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Meine BestOf Games 2010

Erstellt von am Samstag, 1 Januar, 2011

Irgendwie macht jeder Hans-Franz zum Jahreswechsel einen Rückblick. Zu Politik, Games, Blogthemen ganz allgemein oder was auch immer grad passt. Wieso also nicht auch ich… Bei mir soll’s um meine persönlichen BestOf der Games gehen, die ich 2010 “gezockt” habe. Man verzeihe mir den Nerd-Ausdruck… Einige der Spiele habe ich aus Zeitgründen bisher nicht mit einem eigenen Artikel geehrt. Aus “Zeitgründen” – weil ich die Zeit viel lieber damit verbracht habe, das jeweilige Game durchzusuchten. Klare Ansage!

Limbo

Den Anfang macht Limbo, ein Arcade-Titel auf der XBOX360 – den sicher auch der eine oder andere noch im Special-Offer zu Silvester abgegriffen hat. Ich würde es ein klassisches Jump’n'Run nennen, das passt noch am ehesten – und letztlich überhaupt nicht. Denn Limbo ist zwar durchaus ein Spielchen, in dem ihr einen kleinen Jungen auf der Suche nach seiner Schwester durch verschiedenste tückische Level schickt. Allerdings gibt es da ein paar Dinge, die Limbo zu etwas Besonderem machen.

Zum einen ist da die Grafik zu nennen – das Spiel kommt komplett in Schwarz/Weiß bzw. Grautönen daher. Dazu kommt der teilweise sehr beklemmende Sound. Und nicht zu vergessen der recht… tötliche Charakter der Spielwelt. Eindruck gefällig? Bitte sehr…

Limbo war für mich ein Überraschungshit. Nach ein paar Minuten “Einspielzeit” nimmt einen die Spielwelt gefangen und man mag nicht mehr aufhören. Wer’s nicht glaubt – laden, ausprobieren. Sagt nachher allerdings nicht, ich hätte euch nicht gewarnt ;)

Mass Effect 2

Ja da ist es wieder – DAS Spiel des Jahres 2010. Nun letztlich doch. Nachdem ich die Story einmal von vorne bis hinten durchgespielt hatte, war ich irgendwie enttäuscht – siehe mein Post vom Februar 2010. Haltet mich für gestört – ich habe Mass Effect 2 insgesamt vier mal durchgespielt. Was zeigt: Es ist dann doch nicht so schlecht, wie anfangs gedacht.

Enttäuscht war ich hauptsächlich wegen zwei Punkten: 1. der insgesamt recht kurzen Hauptstory und 2. der massiv abgespecken Rollenspiel-Elemente.

Zu Nr. 1, Hauptstory, kann ich auch nach vier mal durchspielen nichts anderes sagen. Ich hätte mir irgendwie gewünscht, dass ausser dem Rekrutieren der Gruppenmitglieder die große Story um die Kollektoren und Reaper weiter ausgebaut worden wäre. So bleibt Mass Effect 2 irgendwo nur ein Lückenfüller zwischen Teil 1 und 3, der übrigens laut Ankündigung im Herbst 2011 erscheinen soll.

Und Nr. 2, die abgespeckten Rollenspiel-Elemente, die waren dann insgesamt doch nicht so schlimm, wie anfangs der Eindruck war. EA hat wohl versucht einen besseren Mix zwischen Rollenspiel- und Shooter/Action-Anteil zu erreichen. Und dazu kann ich sagen: Test (fast) bestanden. Die Kämpfe in Mass Effect 2 spielen sich deutlich besser, flüssiger und taktischer als im ersten Teil. Der Rollenspiel-Anteil ist jedoch leider zu kurz gekommen. In einem vernünftigen RPG gibt’s ein Inventar und man kann seine Gruppenmitglieder gezielt ausrüsten. Das geht zwar ansatzweise auch in Mass Effect 2, aber eben nur sehr rudimentär. Schade, hier sollte EA wirklich nachbessern im dritten Teil der “Saga”.

Insgesamt jedoch kann ich nun meine Einschätzung von Februar revidieren – es ist dann DOCH mein Spiel des Jahres 2010 geworden – zwar knapp, aber letztlich verdient. Warum? Ganz einfach: Der Gesamteindruck macht’s! Die Story geht weiter, Shepard ist wieder da – diesmal verbündet mit Cerberus, einer von den meisten als terroristisch eingestuften Gruppe – und das Universum zieht einen erneut in seinen Bann. Ich warte gespannt auf die Fortsetzung!

Lara Croft: Guardian of Light

Da hätten wir noch einen überraschend guten Arcade-Titel! Aufgrund einer recht eindrucksvollen Demo fiel mir der Kauf des mit 1,2GB recht großen Lara-Abenteuers nicht schwer.

In “Guardian of Light” springt und ballert ihr diesmal nicht wirklich in 3D durch die Level. “Nicht wirklich”, weil man Lara diesmal aus der Draufsicht spielt und nicht aus der 3rd-Person-Perspektive. Das tut dem Spielspaß aber keinen Abbruch, im Gegenteil, es ist erfrischend kurzweilig. Das Schöne daran: Es gibt diesmal einen Koop-Modus, so dass man entweder zu zweit an einer Konsole oder eben wie üblich über XBOX-Live gemeinsam Fallen auslöst, Rätsel löst und alte Artefakte findet. Dabei ist der Koop-Modus echt genial gemacht. An einer Stelle beispielsweise, bei der sich Lara im Single-Player mit einem Kletterhaken an einem Metallring festhakt und über einen Abgrund schwingt, muss man im Koop-Modus Team-Work bringen, um den Abschnitt zu meistern.

Wie man im Trailer sehr schön sehen kann: Diejenigen unter euch, die nie genug vom Charakter-Aufleveln und Waffen sammeln bekommen können, werden ebenfalls voll auf Ihre Kosten kommen! :)  Klare Kauf-Empfehlung also für einen oder zwei Spieler und einen freien Abend, an dem sonst nichts weiter ansteht.

- – -

Alsdann… Ich hoffe, ihr hattet alle ein tolles Jahr 2010, eine super Silvester-Party und seid ohne Böller-Unfall in’s neue Jahr gerutscht.

Halo Reach – super Schlachten, schwache Story

Erstellt von am Montag, 25 Oktober, 2010
Halo Reach - Jede Legende hat ihren Ursprung

Halo Reach - Jede Legende hat ihren Ursprung

Halo, ein Name bei dem eingefleischten XBOX-Fans das Blut in den Adern gefriert! Halo ist mittlerweile zur Legende geworden, kaum eine Spielreihe war so erfolgreich. Der bisher letzte Teil “Halo 3” für die XBOX 360 hat sich grafisch und spielerisch hervorgetan, ein exzellenter Koop-Modus sowie immer wieder spannende Multiplayer-Schlachten sorgten für die Langzeitmotivation.

Der zeitliche Nachfolger “Halo Reach”, welcher Mitte September 2010 erschien, versucht hier noch einmal etwas draufzusetzen. Das ist auch gelungen – mit Ausnahmen…

Contra

Halo Reach spielt vor den Ereignissen des allerersten Halo-Spiels, ist also ein Prequel und hat somit von vornherein ein festgelegtes Ende – große Überraschungen sind daher hier schon mal nicht zu erwarten. Bleibt also, die Story an sich so gut wie möglich zu erzählen. Jedoch, die Story enttäuscht – recht lieblos und monoton wird der Kampf um Reach abgespult. Im Unterschied zu Halo 3 und den anderen Teilen ist man als Spartan diesmal nicht allein – fünf Kameraden sind immer mit dabei. Das passt zwar durchaus zur Story aber raubt dem Spiel irgendwie ein wenig Coolness – nur einer von vielen hypermegasuper-Soldaten zu sein, ist eben nicht gerade was Besonderes.

Weiterer Minuspunkt ist die extrem schlechte deutsche Synchronisation! Man würde ja meinen, wenn schon die Story nicht sooo toll ist, dann wird sie wenigstens spektakulär in Szene gesetzt und mit ordentlichen Sprechern aufgewertet… tja, das war wohl nix. Bei Alan Wake war’s schon schlimm, aber die Synchro von Halo Reach schlägt dem Fass den Boden aus. Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen… aber was bitte hat man den Sprechern in’s Glas getan, dass die so eine unterirdische Qualität abliefern?!? Teilweise hören sich die Dialoge schon fast nach Trash-Talk an.

Man sollte meinen “Hey, Microsoft ist auf Halo total stolz, das ist denen ihr Vorzeige-Game-Flaggschiff für die XBOX, da werden die sich ordentlich in’s Zeug legen…!” Tja, falsch gedacht. Qualitätskontrolle – was ist das denn? Das Spiel ist doch fertig oder? Also raus damit, her mit der Kohle!

Wer sich das mal antun möchte, hier gibt’s ein Video des ersten Abschnitt’s im Spiel – die ersten paar Minuten sollten eigentlich schon als Eindruck genügen…

Pro

Glücklicherweise sind die beiden Minuspunkte auch die einzigen. Grafisch ist Halo Reach auf der Höhe der Zeit. Die Schauplätze sind sehr detailverliebt gestaltet, die Weitsicht ist enorm und vermittelt glaubhaft, auf einem riesigen Terrain in die Schlacht zu ziehen. Eine Einlage, die ich persönlich ganz nett fand, war ein Weltraum-Gefecht – schön nach alter Weltraum-Shooter-Manier mit dem Flieger durch die Gegend düsen und feindliche Raumschiffe schrotten. Yeah, das macht Laune!

Die Soundkulisse ist Halo-typisch ebenfalls wieder sehr gut gelungen. Die Spieldynamik, das Gameplay an sich, daran kann man definitiv nichts aussetzen. Wie auch schon in Halo 3 kann man Reach mit bis zu insgesamt 4 Leuten im Koop spielen. So macht die Kampagne auch am meisten Spaß: im 4-Spieler-Koop auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad, da fliegen die Fetzen.

Natürlich dürfen in einem Halo Spiel auch die Fahrzeuge nicht fehlen. So kann man wieder mit verschiedenen Geländewagen durch die Gegend flitzen, sich einen fetten Panzer krallen oder einen Banshee oder anderes Gefährt vom Gegner kapern.

Zum traditionellen Multiplayer-Part von Halo Reach muss man nicht viel sagen – außer vielleicht: grandios gemacht! Klar, es ist halt auch nur ein “Shooter”, aber gerade die verschiedenen Spielmodi haben es mir angetan – mir, dem Shooter-Abstinenzler. Naja, wie’s scheint, erwischt es halt jeden mal, wenn das Setting stimmt… Ob man nun Eroberung spielt – mal aus Sicht der Eroberer, mal aus der der Verteidiger oder einfach jeder gegen jeden versucht die höchste Abschussrate zu erlangen – Spaß macht’s jede Menge. Vor allem, da sich immer ausreichend Leute auf der Plattform tummeln, vergeht einem nie die Laune.

(erstauntes) Fazit

Zugegebenermaßen bin ich von Halo Reach überrascht. Klar habe ich auch schon Halo 3 gespielt, auch schon im Koop und auch teilweise im Multiplayer. Aber so viel Spaß wie bei Reach hatte ich da nicht. Muss ich mir etwa Sorgen machen, zum Shooter-Junkie avanciert zu sein?? Naja, wohl eher nicht. Aber Halo Reach ist ingesamt einfach ein sehr gutes Spiel – das bringt sogar mich dazu mal mein Pad-Aiming zu verbessern :)

Also: klare Empfehlung an alle Konsoleros!

Rückblicke, Angebote und Suchmaschinen-Gedöns

Erstellt von am Montag, 6 September, 2010

kauderWWWelsch ist mittlerweile über ein Jahr alt, im Juni 2009 habe ich hier meinen ersten Beitrag veröffentlicht. Zeit für einen Rückblick…

Mal eben einen Blog installieren…

Warum setzt man einen Blog auf?? An sich, weil man irgendwie der Welt seine Meinung zu Thema X kund tun will. Aus Spaß an der Sache. Und überhaupt! So ging’s mir auch einfach darum, mich mitzuteilen und irgendwie war ich natürlich auch neugierig, ob mein Kauderwwwelsch rund um’s Web, Games usw. irgendwen interessiert.

Scheint wohl so, denn mittlerweile tummeln sich im Durschnitt 20 Besucher pro Tag auf der Seite. Die beliebtesten Artikel sind dabei:

  1. Getestet: MediaServer der Fritz!Box 7270 (1661 Hits)
  2. Plesk 9.5 – jetzt mit Google Integration (1595 Hits)
  3. Plesk 9.5.1 Lizenz-Problem & Test der Google Integration (1419 Hits)

Schau an, die Fritz!Box 7270 steht also nicht nur bei mir hoch im Kurs :)

Bei Google und anderen Suchmaschinen residiert der Blog auf den ersten und zweiten Seiten zu den obigen Themen, daher kommen auch in der Regel die Besucher. Freut mich, können gerne noch mehr kommen.

Plugins, Layout

Wer selbst ein WordPress betreibt weiß, dass man eigentlich immer dabei ist, Anpassungen vorzunehmen. Oft sieht man auf einer anderen Seite ein Plugin oder eine Funktion, die super zum eigenen Blog passt – und schon heißt es Plugin suchen, installieren, freuen.

Meine mittlerweile wichtigsten und liebsten Plugins:

Auch noch ganz nett, aber nicht unbedingt “wichtig”:

  • My Link Order
  • SexyBookmarks

Neu dazu gekommen und mittlerweile unverzichtbar:

  • SyntaxHighlighterPro
  • WP CleanFix

Beim Theme bin ich mittlerweile bei “Lonely Tree” hängen geblieben. Das Design gefällt wegen seiner einfachen und klaren Struktur und der leichten Anpassbarkeit. Alle Texte des Themes auf Deutsch zu übersetzen hat zwar ein wenig Geduld erfordert, aber was soll’s – gelohnt hat sich’s auf jeden Fall.

Ich suche was, was du nicht suchst…

Suchmaschinen – Segen und gleichzeitig Fluch der Neuzeit. Man kann nicht mit Ihnen aber auch nicht ohne sie. Natürlich freue ich mich, wenn ich bei unser aller Lieblingsdatenkraken Google relativ weit vorne bei passenden Suchbegriffen auftauche. Das sichert immerhin neue Besucher. Weniger schön ist allerdings, dass es da draußen Suchmaschinen gibt, die der Meinung sind, mindestens einmal pro Tag ca. 50-100 Abfragen auf meinen Blog loszulassen.

Ich spreche nicht von Google, Bing, T-Com-Suche oder so – die sind “brav”. Die russischen und chinesischen Pendants – webalta.ru/yandex.ru bzw. baidu.com – verhalten sich da jedoch weniger gesittet. Na mir soll’s gleich sein – da ich keine russichen geschweige denn chinesischen Inhalte bereitstelle, bleiben die guten neuerdings komplett aussen vor. Wer sich nicht benimmt, fliegt halt, so einfach ist das. Einem kleinen PHP-Skript sei’s gedankt.

Übrigens, wer sich für Suchmaschinenoptimierung interessiert und inwieweit man da mit WordPress was machen kann, dem kann ich die Lektüre von Sergej Müller, Frank Bültge und Vladimir Simovic empfehlen. Die Jungs geben immer mal wieder hilfreiche Tipps, im eigenen Blog oder auch über Twitter. Okay Suchmaschinenoptimierung ist da natürlich nur ein Thema von vielen, aber wie auch immer – ein Blick lohnt sich da allemal!

Angebote…

Irgendwie ein wenig amüsiert war ich ja, dass ich in den letzten Wochen verschiedene Angebote erhielt.

“Person X” bot mir an, meinen Blog in einem Verzeichnis eintragen zu lassen, die Registrierung auf der Seite erforderte jedoch die Zustimmung zu AGB die sich teilweise auf französische Gesetze (!) bezogen. Da ich des französischen nicht mächtig bin (und ich nicht aus Unwissenheit meine Blogger-Seele verkaufen wollte) erhielt “Person X” eine Abfuhr. Sie wird mir verzeihen.

Kurz darauf kam von “Person Y” – seines Zeichens Marketing-Mensch – das Angebot mich gegen Geld zu verkaufen. Verlockend – jedoch… Bannerwerbung, geleakte Berichte oder Artikel, die nur den Zweck haben, Werbung für etwas zu machen, gehen mir voll gegen den Strich! Mein Beileid für den Marketing-Menschen – auch wenn’s “nur” darum ging, einen Link auf eine Online-Poker-Seite zu setzen – ich steh nicht drauf.

Ein Statement an alle PR- und Marketing-Aliens da draussen: mein Blog ist keine Litfaßsäule, Plakatieren verboten! Ich verzichte dankend auf derlei Angebote. Auch auf solche, die sich als harmloser Link in einem Artikel verstecken sollen. Neee, danke. Brauch ich nicht, will ich nicht.

Was kommt noch?

Wer öfter mal hier “vorbei liest” wird sich evtl. erinnern, dass ich auch das eine oder andere Thema mal auf Englisch… und so… ja. Man möge mir verzeihen – es wollte sich noch kein Thema finden, welches die Mühe wert gewesen wäre.

Der geneigte Leser mag sich jedoch auf unter anderem folgende künftige Themen freuen: Cherokee-Webserver, iPhone & Fritz!Box, Fritz!Box & WebDAV-Onlinespeicher, und noch einiges zu aktuellen Games für die XBOX 360.

Viel Spaß!

3 Tipps für Linux-Suchtis

Erstellt von am Dienstag, 10 August, 2010

Kleine Skripte erleichtern das Admin-Leben ungemein. Mir geht’s dann oft nur so, dass ich nach einer gewissen Zeit überlege: “Wie war das gleich noch??”

Einige praktische Infos habe ich daher in diesem Beitrag zusammengefasst – für mich… und alle anderen die evtl. schon genau danach gesucht haben. ;)

Berechtigungen für Dateien und Unterordner rekursiv setzen

Sind die Berechtigungen in einem Ordner für Unterordner oder Dateien vollkommen verwahrlost, weil ein User z. B. in seinem Home-Verzeichnis hoffnungslos gewildert hat, lassen sich die Standard-Berechtigungen schnell wieder herstellen.

Man navigiert in den gewünschten Ordner und führt folgenden Befehl aus, um alle Ordner rekursiv  auf die Berechtigung “755” zu setzen:

find . -type d -exec chmod 755 {} \;

Um alle Dateien rekursiv auf644” zu setzen, wandelt man den Befehl leicht ab:

find . -type f -exec chmod 644 {} \;

Ausschlaggebend ist hier der Buchstabe nach type – “d” = directory und entsprechend  “f” = file.

Netzwerklaufwerke über SSH einbinden mit SSHFS

Die Backups der Server-Daten landen bei mir auf einem Netzlaufwerk, welches ich der Verschlüsselung wegen über SSH einbinde. Idealerweise wird die entsprechende Resource bereits beim Booten als Mount-Point bereitgestellt. Das lässt sich mit SSHFS und einem passenden Eintrag in die fstab sehr elegant  erledigen.

Erstmal SSHFS + Abhängigkeiten installieren:

apt-get install sshfs

Und dann den Eintrag in der fstab für’s “automount”:

sshfs#user_name@server_adresse:/pfad/auf/dem/server /mnt/mountpoint fuse auto,uid=XXXX,gid=XXXX,umask=0,allow_other 0 0

Genannte Angaben sind natürlich nur beispielhaft, “uid=XXXX” und “gid=XXXX” müssen natürlich durch die passenden Daten ersetzt werden. Die Anregung habe ich übrigens aus der Strato FAQ, da ich das bereits früher dieses Jahr getestete HiDrive für die Backups nutze. Unter genanntem Link gibt’s dann eben auch eine vollständige Anleitung.

Wichtiger Hinweis ist da übrigens, einen Eintrag in der /etc/rc.local vorzunehmen, damit das Laufwerk auch wirklich beim Neubooten eingebunden wird:

Sofern der automatische Mountvorgang nach einem Neustart nicht erfolgreich ist, kann es daran liegen, dass das Laufwerk beim Abarbeiten von “fstab” noch nicht bereit ist. Als Abhilfe tragen Sie bitte einfach in die Datei “/etc/rc.local” vor der Zeile “exit 0″ die beiden folgenden Zeilen ein:

sleep 20
mount -a

Den Wert 20 können Sie schrittweise verringern, bis es gerade noch reicht, um Ihr HiDrive nach einem Neustart erfolgreich zu mounten.

Und siehe da, tatsächlich – nach 2-3 Neustarts klappte es dann auch – bei mir steht der Wert jetzt auf 8 Sekunden.

Mail-Versand bei SSH-Login

Eine sehr praktische Sache fand ich den folgenden Tipp, den mir ein Kollege in einer Fachzeitschrift gezeigt hat. Der bewirkt, dass nach einem erfolreichen SSH-Login sofort eine Mail an eine frei festzulegende E-Mail-Adresse geschickt wird. Praktisch, weil ich auf einem Server, den ich betreue, durchaus den SSH-Zugang für bestimmte User erlaube (gezwungenermaßen), aber schon gerne wissen möchte wer denn da dran war, wenn was nicht mehr funktioniert. Nachher will’s ja immer keiner gewesen sein…

Folgende Zeile kommt dafür einfach in die Datei /etc/profile und schon weiß ich, wer’s dann nicht gewesen sein will:

echo 'Login on' `hostname` `date` `who` | mail -s "Login on `hostname` `who | awk '{print $5}'`" email@domain.de

Soweit so gut – hoffe zuvor genannte shortys helfen auch anderen.

Prinz of Persia – The Forgotten Sands

Erstellt von am Samstag, 26 Juni, 2010
prinz-of-persia-the-forgotten-sands

Prinz of Persia - The Forgotten Sands

Prinz, Sand, Dschinn und massig Mumien… oder so… – das war’s, ich bin raus.

Okay, ein wenig mehr lässt sich zu dem neuen Prinz of Persia – The Forgotten Sands schon schreiben ;) Achievement-Hunter können sich auf jeden Fall freuen, denn davon gibt’s ne Menge und die sind nicht sonderlich schwer zu bekommen.

Kenn ich das nicht…?

Irgendwie keimt beim Spielen von “The Forgotten Sands” der Gedanke auf: “Moment, das kenn ich doch irgendwoher – Kletterpartien, Rätsel lösen, Fallen ausweichen und nebenbei Gegner-Horden vernichten – und das noch alles mit toller Kulisse und passendem Sound… Aaaahhh, genau! Tomb Raider!” Aber irgendwas ist anders… “The Forgotten Sands” ist besser!

Wahrscheinlich liegt’s einfach daran, dass mal nicht Lara über den Bildschirm hüpft, sondern ein Prinz mit Krummsäbel, der das Königreich retten will (muss). Warum? Weil sein etwas leichtsinniger Bruder mal eben eine verwunschene Armee aus Sandkriegern frei rumlaufen lässt, in der Meinung, das wäre ‘ne gute Idee um einen gerade stattfindenden Krieg zu seinen Gunsten zu wenden. Dumm nur, dass diese Sandtypen für seine Interessen recht wenig übrig haben, sich gleich mal gegen ihn wenden und er sich dazu auch noch im Laufe des Spiels von deren “Big Boss” so nach und nach als Marionette missbrauchen lässt.

Gameplay, Optik, etc.

Prinz of Persia spielt sich einfach super. Von ein paar gelegentlichen Flüchen abgesehen, weil die Steuerung manchmal doch ein ganz klein wenig ungenau ist, sind die Bewegungsabläufe super gemacht. Der junge Prinz sprintet, hüpft, läuft an Wänden, als wäre es nichts. Und hat man erst einmal alle “Moves” drauf, dann gehen diese richtig flüssig ineinander über. Macht echt Laune!

Im Laufe des Spiels werden spezielle Kräfte freigeschaltet – Wasser, Feuer, Erde und Wind helfen dann mit, die fiesen Kreaturen wieder loszuwerden. Diese Kräfte kombiniert mit den entsprechenden Moves, später wird noch mal eben die Waffe auf eine etwas… nun… “besondere Art” verbessert – da hält den Prinzen nichts mehr. Wie das funktioniert? Nun ja, mit der Kraft des Wassers kann man z. B. Fontänen, die aus Wänden spritzen, schön vereisen und dann als Kletterhilfe nutzen. Die Kraft der Erde… braucht hier einer eine Steinrüstung? Den Rest überlasse ich eurer Phantasie.

Aus Wasser wird Eis wird... ne Kletterstange!

Das komplette Spiel wirkt optisch übrigens echt schick. Okay besondere Neuerungen braucht man nicht suchen (weil’s die nicht gibt), aber das trübt den Spielspaß keinesfalls. Warum auch immer das Rad neu erfinden?! Ubisoft hat einfach mal ein bewährtes Prinzip genommen und ein richtig gutes Spiel damit gemacht. Optisch gibt’s echt nichts zu meckern. Wie schon erwähnt gleicht es bekannten 3D-Jump-n-Runs – meiner Meinung nach ist aber der Spielfluss besser gemacht, eben weil die Bewegungen fließender ineinander übergehen.

Was eventuell ein wenig fade rüber kommt, ist der Schwierigkeitsgrad. Es gibt “einfach”, “normal” und … nicht’s weiter? Na sowas! Zugegeben, das Spiel ist auf Stufe normal an 2-3 Stellen auch mal etwas komplizierter zu meistern, in der Regel jedoch ist es fast zu einfach. Kurzer Blick auf’s FSK Siegel… Hmm ab 12 Jahren… Okay, mag sein, dass es für jüngere Zocker gemacht ist, aber haben die nicht auch Ansprüche?!? Egal, Spaß macht’s allemal und das ist ja nun mal die Hauptsache ;) Ausserdem gibt’s dann schon den einen oder anderen Bosskampf.

Ups... Wer ist das denn?!

Zusatzinhalte

Prinz of Persia bietet übrigens auch wieder uplay – das Spielenetzwerk von Ubisoft. Das Nette daran: hat man sich einmal registriert und dazu noch das Spiel durch, bekommt man Punkte, die man “ausgeben” kann, um etwa einen sogenannten Challenge-Modus dazu zu kaufen. Der macht zwar nicht so viel her, aber einem geschenkten Gaul… genau!

Empfehlung? Joar…

Da es Achievements “hagelt”, man durch das bewährte Spielprinzip schnell “reinfindet” und auch irgendwie sonst alles passt, behaupte ich mal, dass das Ubisoft-Machwerk für so ziemlich jeden was ist. Der Schwierigkeitsgrad überfordert niemanden, entsprechend gering ist der Frustfaktor, proportional dazu hoch der Spielspaß.

Also dann, ich muss mal wieder… ein Königreich rettet sich nicht von allein! Verflixte Sandarmee…