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Gespielt: Anno 2070 – Wieder mal ein Kracher…?

Erstellt von am Sonntag, 18 Dezember, 2011

 

Lange ist’s her, dass hier der letzte Artikel erschien – kurz geschaut, das war im April dieses Jahr… Nun ja, was soll’s – vor etwas mehr als einem Monat ist Anno 2070 erschienen, Grund genug also, endlich mal wieder etwas zu schreiben!

Zu Anno an sich muss ich sicher nicht viel sagen – wer den vorigen Titel Anno 1404 mit dem AddOn Venedig kennt, hat die Veröffentlichung des neuen Titels hundertprozentig schon lange herbeigesehnt… und sicher seit Erscheinen desselben schon mehrere Stunden Zeit damit verbracht – zumindest ging’s mir so. :)

Endlich da!

Anno 1404 Venedig habe ich nach anfänglicher Überforderung ob so vieler Möglichkeiten und der Komplexität der Warenkette sehr gerne, viel und lange gespielt. Wobei gerade “lange” überhaupt nicht schwer war, denn bis ich mal alle meine Einwohner auf die höchste Stufe gebracht hatte, vergingen durchaus mehr als 20 Stunden. Als das erste Video-Material sowie Screenshots zu Anno 2070 auftauchten, fand ich die Idee Klasse, mal ein Anno mit Zukunftsszenario zu spielen. Und was ich zu sehen bekam, machte definitiv Lust auf mehr!

Entsprechend war nach Lieferung, Auspacken und Installieren von Anno 2070 erst einmal gründliches Umsehen und Erkunden der neuen Funktionen, Grafik etc. angesagt! Wenn da nicht kleine bis mittelgroße ärgerliche Fehler aufgetreten wären, die eindeutig das Potential hatten, mir den Tag zu verderben…

Day-1-Patch, Netzwerkprobleme, Abstürze…

Beim ersten Spielstart gleich auch die erste Ernüchterung: Zur Veröffentlichung gab es bereits den ersten Patch, der es vom Umfang her dazu noch in sich hatte! Ganze 487 MByte mussten geladen werden, die Installation dauerte dann auch noch mal ein paar Minuten. Aber man denkt ja positiv: Lieber gleich am ersten Tag ein Update, als dass man zig Fehler und Ärgernisse über sich ergehen und dann noch ewig auf ein Update warten muss…

Nun gut, der Patch war durch, endlich ging’s los. Dann kam die erste Enttäuschung: Ein Multiplayer/Koop-LAN-Spiel ist nicht mehr möglich! Zwingende Voraussetzung für Multiplayer-Spiele ist bei Anno 2070 ein uplay-Account, sozusagen das Pendant zum PSN von Sony bzw. XBOX-Live von Microsoft. Gut den hatte ich schon, also kein Problem soweit… bis zu dem Punkt “Ihre Seriennummer wird dauerhaft mit Ihrem uplay-Account verknüpft!”. Ohne Bestätigung geht’s nicht weiter! Schön, was soll’s – ich hatte eh nicht vor, das Spiel wieder zu verkaufen/verschenken, trotzdem irgendwie nervig.

Amazon Käufer-Bewertungen...

So, geht’s nun endlich los? Anno 1404 habe ich äußerst gerne im Koop gespielt und entsprechend hatte ich mich auf die erste Koop-Runde gefreut. Jedoch zu früh – nach ca. 30min Spielzeit brach das Spiel mit der Meldung “asynchrone Daten” ab. Immerhin wurde der Spielstand automatisch gespeichert und nach kurzem Neuladen ging’s weiter. Allerdings auch nur 5min, dann wiederholte sich das Ganze. Und so ging es noch mehrere Male weiter, bis wir entnervt mit dem Hintergedanken”…vielleicht sind ja die Server überlastet…” aufgaben. Laut Foren-Berichten war es allerdings weniger ein Server-Problem, sondern eher ein bzw. mehrere Bugs bei den NPCs. Das war scheinbar tatsächlich so, denn die Asynchronität trat immer dann auf, wenn das Spiel eine Meldung eines NPC ausgeben sollte.

Leider hielt sich der Status ca. 1,5 Wochen – Multiplayer-Spiele waren so gut wie unmöglich. Dann kam der zweite Patch – ganze 538MB groß – und das nächste Problem: ca. 5min nach Spielstart plötzlich ein Absturz. Neustart, Spiel laden, nach ca. 10min… Absturz! Klasse, das Update hat’s komplett verbockt, nun geht gar nichts mehr – Frustlevel und Puls auf 210! Es dauerte noch einmal 2-3 Tage und brauchte ein weiteres Update, bis das Spiel endlich mal problemlos im Multiplayer lief.

Immerhin, das längst fällige Koop-Spiel konnte endlich ohne Einschränkungen stattfinden. Obwohl…

Offline-Modus? Ja, aber…

Wie schon erwähnt, gibt es in Anno 2070 kein reines LAN-Spiel mehr. Will man im Koop/Multiplayer spielen, braucht man zwingend eine Internet-Verbindung und ein uplay-Konto. Die guten alten LAN-Partys kann also getrost vergessen, wenn nicht gerade jeder PC, der an der Partie teilnehmen möchte Internet + uplay-Konto vorweisen kann. Hier kann man nur hoffen, dass Ubisoft über ein Update oder AddOn Abhilfe schafft – Fans der Anno-Serie fühlen sich jedenfalls kräftig vor’s Schienbein getreten, wie man verschiedensten Foren entnehmen kann. Berechtigterweise, finde ich!

Doch nicht genug damit – ganze Spielbestandteile stehen nicht zur Verfügung, wenn man mal nicht online ist. In Anno 2070 gibt es eine sogenannte Arche, in der man Sektor-weite (also für die gesamte Karte geltende) Items sockeln, sowie Waren zwischenlagern kann. Bei den Sektor-Items gibt es z. B. eines, das die Geschwindigkeit aller Schiffe um 10% steigert, oder eines, das den Energieverbrauch aller Produktionsbetriebe um 10% verringert. Also irgendwo eine recht coole Idee.

Aber: Die Archen-Funktionen stehen nur… online zur Verfügung! Wer auf einer längeren Zugfahrt auf dem Laptop spielen will, dem fehlen also schon einmal einige Funktionen im Spiel! Zu Hause grad kein Internet, weil der DSL-Zugang streikt? Tja, Pech gehabt!

Sound, Grafik, Gameplay?

Der Staudamm - bringt ganze 300 Energie!

Okay, genug gemeckert – es gibt ja auch eine Menge Positives über Anno 2070 zu sagen. So etwa, dass der Soundtrack wieder extrem gelungen ist und hervorragend in die Spielszenerie passt. Der Soundtrack ist in der Limited Edition (Amazon-Link) enthalten, einzeln kann man ihn derzeit leider noch nicht bekommen. Wer nicht die Limited Edition gekauft hat, sollte beim Soundtrack aber auf jeden Fall noch einmal zuschlagen!

Auch für die Augen gibt’s eine Menge – die Produktionsabläufe sind detailverliebt gestaltet, wie man es von Anno gewohnt ist, eine neue Unterwasserwelt bietet Gelegenheiten, schicke neue Screenshots zu erstellen. Dazu kommt natürlich die unterschiedliche Gestaltung der Gebäude. Die Tycoons setzen auf Industrie, entsprechend graben riesige Schaufelradbagger nach Kohle und Schweinezuchten schieben automatisiert die Tierchen in die Schlachtung – Schwein rein, Mettwurst raus… Die Ecos arbeiten ökologischer – Milchkühe leben da in Freilandhaltung, brauchen allerdings auch deutlich mehr Platz. Als dritte Partei gibt es dann noch S.A.A.T. – die “Scientific Academy for Advanced Technologies”. Diese stellen Baupläne zur Verfügung, damit sich Laboranten ansiedeln können.

Die Eco-Kühe brauchen viiieel Platz...

Wobei wir beim Gameplay wären. Je nachdem, mit welcher Gruppierung man das Spiel startet, hat man bei den Ecos eher mit Platzproblemen zu kämpfen, weil wie erwähnt manche Produktionen extrem viel Platz verbrauchen – die Tycoons nutzen im Gegensatz dazu die Flächen effektiver, denken allerdings erst ganz zum Schluss an die Umweltbelastung – nämlich dann, wenn die gesamte Insel schon unter einer grauen Smogdecke verschwindet und die Fruchtbarkeit der Felder wegen saurem Regen zurückgeht. Logisch, dass auch die Einwohner nicht gern mit Atemmaske herumlaufen wollen, sich beschweren und die Einnahmen sinken. Dieses Zusammenspiel aus Umweltbelastung, Zufriedenheit der Bevölkerung und Fruchtbarkeit der Insel ist glücklicherweise sehr fein abgestimmt – durchaus herausfordernd aber nicht nervig.

Die Warenketten sind nun einfacher aufzubauen, da direkt im Baumenü ersichtlich wird, welche Gebäude nötig sind, um ein bestimmtes Produkt herzustellen. Auch der Umfang der Waren scheint ein klein wenig knapper zu sein, wobei das auch ein falscher Eindruck sein mag. Der Handel mit dritten Parteien funktioniert noch wie in Anno 1404 – auch die Planung der Handelsrouten ist bis auf ein paar minimale Verbesserungen gleich geblieben. Leider, denn die Routenplanung hätte Ubisoft gerne übersichtlicher und funktioneller gestalten können.

Gesamteindruck

Letztlich ist Anno 2070 wieder ein Hit geworden – tolle Grafik, genialer Soundtrack, von Anfang an ein Koop-/Multiplayer-Modus – alles zusammen genommen, sind wieder viele Stunden Spielspaß garantiert.

Allerdings nur, wenn man das Gesamtpaket im Auge behält. Denn Tatsache ist, dass Ubisoft nicht nur den LAN-Modus komplett gestrichen hat, sondern einige durchaus nette Funktionen im Spiel (Arche) nur funktionieren, wenn eine Internetverbindung besteht. Das trübt den Spielspaß insgesamt durchaus stark, vor allem dann, wenn die Ubisoft-Server plötzlich mal nicht erreichbar oder überlastet sind. Da kann man nur hoffen, dass irgendwann ein Produktmanager, -Designer oder wer auch immer ein Einsehen hat, und über ein AddOn oder Update entsprechende Funktionen nachreicht. Immerhin hat’s bei den Zierelementen ja auch geklappt – die wurden über das Update 1.02 nun wieder eingebaut.

Die Hoffnung stirbt zuletzt…

Tipps zum Spiel

Einige Hilfen bzw. Tipps zum Einstieg – vor allem was die effiziente Bauweise von Farmen angeht – sind bereits hier zu finden:
http://www.thx-sound.com/anno2070/

DANKE!!! für so viel Mühe an den Ersteller! :) – habe das schon selbst umfangreich genutzt!

Auch sehr praktisch ist der Anno-Rechner, den der eine oder andere sicher schon in der Variante für Anno 1404 kennt – dieser ist in einer ersten Alpha-Version nun auch für Anno 2070 zu haben:
http://2070.anno1404-rechner.de/

Auch hier ein großes DANKE!!! an den Betreiber/Ersteller für die Mühe! :)

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Screenshot-Galerie

Meine BestOf Games 2010

Erstellt von am Samstag, 1 Januar, 2011

Irgendwie macht jeder Hans-Franz zum Jahreswechsel einen Rückblick. Zu Politik, Games, Blogthemen ganz allgemein oder was auch immer grad passt. Wieso also nicht auch ich… Bei mir soll’s um meine persönlichen BestOf der Games gehen, die ich 2010 “gezockt” habe. Man verzeihe mir den Nerd-Ausdruck… Einige der Spiele habe ich aus Zeitgründen bisher nicht mit einem eigenen Artikel geehrt. Aus “Zeitgründen” – weil ich die Zeit viel lieber damit verbracht habe, das jeweilige Game durchzusuchten. Klare Ansage!

Limbo

Den Anfang macht Limbo, ein Arcade-Titel auf der XBOX360 – den sicher auch der eine oder andere noch im Special-Offer zu Silvester abgegriffen hat. Ich würde es ein klassisches Jump’n'Run nennen, das passt noch am ehesten – und letztlich überhaupt nicht. Denn Limbo ist zwar durchaus ein Spielchen, in dem ihr einen kleinen Jungen auf der Suche nach seiner Schwester durch verschiedenste tückische Level schickt. Allerdings gibt es da ein paar Dinge, die Limbo zu etwas Besonderem machen.

Zum einen ist da die Grafik zu nennen – das Spiel kommt komplett in Schwarz/Weiß bzw. Grautönen daher. Dazu kommt der teilweise sehr beklemmende Sound. Und nicht zu vergessen der recht… tötliche Charakter der Spielwelt. Eindruck gefällig? Bitte sehr…

Limbo war für mich ein Überraschungshit. Nach ein paar Minuten “Einspielzeit” nimmt einen die Spielwelt gefangen und man mag nicht mehr aufhören. Wer’s nicht glaubt – laden, ausprobieren. Sagt nachher allerdings nicht, ich hätte euch nicht gewarnt ;)

Mass Effect 2

Ja da ist es wieder – DAS Spiel des Jahres 2010. Nun letztlich doch. Nachdem ich die Story einmal von vorne bis hinten durchgespielt hatte, war ich irgendwie enttäuscht – siehe mein Post vom Februar 2010. Haltet mich für gestört – ich habe Mass Effect 2 insgesamt vier mal durchgespielt. Was zeigt: Es ist dann doch nicht so schlecht, wie anfangs gedacht.

Enttäuscht war ich hauptsächlich wegen zwei Punkten: 1. der insgesamt recht kurzen Hauptstory und 2. der massiv abgespecken Rollenspiel-Elemente.

Zu Nr. 1, Hauptstory, kann ich auch nach vier mal durchspielen nichts anderes sagen. Ich hätte mir irgendwie gewünscht, dass ausser dem Rekrutieren der Gruppenmitglieder die große Story um die Kollektoren und Reaper weiter ausgebaut worden wäre. So bleibt Mass Effect 2 irgendwo nur ein Lückenfüller zwischen Teil 1 und 3, der übrigens laut Ankündigung im Herbst 2011 erscheinen soll.

Und Nr. 2, die abgespeckten Rollenspiel-Elemente, die waren dann insgesamt doch nicht so schlimm, wie anfangs der Eindruck war. EA hat wohl versucht einen besseren Mix zwischen Rollenspiel- und Shooter/Action-Anteil zu erreichen. Und dazu kann ich sagen: Test (fast) bestanden. Die Kämpfe in Mass Effect 2 spielen sich deutlich besser, flüssiger und taktischer als im ersten Teil. Der Rollenspiel-Anteil ist jedoch leider zu kurz gekommen. In einem vernünftigen RPG gibt’s ein Inventar und man kann seine Gruppenmitglieder gezielt ausrüsten. Das geht zwar ansatzweise auch in Mass Effect 2, aber eben nur sehr rudimentär. Schade, hier sollte EA wirklich nachbessern im dritten Teil der “Saga”.

Insgesamt jedoch kann ich nun meine Einschätzung von Februar revidieren – es ist dann DOCH mein Spiel des Jahres 2010 geworden – zwar knapp, aber letztlich verdient. Warum? Ganz einfach: Der Gesamteindruck macht’s! Die Story geht weiter, Shepard ist wieder da – diesmal verbündet mit Cerberus, einer von den meisten als terroristisch eingestuften Gruppe – und das Universum zieht einen erneut in seinen Bann. Ich warte gespannt auf die Fortsetzung!

Lara Croft: Guardian of Light

Da hätten wir noch einen überraschend guten Arcade-Titel! Aufgrund einer recht eindrucksvollen Demo fiel mir der Kauf des mit 1,2GB recht großen Lara-Abenteuers nicht schwer.

In “Guardian of Light” springt und ballert ihr diesmal nicht wirklich in 3D durch die Level. “Nicht wirklich”, weil man Lara diesmal aus der Draufsicht spielt und nicht aus der 3rd-Person-Perspektive. Das tut dem Spielspaß aber keinen Abbruch, im Gegenteil, es ist erfrischend kurzweilig. Das Schöne daran: Es gibt diesmal einen Koop-Modus, so dass man entweder zu zweit an einer Konsole oder eben wie üblich über XBOX-Live gemeinsam Fallen auslöst, Rätsel löst und alte Artefakte findet. Dabei ist der Koop-Modus echt genial gemacht. An einer Stelle beispielsweise, bei der sich Lara im Single-Player mit einem Kletterhaken an einem Metallring festhakt und über einen Abgrund schwingt, muss man im Koop-Modus Team-Work bringen, um den Abschnitt zu meistern.

Wie man im Trailer sehr schön sehen kann: Diejenigen unter euch, die nie genug vom Charakter-Aufleveln und Waffen sammeln bekommen können, werden ebenfalls voll auf Ihre Kosten kommen! :)  Klare Kauf-Empfehlung also für einen oder zwei Spieler und einen freien Abend, an dem sonst nichts weiter ansteht.

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Alsdann… Ich hoffe, ihr hattet alle ein tolles Jahr 2010, eine super Silvester-Party und seid ohne Böller-Unfall in’s neue Jahr gerutscht.

Halo Reach – super Schlachten, schwache Story

Erstellt von am Montag, 25 Oktober, 2010
Halo Reach - Jede Legende hat ihren Ursprung

Halo Reach - Jede Legende hat ihren Ursprung

Halo, ein Name bei dem eingefleischten XBOX-Fans das Blut in den Adern gefriert! Halo ist mittlerweile zur Legende geworden, kaum eine Spielreihe war so erfolgreich. Der bisher letzte Teil “Halo 3” für die XBOX 360 hat sich grafisch und spielerisch hervorgetan, ein exzellenter Koop-Modus sowie immer wieder spannende Multiplayer-Schlachten sorgten für die Langzeitmotivation.

Der zeitliche Nachfolger “Halo Reach”, welcher Mitte September 2010 erschien, versucht hier noch einmal etwas draufzusetzen. Das ist auch gelungen – mit Ausnahmen…

Contra

Halo Reach spielt vor den Ereignissen des allerersten Halo-Spiels, ist also ein Prequel und hat somit von vornherein ein festgelegtes Ende – große Überraschungen sind daher hier schon mal nicht zu erwarten. Bleibt also, die Story an sich so gut wie möglich zu erzählen. Jedoch, die Story enttäuscht – recht lieblos und monoton wird der Kampf um Reach abgespult. Im Unterschied zu Halo 3 und den anderen Teilen ist man als Spartan diesmal nicht allein – fünf Kameraden sind immer mit dabei. Das passt zwar durchaus zur Story aber raubt dem Spiel irgendwie ein wenig Coolness – nur einer von vielen hypermegasuper-Soldaten zu sein, ist eben nicht gerade was Besonderes.

Weiterer Minuspunkt ist die extrem schlechte deutsche Synchronisation! Man würde ja meinen, wenn schon die Story nicht sooo toll ist, dann wird sie wenigstens spektakulär in Szene gesetzt und mit ordentlichen Sprechern aufgewertet… tja, das war wohl nix. Bei Alan Wake war’s schon schlimm, aber die Synchro von Halo Reach schlägt dem Fass den Boden aus. Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen… aber was bitte hat man den Sprechern in’s Glas getan, dass die so eine unterirdische Qualität abliefern?!? Teilweise hören sich die Dialoge schon fast nach Trash-Talk an.

Man sollte meinen “Hey, Microsoft ist auf Halo total stolz, das ist denen ihr Vorzeige-Game-Flaggschiff für die XBOX, da werden die sich ordentlich in’s Zeug legen…!” Tja, falsch gedacht. Qualitätskontrolle – was ist das denn? Das Spiel ist doch fertig oder? Also raus damit, her mit der Kohle!

Wer sich das mal antun möchte, hier gibt’s ein Video des ersten Abschnitt’s im Spiel – die ersten paar Minuten sollten eigentlich schon als Eindruck genügen…

Pro

Glücklicherweise sind die beiden Minuspunkte auch die einzigen. Grafisch ist Halo Reach auf der Höhe der Zeit. Die Schauplätze sind sehr detailverliebt gestaltet, die Weitsicht ist enorm und vermittelt glaubhaft, auf einem riesigen Terrain in die Schlacht zu ziehen. Eine Einlage, die ich persönlich ganz nett fand, war ein Weltraum-Gefecht – schön nach alter Weltraum-Shooter-Manier mit dem Flieger durch die Gegend düsen und feindliche Raumschiffe schrotten. Yeah, das macht Laune!

Die Soundkulisse ist Halo-typisch ebenfalls wieder sehr gut gelungen. Die Spieldynamik, das Gameplay an sich, daran kann man definitiv nichts aussetzen. Wie auch schon in Halo 3 kann man Reach mit bis zu insgesamt 4 Leuten im Koop spielen. So macht die Kampagne auch am meisten Spaß: im 4-Spieler-Koop auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad, da fliegen die Fetzen.

Natürlich dürfen in einem Halo Spiel auch die Fahrzeuge nicht fehlen. So kann man wieder mit verschiedenen Geländewagen durch die Gegend flitzen, sich einen fetten Panzer krallen oder einen Banshee oder anderes Gefährt vom Gegner kapern.

Zum traditionellen Multiplayer-Part von Halo Reach muss man nicht viel sagen – außer vielleicht: grandios gemacht! Klar, es ist halt auch nur ein “Shooter”, aber gerade die verschiedenen Spielmodi haben es mir angetan – mir, dem Shooter-Abstinenzler. Naja, wie’s scheint, erwischt es halt jeden mal, wenn das Setting stimmt… Ob man nun Eroberung spielt – mal aus Sicht der Eroberer, mal aus der der Verteidiger oder einfach jeder gegen jeden versucht die höchste Abschussrate zu erlangen – Spaß macht’s jede Menge. Vor allem, da sich immer ausreichend Leute auf der Plattform tummeln, vergeht einem nie die Laune.

(erstauntes) Fazit

Zugegebenermaßen bin ich von Halo Reach überrascht. Klar habe ich auch schon Halo 3 gespielt, auch schon im Koop und auch teilweise im Multiplayer. Aber so viel Spaß wie bei Reach hatte ich da nicht. Muss ich mir etwa Sorgen machen, zum Shooter-Junkie avanciert zu sein?? Naja, wohl eher nicht. Aber Halo Reach ist ingesamt einfach ein sehr gutes Spiel – das bringt sogar mich dazu mal mein Pad-Aiming zu verbessern :)

Also: klare Empfehlung an alle Konsoleros!

Prinz of Persia – The Forgotten Sands

Erstellt von am Samstag, 26 Juni, 2010
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Prinz of Persia - The Forgotten Sands

Prinz, Sand, Dschinn und massig Mumien… oder so… – das war’s, ich bin raus.

Okay, ein wenig mehr lässt sich zu dem neuen Prinz of Persia – The Forgotten Sands schon schreiben ;) Achievement-Hunter können sich auf jeden Fall freuen, denn davon gibt’s ne Menge und die sind nicht sonderlich schwer zu bekommen.

Kenn ich das nicht…?

Irgendwie keimt beim Spielen von “The Forgotten Sands” der Gedanke auf: “Moment, das kenn ich doch irgendwoher – Kletterpartien, Rätsel lösen, Fallen ausweichen und nebenbei Gegner-Horden vernichten – und das noch alles mit toller Kulisse und passendem Sound… Aaaahhh, genau! Tomb Raider!” Aber irgendwas ist anders… “The Forgotten Sands” ist besser!

Wahrscheinlich liegt’s einfach daran, dass mal nicht Lara über den Bildschirm hüpft, sondern ein Prinz mit Krummsäbel, der das Königreich retten will (muss). Warum? Weil sein etwas leichtsinniger Bruder mal eben eine verwunschene Armee aus Sandkriegern frei rumlaufen lässt, in der Meinung, das wäre ‘ne gute Idee um einen gerade stattfindenden Krieg zu seinen Gunsten zu wenden. Dumm nur, dass diese Sandtypen für seine Interessen recht wenig übrig haben, sich gleich mal gegen ihn wenden und er sich dazu auch noch im Laufe des Spiels von deren “Big Boss” so nach und nach als Marionette missbrauchen lässt.

Gameplay, Optik, etc.

Prinz of Persia spielt sich einfach super. Von ein paar gelegentlichen Flüchen abgesehen, weil die Steuerung manchmal doch ein ganz klein wenig ungenau ist, sind die Bewegungsabläufe super gemacht. Der junge Prinz sprintet, hüpft, läuft an Wänden, als wäre es nichts. Und hat man erst einmal alle “Moves” drauf, dann gehen diese richtig flüssig ineinander über. Macht echt Laune!

Im Laufe des Spiels werden spezielle Kräfte freigeschaltet – Wasser, Feuer, Erde und Wind helfen dann mit, die fiesen Kreaturen wieder loszuwerden. Diese Kräfte kombiniert mit den entsprechenden Moves, später wird noch mal eben die Waffe auf eine etwas… nun… “besondere Art” verbessert – da hält den Prinzen nichts mehr. Wie das funktioniert? Nun ja, mit der Kraft des Wassers kann man z. B. Fontänen, die aus Wänden spritzen, schön vereisen und dann als Kletterhilfe nutzen. Die Kraft der Erde… braucht hier einer eine Steinrüstung? Den Rest überlasse ich eurer Phantasie.

Aus Wasser wird Eis wird... ne Kletterstange!

Das komplette Spiel wirkt optisch übrigens echt schick. Okay besondere Neuerungen braucht man nicht suchen (weil’s die nicht gibt), aber das trübt den Spielspaß keinesfalls. Warum auch immer das Rad neu erfinden?! Ubisoft hat einfach mal ein bewährtes Prinzip genommen und ein richtig gutes Spiel damit gemacht. Optisch gibt’s echt nichts zu meckern. Wie schon erwähnt gleicht es bekannten 3D-Jump-n-Runs – meiner Meinung nach ist aber der Spielfluss besser gemacht, eben weil die Bewegungen fließender ineinander übergehen.

Was eventuell ein wenig fade rüber kommt, ist der Schwierigkeitsgrad. Es gibt “einfach”, “normal” und … nicht’s weiter? Na sowas! Zugegeben, das Spiel ist auf Stufe normal an 2-3 Stellen auch mal etwas komplizierter zu meistern, in der Regel jedoch ist es fast zu einfach. Kurzer Blick auf’s FSK Siegel… Hmm ab 12 Jahren… Okay, mag sein, dass es für jüngere Zocker gemacht ist, aber haben die nicht auch Ansprüche?!? Egal, Spaß macht’s allemal und das ist ja nun mal die Hauptsache ;) Ausserdem gibt’s dann schon den einen oder anderen Bosskampf.

Ups... Wer ist das denn?!

Zusatzinhalte

Prinz of Persia bietet übrigens auch wieder uplay – das Spielenetzwerk von Ubisoft. Das Nette daran: hat man sich einmal registriert und dazu noch das Spiel durch, bekommt man Punkte, die man “ausgeben” kann, um etwa einen sogenannten Challenge-Modus dazu zu kaufen. Der macht zwar nicht so viel her, aber einem geschenkten Gaul… genau!

Empfehlung? Joar…

Da es Achievements “hagelt”, man durch das bewährte Spielprinzip schnell “reinfindet” und auch irgendwie sonst alles passt, behaupte ich mal, dass das Ubisoft-Machwerk für so ziemlich jeden was ist. Der Schwierigkeitsgrad überfordert niemanden, entsprechend gering ist der Frustfaktor, proportional dazu hoch der Spielspaß.

Also dann, ich muss mal wieder… ein Königreich rettet sich nicht von allein! Verflixte Sandarmee…

Angegruselt: Alan Wake

Erstellt von am Montag, 31 Mai, 2010
Alan Wake - Gruseln 2010

Alan Wake - Gruseln 2010

Seit 14.05.2010 ist Alan Wake nun auf dem Markt. Mehr als genug Zeit, um den Grusel-Konsolero durchzuspielen. Okay, zugegeben – mich hat’s so sehr an die Konsole gefesselt, dass ich das Spiel in einem Rutsch durchgezogen habe… Gesamtspielzeit: 10.5 Stunden. Soviel dazu! ;)

Aus diesem Statement lässt sich immerhin schon einmal ablesen: Alan Wake ist spannend! Natürlich ist das längst nicht alles.

Urlaub, frische Luft, Entspannung? Von wegen!

Alan Wake ist ein Schriftsteller, der mal recht erfolgreich war. “War” wohlgemerkt, in letzter Zeit läuft’s nämlich nicht mehr so besonders und ein ordentlicher Urlaub an einem beschaulichen Plätzchen namens “Bright Falls” soll den müden Typen wieder auf Vordermann bringen. Dumm nur, dass hier jeder Alan als genialen Schriftsteller kennt. Das war’s dann wohl mit Ruhe und Entspannung. Dazu kommt, dass hier eine ganz besondere sagen wir mal “Macht” wirkt. Und irgendwie steckt Alan somit von Anfang an im Schlamassel. Denn gleich zu Beginn kommt ihm auch noch seine bessere Häfte Alice abhanden.

Zur Story sei nur soviel verraten: Ihr trefft ein Haufen schräge Gestalten und werdet viel Spaß mit ihnen haben…

Grafik & Sound

Grafisch muss ich gleich vorwegnehmen ist das Spiel nicht auf der Höhe der Zeit. Aktuelle Spiele holen derzeit deutlich mehr aus der Technik der XBOX360. Trotzdem ist Alan Wake ein Hingucker. Remedy hat es sehr gut hinbekommen, die düstere Stimmung des Spiels grafisch in Szene zu setzen. Licht und Schatten – was im Spiel eine sehr große, nein die Hauptrolle spielt – sind super aufeinander abgestimmt und hinterlassen einen guten Eindruck.

Warum dann “grafisch nicht auf der Höhe der Zeit”? Nun, mal von den Licht-/Schatteneffekten abgesehen merkt man dem Spiel die lange Entwicklungsphase echt an. Die Gesichter sehen aus, wie der quasi Standard vor 2-3 Jahren, auf Autos und andere Spielelemente  trifft das genauso zu. Die Mimik ist nicht wirklich toll, zumal nicht Lippensynchron – nicht mal mit englischer Original-Sprachausgabe. Das alles tut dem Spielspaß aufgrund der insgesamt guten Atmosphäre glücklicherweise aber keinen Abbruch.

Dazu kommt, dass der Sound sehr stimmig ist. Gerade wenn Gegner auftauchen lief es mir öfter mal kalt den Rücken runter – der Sound passt einfach zu gut und erzeugt echte Gruselstimmung. Und der Soundtrack erst – da sind schon ein paar echte Perlen dabei! “Poe” mit “Haunted” z. B.,  “Among the Oak & Ash” mit “Shady Groove” oder auch “Barry Adamson” mit “The beaten Side of Town”.

Sprachausgabe

Ja, wenn man das denn so nennen will… Ich weiß nicht, was man den deutschen Synchronsprechern vorher in’s Glas getan hat, aber irgendwas muss es gewesen sein! Anders kann ich mir nicht erklären, dass diese so wenig in ihre Rolle eintauchen. Wer auch nur ansatzweise Englisch versteht, sollte meiner Meinung nach vor dem Start des Spiels die Konsole auf Englisch umstellen! Testet’s aus – ich finde der Unterschied ist gravierend. Schade, dass Remedy es hier nicht geschafft hat über den langen Entwicklungszeitraum hinweg wenigstens ordentliche Synchronsprecher zu engagieren.

Andere Spiele machen das deutlich besser vor: “Mass Effect 2” z. B. setzt hier Maßstäbe, von denen man nicht so schnell wieder wegkommt, wenn man erst einmal bemerkt hat, wie professionell die Sprecher sind.

Im englischen Originalton zumindest ist das ganze schon deutlich stimmiger, auch wenn die Gesichter in den Videosequenzen wie erwähnt selbst dann nicht Lippensynchron animiert sind. Aber egal, darum geht’s ja auch im Spiel nicht.

Gameplay

Das gesamte “Feeling” im Spiel ist ein wenig anders als “die Regel”. Immer wieder gibt es Sprünge im zeitlichen Ablauf, was die Story ein wenig zerreißt – so zumindest mein Gefühl dabei. Mal was anderes ist z. B. aber auch, dass die einzelnen Episoden im Spiel unterteilt sind durch Rückblenden. Hat man einen Abschnitt geschafft, gibt’s einen Cliffhanger “Previously on Alan Wake…”, der noch einmal kurz zusammenfasst, was im vorherigen Abschnitt geschehen ist. Das ist ganz praktisch, um den Spielverlauf wieder im Sinn zu haben, wenn man nach einer längeren Pause den nächsten Abschnitt spielt. Netterweise kann man diese Videosequenzen auch überspringen – für alle die, die wie ich das Spiel einfach mal eben durch-”suchten” wollen ;) Schließlich sollte man noch wissen, was man in der letzten Stunde so hinter sich gebracht hat…

Was dem Spiel seine Besonderheit gibt, ist das Zusammenspiel aus Licht und Dunkel. Einfach Regel: Licht bekämpft Dunkelheit! Und das ist durchaus wörtlich zu verstehen, was dem Gruseler eine ganz eigene Spielmechanik verpasst. In anderen Games rüstet man seine Waffe auf – Alan Wake braucht einfach nur eine größere Taschenlampe, so einfach ist das. Richtig Spaß macht es dann, wenn man in ein Auto steigt und das Fernlicht einschaltet :)

Ein paar witzige Szenen sind übrigens auch dabei. Ob es nun Alan’s Freund Barry ist, der ihn aufzieht oder eine Szene in der man auf einer Farm eine Bühnenshow nutzt, um den “Monstern” einzuheizen – zum Schmunzeln ist es allemal.

Da Alan Schriftsteller ist, passt es ganz gut, dass überall im Spiel Manuskript-Seiten verstreut liegen. Diese haben es aber in sich, wie Alan im Laufe der Handlung merkt. Also immer fleißig Seiten sammeln – das gibt den Episoden mehr Tiefe und Hintergrund. Es gibt da auch immer mal wieder eine Thermoskanne mit Kaffe, die man einsammeln kann… Wofür, das ist die Frage – einen Bezug im Spiel gibt es nicht wirklich. Und Alan sieht trotz Kaffee in den Zwischensequenzen immer gleich aus: verschlafen, wie auf Drogen. Naja, bei so viel Grusel- und Horrorgeschichten, die er durchmacht, werd ich ihm das nachsehen…

Einen ganz guten Spiel-Eindruck vermittelt dieses Video – hier wird auch noch was zur Steuerung gesagt.

Alan Wake - Review in Deutsch

Übrigens hier das ganze noch in Englisch zum Vergleich der extrem schlechten deutschen Sprachausgabe…

Alan Wake Gameplay HD in Englisch

Gesamteindruck

Offen gestanden ist es mir lange nicht so schwer gefallen, mich bei einem Spiel auf eine Wertung festzulegen… Einerseits ist Alan Wake spannend, gruselig, stimmig, halt einfach irgendwie klasse. Andererseits… ist es aber auch nichts wirklich Besonderes. Dazu kommt die dann doch eher in Richtung “mittelmäßig” tendierende Grafik, die Story reißt einen nun auch nicht sooo extrem vom Hocker und die deutsche Sprachausgabe vermießt einem das Spiel dann noch komplett.

Die Lorbeeren, die verschiedenste Spielemagazine oder auch Webseiten dem Spiel gegeben haben, sind mir nicht so ganz klar. Ja sicher macht das Spiel Spaß. Ja, es kommt Gruselstimmung auf, ja, ja, ja… Aber bei einem Spiel, was so sehr vorab gehypt wurde – irgendwie hatte ich halt mehr erwartet.

Vermutlich hätte ich mehr Spaß am Spiel gehabt, wenn ich die sämtlichen Vorabberichte und Hype-Texte nicht gelesen hätte. Wieder mal selber schuld! Memo an mich selbst: xboxfront.de-Verbot auf die nächsten 2 Jahre ausweiten!