung des Spiels grafisch in Szene zu setzen. Licht und Schatten – was im Spiel eine sehr große, nein die Hauptrolle spielt – sind super aufeinander abgestimmt und hinterlassen einen guten Eindruck.

Warum dann “grafisch nicht auf der Höhe der Zeit”? Nun, mal von den Licht-/Schatteneffekten abgesehen merkt man dem Spiel die lange Entwicklungsphase echt an. Die Gesichter sehen aus, wie der quasi Standard vor 2-3 Jahren, auf Autos und andere Spielelemente  trifft das genauso zu. Die Mimik ist nicht wirklich toll, zumal nicht Lippensynchron – nicht mal mit englischer Original-Sprachausgabe. Das alles tut dem Spielspaß aufgrund der insgesamt guten Atmosphäre glücklicherweise aber keinen Abbruch.

Dazu kommt, dass der Sound sehr stimmig ist. Gerade wenn Gegner auftauchen lief es mir öfter mal kalt den Rücken runter – der Sound passt einfach zu gut und erzeugt echte Gruselstimmung. Und der Soundtrack erst – da sind schon ein paar echte Perlen dabei! “Poe” mit “Haunted” z. B.,  “Among the Oak & Ash” mit “Shady Groove” oder auch “Barry Adamson” mit “The beaten Side of Town”.

Sprachausgabe

Ja, wenn man das denn so nennen will… Ich weiß nicht, was man den deutschen Synchronsprechern vorher in’s Glas getan hat, aber irgendwas muss es gewesen sein! Anders kann ich mir nicht erklären, dass diese so wenig in ihre Rolle eintauchen. Wer auch nur ansatzweise Englisch versteht, sollte meiner Meinung nach vor dem Start des Spiels die Konsole auf Englisch umstellen! Testet’s aus – ich finde der Unterschied ist gravierend. Schade, dass Remedy es hier nicht geschafft hat über den langen Entwicklungszeitraum hinweg wenigstens ordentliche Synchronsprecher zu engagieren.

Andere Spiele machen das deutlich besser vor: “Mass Effect 2” z. B. setzt hier Maßstäbe, von denen man nicht so schnell wieder wegkommt, wenn man erst einmal bemerkt hat, wie professionell die Sprecher sind.

Im englischen Originalton zumindest ist das ganze schon deutlich stimmiger, auch wenn die Gesichter in den Videosequenzen wie erwähnt selbst dann nicht Lippensynchron animiert sind. Aber egal, darum geht’s ja auch im Spiel nicht.

Gameplay

Das gesamte “Feeling” im Spiel ist ein wenig anders als “die Regel”. Immer wieder gibt es Sprünge im zeitlichen Ablauf, was die Story ein wenig zerreißt – so zumindest mein Gefühl dabei. Mal was anderes ist z. B. aber auch, dass die einzelnen Episoden im Spiel unterteilt sind durch Rückblenden. Hat man einen Abschnitt geschafft, gibt’s einen Cliffhanger “Previously on Alan Wake…”, der noch einmal kurz zusammenfasst, was im vorherigen Abschnitt geschehen ist. Das ist ganz praktisch, um den Spielverlauf wieder im Sinn zu haben, wenn man nach einer längeren Pause den nächsten Abschnitt spielt. Netterweise kann man diese Videosequenzen auch überspringen – für alle die, die wie ich das Spiel einfach mal eben durch-”suchten” wollen ;) Schließlich sollte man noch wissen, was man in der letzten Stunde so hinter sich gebracht hat…

Was dem Spiel seine Besonderheit gibt, ist das Zusammenspiel aus Licht und Dunkel. Einfach Regel: Licht bekämpft Dunkelheit! Und das ist durchaus wörtlich zu verstehen, was dem Gruseler eine ganz eigene Spielmechanik verpasst. In anderen Games rüstet man seine Waffe auf – Alan Wake braucht einfach nur eine größere Taschenlampe, so einfach ist das. Richtig Spaß macht es dann, wenn man in ein Auto steigt und das Fernlicht einschaltet :)

Ein paar witzige Szenen sind übrigens auch dabei. Ob es nun Alan’s Freund Barry ist, der ihn aufzieht oder eine Szene in der man auf einer Farm eine Bühnenshow nutzt, um den “Monstern” einzuheizen – zum Schmunzeln ist es allemal.

Da Alan Schriftsteller ist, passt es ganz gut, dass überall im Spiel Manuskript-Seiten verstreut liegen. Diese haben es aber in sich, wie Alan im Laufe der Handlung merkt. Also immer fleißig Seiten sammeln – das gibt den Episoden mehr Tiefe und Hintergrund. Es gibt da auch immer mal wieder eine Thermoskanne mit Kaffe, die man einsammeln kann… Wofür, das ist die Frage – einen Bezug im Spiel gibt es nicht wirklich. Und Alan sieht trotz Kaffee in den Zwischensequenzen immer gleich aus: verschlafen, wie auf Drogen. Naja, bei so viel Grusel- und Horrorgeschichten, die er durchmacht, werd ich ihm das nachsehen…

Einen ganz guten Spiel-Eindruck vermittelt dieses Video – hier wird auch noch was zur Steuerung gesagt.

Alan Wake - Review in Deutsch

Übrigens hier das ganze noch in Englisch zum Vergleich der extrem schlechten deutschen Sprachausgabe…

Alan Wake - Tutorial in Englisch

Gesamteindruck

Offen gestanden ist es mir lange nicht so schwer gefallen, mich bei einem Spiel auf eine Wertung festzulegen… Einerseits ist Alan Wake spannend, gruselig, stimmig, halt einfach irgendwie klasse. Andererseits… ist es aber auch nichts wirklich Besonderes. Dazu kommt die dann doch eher in Richtung “mittelmäßig” tendierende Grafik, die Story reißt einen nun auch nicht sooo extrem vom Hocker und die deutsche Sprachausgabe vermießt einem das Spiel dann noch komplett.

Die Lorbeeren, die verschiedenste Spielemagazine oder auch Webseiten dem Spiel gegeben haben, sind mir nicht so ganz klar. Ja sicher macht das Spiel Spaß. Ja, es kommt Gruselstimmung auf, ja, ja, ja… Aber bei einem Spiel, was so sehr vorab gehypt wurde – irgendwie hatte ich halt mehr erwartet.

Vermutlich hätte ich mehr Spaß am Spiel gehabt, wenn ich die sämtlichen Vorabberichte und Hype-Texte nicht gelesen hätte. Wieder mal selber schuld! Memo an mich selbst: xboxfront.de-Verbot auf die nächsten 2 Jahre ausweiten!

Plesk 9 und PHP 5.2.13/5.3 – so geht’s

Erstellt von mici81de am Mittwoch, 12 Mai, 2010
php_5-2-13_dotdeb

PHP 5.2.13 über dotdeb.org installiert

Das Plesk Panel von Parallels ist eine (meiner Meinung nach) recht angenehme Variante, einen Web-Server zu verwalten. Alltägliches, wie z. B. das Einrichten einer neuen E-Mail-Adresse, das Anlegen einer Subdomain oder ähnliche Aufgaben lassen sich mit wenigen Klicks bewerkstelligen. Besonders angenehm ist auch, dass sich in den “Webhosting-Einstellungen” einer Domain jederzeit die PHP-Einbindung wählen lässt: die Standard-Variante als Apache-Modul (mod_php) oder doch lieber per fastcgi.

Der Vorteil bei fastcgi ist dabei, dass dann gleich auch die Erweiterung suexec aktiv geschaltet wird, was dazu führt, dass PHP-Skripte mit den Rechten des FTP-Users, dem die Skripte gehören, ausgeführt werden. Das ist äußerst praktisch – sonst teilweise recht nervige Update-Prozeduren von z. B. WordPress Themes/Plugins laufen einfach so durch.

Das Problem

Wie überall bei Software gibt es natürlich auch bei Plesk verschiedenste Punkte, an denen der Spaß aufhört und man die Komplexität des Systems verflucht. Dabei spielt vor allem die als Standard mit Plesk installierte PHP-Version eine große Rolle. Einerseits, weil ein auf Sicherheit bedachter Admin logischerweise gerne Updates einspielen würde – andererseits, weil bestimmte PHP-Funktionen nun mal erst ab einer bestimmten Version verfügbar sind. Selbst die neueste Plesk-Version 9.5.1 bringt je nachdem, auf welchem System sie eingesetzt wird, aber nur veraltete PHP-Versionen mit bzw. zieht sich diese aus den Repositories der Distribution. Möchte man aber aus zuvor erwähnten Gründen eine aktuellere PHP-Version einsetzen, fängt’s an haarig zu werden.

Wichtige Info:

Wer auch immer das liest – bitte beachte, dass ich hier nur meine “Odyssee” schildere und wie es dann letztlich funktioniert hat. Dieser Beitrag will kein Tutorial sein! Bitte daher nicht einfach irgendeinen der Schritte nachvollziehen, ohne vorher den gesamten Artikel gelesen zu haben – könnte nämlich zu extrem unerwünschten Ergebnissen führen… Danke Anke. :-)

Ein Ansatz…

Mein erster Gedanke war: Das kann doch nicht so schwer sein! Ich lade mir einfach die Quellen einer aktuellen PHP-Version, kompiliere die selbst und schiebe sie Plesk unter. Gedacht, umgesetzt, … gescheitert. Bei der Umsetzung wird das Ganze nämlich schon lustig. Wer so was schon mal gemacht hat weiß, dass so ein configure-Befehl sehr mächtig ist bzw. eine Menge Optionen mitbringt. Bei PHP ist es besonders wichtig, denn schließlich sollen alle derzeit auf dem System aktiven Erweiterungen auch in der neu kompilierten Version mit drin sein!

Nun ja, erster Schritt: Unter http://www.php.net/downloads.php#v5 die gewünschte PHP-Version geladen (hier 5.2.13), entpackt und mal eben die möglichen Schalter des “configure” angezeigt.

$ wget http://de3.php.net/get/php-5.2.13.tar.gz/from/this/mirror
$ tar xvzf php-5.2.13.tar.gz
$ rm php-5.2.13.tar.gz
$ cd php-5.2.13
$ ./configure --help | less

Der letzte Befehl gibt die Hilfe und damit auch die möglichen Optionen/Schalter für den “configure”-Befehl für PHP aus. Eine schnelle Zählung ergibt mal eben schlappe 219 Optionen. Nun wäre allein das ja nicht so tragisch, wenn man weiß, wie die aktuelle Konfiguration aussieht. Dann würde es ausreichen, die korrekten Optionen zu setzen und configure auszuführen. Nur: wie lässt sich die aktuelle Konfiguration verlässlich herausfinden? Mit welchen Erweiterungen wurde das derzeit installierte PHP kompiliert?

Configure-Gerätsel

Bei einigen Webhostern wird über den PHP-Befehl phpinfo(); auch der “Configure Command” mit ausgegeben. Mit dieser Info hat man schon mal so gut wie gewonnen. Denn diese Anzeige gibt nun mal genau aus, wie PHP konfiguriert wurde. Ein simples copy & paste sollte also ausreichen, um die neue PHP-Version auf den Weg zu bringen.

Das ist leider bei einer Plesk-Installation in der Regel nicht der Fall – hier fehlt der “Configure Command” in der phpinfo()-Ausgabe. Also wo bekommt man diese Info dann her? Selbst wenn man sämtliche in der über phpinfo ausgegebenen Aufstellung angezeigten Module und Erweiterungen durchforsten würde, kann man daraus nicht zuverlässig den Configure-Befehl ableiten.

Ich habe auf diesem Weg zwei Tage vergeudet – mehrere Stunden intensiver Google-Suche eingeschlossen und bin zu keiner zufriedenstellenden Lösung gekommen, wie man an diese Information kommt. Zwar gibt es alle möglichen sehr informativen Anleitungen, wie PHP auf diesem Weg zu konfigurieren und installieren ist. So fand ich bspw. diese Anleitung sehr hilfreich: Websiteentwicklung: PHP: Installation: UNIX-artige_Systeme. Mein großes Fragezeichen war damit aber immer noch nicht beantwortet.

Ein anderer Ansatz

Weil mir irgendwann die Lust verging und ich auch mal wieder was anderes zu tun hatte, als stundenlang verzweifelt nach einer Antwort zu suchen, musste eine andere Lösung her. Mir fiel wieder ein, dass ich irgendwo mal vorkompilierte Installationspakete für aktuelle PHP-Versionen für die verschiedenen Linux-Distributionen gefunden hatte. Also noch mal eben danach gesucht und siehe da, dotdeb.org führt unter dem Link http://www.dotdeb.org/mirrors/ eine Liste der verschienden Spiegelserver für Debian-basierte Server. Demnach auch für mich – welch Freude!

Damit diese Quellen verwendet werden, ist nur eine kurze Anpassung der Datei “/etc/apt/sources.list” erforderlich:

$ nano /etc/apt/sources.list

Hier habe ich dann an’s Ende die Mirrors von dotdeb.org für Deutschland eingefügt.

deb http://ftp.hosteurope.de/mirror/packages.dotdeb.org/ stable all
deb-src http://ftp.hosteurope.de/mirror/packages.dotdeb.org/ stable all
deb http://dotdeb.netmirror.org/ stable all
deb-src http://dotdeb.netmirror.org/ stable all

Wieder mal gedacht, jetzt ist alles toll – und über “apt” ein update & upgrade ausgeführt:

$ apt-get update && apt-get upgrade

Und siehe da – es gibt Updates für PHP auf die von mir gewünschte Version 5.2.13. Installieren? Ja klar! Bei der Installation gab’s keine Schwierigkeiten, alle Abhängigkeiten wurden erfüllt, so soll’s sein. Auf die Frage hin, ob die vorhandenen Konfigurationsdateien beibehalten werden sollen, antworte ich natürlich mit “Ja” – schließlich sollen die Einstellungen so bleiben, wie sie sind!

Dann der große Test – was sagt phpinfo? Yeah, auch hier sieht’s gut aus: “PHP Version 5.2.13″ wird angezeigt. Soweit so gut.

Was folgt, ist… Ernüchterung. Aus welchen Gründen auch immer – mein Blog läuft nicht mehr. Eine kurze Nachforschung ergibt: PHP wurde zwar aktualisiert, aber trotz der Entscheidung, die Konfigurationsdateien wie gehabt zu behalten, wurde die MySQL-Erweiterung nicht bzw. nicht korrekt installiert.

Toll – auf diesem Weg also auch kein Erfolg gehabt. PHP ist zwar aktuell, aber die Installation ist zerschossen. Was nun?

Unkonventionell und unpraktisch – aber endlich eine Lösung

Die Lösung ergab sich letztlich durch den Umstand, dass ein Update von Plesk vor der Tür stand. Momentaner Stand war Plesk 9.3 – die neue Version Plesk 9.5.1 sollte installiert werden. Da neue Plesk-Versionen mit Vorsicht zu genießen sind, gerade, wenn diese als Upgrade von einer kleineren Version ausgeführt werden, habe ich das Ganze erst einmal auf den späten Abend verschoben.

Abends stand dann erst mal eine Sicherung des Servers an, Blog + Datenbank exportieren und dann… einfach mal eben eine Neuinstallation des Servers mit Minimal-System. Gut dass das kein Produktiv-System mit anderen Usern drauf ist, sondern halt einfach nur ein privater Blog drauf läuft. Da ist sowas schon mal eben vertretbar.

Nach der Neuinstallation des Systems kurz eben einmal die Updates ziehen und los geht’s. Da das PHP-Update bei einer vorhandenen Plesk-Installation scheiterte, dachte ich mir, schiebe ich Plesk doch einfach schon während der Installation die neue PHP-Version unter! Und so hat’s dann auch funktioniert.

Kurz bei Parallels unter “http://www.parallels.com/de/download/plesk/products/” einen Account angelegt und den “autoinstaller” für meine Distribution herunter geladen. Dann die “sources.list” angepasst und den Installer von Plesk gestartet…

$ wget __link_vom_parallels_webserver_zur_gewünschten_Version__
$ nano /etc/apt/sources.list       # Sources von dotdeb.org eingefügt wie oben beschrieben
$ chmod +x __von_parallels_heruntergeladene_datei__      # herunterladene Datei ausführbar machen
$ ./__von_parallels_heruntergeladene_datei__     # autoinstaller starten

Hangelt man sich nun durch das Menü des Autoinstallers und lässt die Installation dann durchlaufen, zieht sich das Plesk-Tool brav aus den Quellen die aktuelle PHP-Version und installiert diese. Heureka!

Abschließend stand dann noch an, das Datenbank-Backup und die Blog-Daten wieder einzuspielen und einzurichten, was dann relativ schnell erledigt war. Komfortabler geht es natürlich über den Plesk-Backup-Manager. Nutzt man diesen, um z. B. einmal pro Tag eine automatische Sicherung des gesamten Servers, soweit es Plesk betrifft, durchzuführen, so braucht man nach der Neuinstallation einfach nur wieder die Daten des FTP-Servers einzutragen, auf dem das Backup liegt. Gibt Plesk noch eben den Auftrag das Backup zurückzuspielen und schon steht die Einrichtung wieder.

Das Beschriebene lässt sich natürlich statt mit PHP 5.2.13 auch genauso mit PHP 5.2.3 durchführen.

Fazit:

Ob sich der ganze Aufwand lohnt / gelohnt hat, ist die Frage. Ich denke schon – immerhin habe ich nun die neueste PHP-Version am Laufen. Seitdem funktioniert auch FastCGI und suexec ohne Probleme. Und falls zukünftig irgendwann mal wieder eine Serverneuinstallation ansteht, weiß ich nun, das Plesk von Anfang an die korrekte Version untergeschoben bekommen muss, damit es läuft ohne zu meckern.

Es bleiben allerdings noch offene Fragen:

  • Wie vertrauenswürdig sind die Quellen von dotdeb.org? Sind die “produktiv-System-tauglich”?
  • Wieso hat die Installation der Pakete von dotdeb.org im laufenden Betrieb versagt, obwohl ich die bestehenden Config-Files beibehalten habe?
  • Warum finde ich verflixt noch eins keine Info dazu, wie ich mir den “Configure Command” der jeweils aktuell installierten PHP-Version anzeigen lassen kann, wenn dieser nicht per phpinfo() auftaucht?
  • Und wenn ich dann diese Info irgendwann mal finden sollte… wird das Kompilieren und Installieren der dann aktuellen PHP-Version sauber vonstatten gehen oder wird’s wieder scheitern?

Für Infos bin ich dankbar – nutzt bitte einfach die Kommentar-Funktion. Danke :-)

Plesk 9.5.1 Lizenz-Problem & Test der Google Integration

Erstellt von mici81de am Mittwoch, 28 April, 2010
plesk_9.5.1_und_plesk

Plesk 9.5.1 und Google werden Freunde (?)

Vor mittlerweile knapp 2 Wochen gab’s für das beliebte Server-Verwaltungstool “Plesk” das Update auf die neue Version 9.5.1. Mit Neuerungen hat Parallels dabei nicht gerade geglänzt – siehe auch mein voriger Artikel Plesk 9.5 – jetzt mit Google Integration. Das einzige wirklich nennenswerte neue Feature wäre die Integration von Google. Nachfolgend die “Odyssee” zu diesem Thema…

Fehlender Lizenzkey

Nicht jeder hatte das Glück, dass sein Server-Anbieter zeitgleich mit dem von Parallels bereitgestellten Update auch den dafür notwendigen neuen Lizenz-Key freischaltete. So ging das Update bei mir erst einmal daneben, dass über meinen Server-Anbieter noch keinen Key verfügbar war. In meinem Fall hat mich der Plesk-Autoinstaller gewarnt und ich habe das Update auf dem Live-System besser erst einmal abgebrochen. Auf einem kleinen vServer, der als Test-System noch nebenher läuft, habe ich das dann einfach mal frei ignoriert und das Update auf Plesk 9.5.1 über die Shell eingespielt:

# für Debian/Ubuntu
$ /opt/psa/admin/bin/autoinstaller --ignore-key-errors
# für openSuse
$ /usr/local/psa/admin/bin/autoinstaller --ignore-key-errors

So weit, so gut – das Update lief durch ohne weiter zu meckern. Beim nächsten Plesk-Login kam natürlich, was kommen musste: Es stand nur noch die Plesk-Demo-Lizenz zur Verfügung. Die Verwaltung der Domains, Mail-Accounts usw. war erst einmal passé. Glücklicherweise hat ein Lizenzfehler bei Plesk zumindest keinen Einfluss auf die derzeitige Konfiguration der Services – E-Mail, Datenbanken und Webseiten laufen also ohne Einschränkungen weiter. Probleme kann es allerdings geben, wenn Plesk Addons wie z. B. Kaspersky Antivirus oder SpamAssassin genutzt werden. Ohne gültige Lizenz hat Kaspersky auf meinem Test-Server mal eben den Dienst verweigert, was dazu führte, dass E-Mails über diesen Server nicht oder nur verstümmelt ankamen. Bei einem Test-Server ist das egal – bei einem Live-System wird’s dann schon kritisch.

Zum Thema Live-System: nebenher betreue ich noch einen kleinen vServer für einen Verlag. Auf diesem läuft Debian Lenny – ein “apt-get update” mit anschließendem “apt-get upgrade” brachte hier automatisch die neue Plesk-Version aus den Repositories mit. Und in diesem Fall gibt es KEINE Lizenzwarnung – einmal nicht aufgepasst, schon hat man den Salat.

Juhuu, die Lizenz ist da!

Status am 27.04.2010 – STRATO hat nun die neuen Lizenz-Keys. Auf Anfrage sagte man mir, dass man sicher gehen wollte, dass der Update-Prozess für die Keys sauber durchläuft – scheinbar ist damit der regelmäßige Update-Prozess der Keys an sich gemeint, nicht das Update auf Plesk 9.5.1 an sich. Nun gut – alle Tests sind nun scheinbar abgeschlossen – die Keys sind verfügbar.

Um die neue Lizenz zu aktivieren, loggt man sich bei STRATO einmal unter http://config.stratoserver.net/ in den Kundenbereich ein, klickt auf “Serverkonfiguration” > “Plesk” und aktiviert dort den neuen Key. Nach ca. 10-15min kann man den Key dann als XML-Datei herunterladen. Nun noch eben Plesk mit dem neuen Key füttern und schon ist die Welt (wieder) in Ordnung.

Google Integration – wie funktioniert das nun?

Da Plesk ja in der Regel genutzt wird, um Webseiten zu hosten, dachte ich bei dem Stichwort “Google-Integration” als erstes an die bekannten Webmaster-Tools, Google Analytics und eventuell noch AdWords bzw. AdSense. Wenn diese sich auf einfache Art und Weise mit in die Verwaltung von Plesk integriert hätten, wäre das durchaus echt eine Innovation! Vor allem, wenn dabei eine zentrale Verwaltung ermöglicht würde.  Aber – leider – weit gefehlt…

Die Minuspunkte:

  1. Die ganze Aufmachung der Einstellungsseite für die Google-Integration ist nicht gerade selbsterklärend (siehe Screenshot).
  2. Sucht man daher nach weiteren Informationen, findet man diese nur komplett auf Englisch. Für jemanden, der nicht gerade nebenbei noch Englisch kann oder lernen will, nicht sonderlich praktisch.
  3. Um die Funktionen tatsächlich nutzen zu können, muss man sich erst einmal bei “Google Apps” registrieren. Allein das fand ich schon sehr aufwendig – vor allem, weil sich irgendwie der Sinn der Sache nicht erschloss: wozu brauche ich Google Apps, wenn ich doch nur Webmaster-Tools, AdSense, SiteSearch usw. zentral einbinden/verwalten möchte?!?
  4. Nach der Anmeldung an Google Apps – wie geht es weiter? Angeblich soll nach der entsprechenden Einrichtung des Accounts die Enbindung der anderen Dienste von Google veranlasst werden. Jedoch erhielt ich dazu keine Benachrichtigung – weder per E-Mail noch im Google Apps Account.

Sicher gibt es irgendwie eine Möglichkeit, das Ganze einzurichten – jedoch habe ich schlichtweg nach mehrmaligen Versuchen, an die notwendigen Infos zu kommen, das Handtuch geworfen. Vielleicht meldet sich ja @ParallelsPanel zu diesem Thema über Twitter zurück – hat letztes Mal ja ganz gut geklappt…

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Google Services for Websites (Registrierung)

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Google Services for Websites (Einstellungsseite in Plesk)

Google Features in Verbindung mit STRATO

Wahrscheinlich haben die Techniker hier erkannt, was das für ein Gefrickel mit der Google Geschichte ist und möchten dem armen Admin das Ganze ersparen ;) Scherz beiseite – ich tippe mal, dass es an der Lizenz liegt und diese den Service gar nicht mit anbietet. Denn auch über das Update-Menü in Plesk lässt sich keine Möglichkeit ausmachen, dieses Feature nachzuinstallieren. Genauer weiß ich das noch nicht – ich habe mal eine Anfrage an den Support abgesetzt, mal schauen, wie die Antwort lautet. Derzeit zumindest kann ich den Menüpunkt “Einstellungen von Google-Services für Websites” nirgends finden. In der Plesk-Installation auf einer Server4You-vServer Testumgebung ist der Menüpunkt vorhanden. Daher stammen auch die Screenshots.

Ein Update gibt’s, wenn ich Antwort habe.

[Update 29.05.2010]

Freundlicherweise hat mir Parallels nun geantwortet:

“@mici81de Yes, it is license-based. You can find more information here: http://goo.gl/4NGn

Somit scheint in der Lizenz, die von STRATO für Plesk bereitgestellt wird, tatsächlich die Freischaltung für die Google-Services nicht mit dabei zu sein. Nun ja, ich brauch’s derzeit eh nicht wirklich. Von daher kann ich drauf verzichten.

Fazit

Würde mich jemand nach dem Sinn eines Upgrades auf die neue Plesk-Version fragen: meiner Meinung nach gibt es keinen! Das einzige interessante Feature “Google Integration” erinnert von der derzeitigen Einbindung an die ersten Versuche von Microsoft, Windows am Markt zu etablieren… Einfach nur krude, unübersichtlich und viel zu wenig Informationen. Da muss Parallels noch umfangreich nacharbeiten, um den Einstieg zu erleichtern. Dann allerdings könnte das sicher ein guter Grund sein, Plesk einzusetzen. Auch wenn ich persönlich Google Services gegenüber skeptisch bin wegen der Unmenge an Daten, die da zusammenfließen – die breite Masse möchte diese Dienste nun einmal nutzen. Und als Server-Admin und Hosting-Anbieter ist es dann durchaus ein Pluspunkt, diese Dienste so einfach wie möglich für den Endkunden zu präsentieren.

Davon mal abgesehen gbt es aber in Plesk 9.5.1 nichts wirklich Neues. Wer also auf das Google “Gefrickel” verzichten kann/will, kann sich das Update sparen. Zumal es bei einem Plesk-Update auch nicht immer so problemlos zugeht, wie bei mir. Andere Nutzer haben z. B. von Problemen mit Horde Webmail nach dem Update berichtet. Und gerade auf einem Produktivsystem mit mehreren aktiven Kunden kann man auf Stress wegen einem Update, dass eigentlich nicht zwingend sein muss, auch gerne verzichten.

Falls jemand die Integration der Google Dienste hinbekommen hat – bitte einen Kommentar hinterlassen, bin für alle Infos dankbar.

Plesk 9.5 – jetzt mit Google Integration

Erstellt von mici81de am Freitag, 16 April, 2010
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Parallels Plesk Panel 9.5.1

Alles neu! … ?

Bereits vor 2-3 Tagen erschien kurzzeitig bei einigen Usern in der Update-Verwaltung von Parallels Plesk Panel der Hinweis auf die neuen Version 9.5.1 – kurzzeitig, weil der Eintrag schnell wieder verschwunden war. Laut Plesk-Forum war es wohl ein “Versehen”, dass das Update angezeigt wurde.

Mittlerweile ist es soweit und Plesk 9.5.1 ist offiziell verfügbar. Wie immer bei Updates stellt sich die Frage: was bringen sie für Neuerungen? Für das beliebte Server-AdminPanel gab’s diesmal nicht so besonders viele Neuerungen. In der Hauptsache waren es Bugfixes und neue Versionen der Software. Etwas seltsam fand ich, dass Parallels in der offiziellen Liste der Neuerungen gleich ganze 23 (!) Neuerungen anführt:

  1. Offer hundreds of applications via Application Packaging Standard Catalog
  2. Resellers Level
  3. Parallels Plesk Billing Integration
  4. Postfix Support
  5. Enhanced Interface
  6. Total Control Backup
  7. Overselling/Overuse Capabilities
  8. @Mail Availability
  9. PHP over Fast CGI
  10. Improved Hosting Setup
  11. API RPC Protocol 1.6.0.0
  12. New Operating System Support (OpenSuSE 11, Fedora 11, Debian 5, Windows Server 2008 R2)
  13. Microsoft SQL Server 2008 Support
  14. Greylisting
  15. Migration Utilities
  16. Microsoft Hyper-V Server Compatibility
  17. PCI Compliance
  18. Compatibility with Microsoft Internet Explorer 8
  19. CloudLinux support
  20. Google Services for Websites support (beta)
  21. Upgraded components (on Linux)
    ProFTPD was upgraded to the version 1.3.2b, phpMyAdmin to the version 2.9.11, and Horde Application Framework to the version 3.3.6
  22. Upgraded components (on Windows)
    phpMyAdmin was upgraded to the version 2.9.11, IceWarp (Merak) Mail Server to the version 10, Bind DNS server to the version 9.4.3-P4, PHP to the version 5.2.12, and Horde Application Framework to the version 3.3.6
  23. More virtualization solutions supported

Diese und weitere Infos zum Produkt finden sich übrigens hier auf der offiziellen Firmen-Webseite: Parallels Plesk Panel 9.5

“Seltsam” fand ich es,

weil viele der genannten Funktionen bereits offiziell Bestandteil der Vorversion 9.3 des Plesk Panel waren. So z. B.:

  • den “Application Packaging Standard Catalog”
  • den Reseller Level
  • Plesk Billing Integration
  • Postfix Support
  • Overselling/Overuse Capabilities
  • Atmail Webmailer (@Mail)
  • PHP über Fast CGI
  • Unterstützung der Betriebssysteme OpenSuSE 11, Fedora 11, Debian 5, Windows Server 2008 R2
  • Greylisting (Spam-Schutz)

Ich nutze bspw. bereits seit Monaten unter Plesk 9.3 Postfix als Mailserver, könnte Atmail für Webmail verwenden. Erwartet uns hier evtl. mehr Funktionalität als nur der Webmailer? Von Atmail gibt’s ja eine komplette Groupware – DAS wäre dann natürlich durchaus eine angenehme Neuerung. Meine Webseiten laufen aber auch schon unter Plesk 9.3 mit PHP als Fast CGI und das ganze System an sich auf Debian 5. Greylisting brauchte ich bisher nicht – installiert und somit verfügbar ist es aber.

Was mit der Funktion “Total Control Backup” gemeint sein soll, kann ich gerade nicht so ganz einordnen. Auch Plesk 9.3 hat bereits einen Backup-Manager, der recht ordentlich funktioniert. Er ermöglicht komplette Backups aller Einstellungen und Inhalte die Plesk verwaltet. Alternativ sind auch per Domain selektive Backups möglich. Hier bin ich gespannt, ob mit Plesk 9.5 weitere Funktionen hinzu kommen.

Neu ist “Parallels Premium Antivirus” – könnte man meinen, wenn man im Autoinstaller beim Upgrade den Eintrag liest. Aber auch das ist nicht wirklich neu. Nur ein anderer Name für “Dr.Web” Antivirus, was bei Auswahl der Komponente dann tatsächlich installiert wird.

Wirklich neu…

…sind allerdings die Kompatibilität mit Internet Explorer 8 (bisher wurden hier die Symbole im Adminpanel nicht angezeigt) sowie die Google Integration. Details zu den Funkionen bezüglich Google finden sich (auf Englisch) hier: http://download1.parallels.com/Plesk/PPP9/Doc/en-US/plesk-9.5-administrators-guide/index.htm?fileName=64635.htm.

Das ist so toll und neu, dass Parallels wohl der Meinung war, es wäre eine super Idee, die Twitter-Timeline der Follower zuzuspammen. Innerhalb von etwas mehr als einer Stunde haben die Jungs gleich 12 Tweets zum Thema Google Integration rausposaunt – alle mit einem Link auf ein und denselben Artikel… Nun ja, es sei ihnen vergönnt darauf stolz zu sein.

twitter_dialog_parallels

Twitter-Dialog mit @ParallelsPanel

Neuer Lizenzkey

Das Negative am Update: es wird mal wieder ein neuer Lizenzkey fällig. In meinem Fall läuft der Server bei @STRATO_AG, im Kundenbereich steht hier noch kein neuer Key bereit. Erfahrungsgemäß dauert es immer ein paar Tage, bis der neue Key durch Parallels bereitgestellt und dann zum Download verfügbar ist. Wer ein Update auf Plesk 9.5.1 erwägt, sollte daher lieber noch warten. Führt man das Update aus und ignoriert den Warnhinweis bzgl. der Lizenz steht dann nämlich nur noch der Demo-Key im Panel zur Verfügung und Plesk verweigert die (Verwaltungs-)Arbeit.

Wer nun schon ein Update gemacht hat und vor dem Dilemma steht, braucht wohl ein wenig Geduld. Sobald der neue Key verfügbar ist, kann dieser in Plesk hochgeladen werden und schon geht’s weiter. Plesk “vergisst” die Einstellungen nicht – auch alle Dienste laufen weiter. Nur mit Plesk selbst kann man halt in der Zeit nicht arbeiten.

Just in time…

Nachdem ich mich ein wenig darüber ausgelassen hatte, dass dermaßen viele Tweets zum Plesk-Update gemacht wurden, kam postwendend die Antwort: “So sorry! … I just got excited!” – Da muss die Google-Geschichte ja richtig super gelungen sein. Ich bin gespannt! Auf die Frage, wann den die neuen Lizenzkeys ausgeliefert werden, bekomme ich die Antwort dann wohl noch nachgeliefert. Spannung also auch hier…

Wie sich das Ganze dann in der Praxis macht, dazu später mehr. Sobald ich den entsprechenden neuen Key habe, werde ich die Google-Funktionen ausgiebig testen und hier berichten.