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Getestet: MediaServer der Fritz!Box 7270

Erstellt von mici81de am Dienstag, 13 Oktober, 2009
FRITZ!Box Fon WLAN 7270

FRITZ!Box Fon WLAN 7270

Seit etwas mehr als vier Monaten…

werkelt die Fritz!Box nun schon vor sich hin. In der Zwischenzeit hatte ich jetzt die Gelegenheit, den in der aktuellen Firmware 54.04.76 integrierten UPnP-MediaServer zu testen.

Die Beschreibung von Hersteller AVM verspricht einen “vollwertigen” MediaServer – leider entpuppt sich das im Live-Test als etwas zu “vollmundige” Versprechung…

Bilder, Videos, MP3

Als Testobjekt dient die Fritz!Box 7270 und eine externe USB-2.0-Festplatte von Western Digital (WDE1UBK10000E) mit 1.000 GB Kapazität. Auf der Platte liegen ca. 20 Video-Dateien im AVI- sowie WMV-Format, ca. 10 GB MP3-Dateien und an die 150 Bilder im Format JPG. Die Platte ist noch im Auslieferungszustand, also komplett in FAT32 formatiert.

1. Schritt – Geräteverbindung

Einmal an die Fritz!Box angeschlossen wird die Festplatte erkannt, das sieht man auch recht schnell im Konfig-Menü. Nun dauert es eine Weile, je nachdem wie viele Dateien (MP3, Video, Bilder) auf der Platte lagern. Denn der MediaServer in der Box fängt sofort an, die vorhandenen Daten zu indexieren. Bei mir hat es im Test mehrere Stunden gedauert, bis die Box damit fertig war – 10 GB MP3 zu durchwühlen ist wohl nicht so einfach, wie man denkt…

2. Schritt – Test

Da ich eine XBOX mein eigen nenne, war der einfachste Weg, die Funktion des Fritz!MediaServers zu testen, diesen über die XBOX anzusprechen. Im Dashboard der XBOX wurde der MediaServer als Datenquelle auch sofort angezeigt, ein erster Blick zeigt, dass auch alle Medientypen (MP3, Bilder, Videos) tatsächlich verfügbar sind.

Beim genaueren Hinsehen fand ich die Leistung der Fritz!Box dann allerdings nicht so besonders – gerade bei den indexierten MP3 wurden Einträge entweder doppelt gelistet oder tauchten gar nicht auf. Auch die bereitgestellten Informationen scheinen nicht ganz korrekt zu sein – bei Auswahl der Option “Spiele alle Titel eines Interpreten” wurden leider nicht alle Titel übernommen.

Bei Videos sah es schon deutlich besser aus. Diese wurden alle korrekt indexiert und auch im Dashboard der XBOX aufgelistet. Höchstwahrscheinlich lag’s einfach daran, dass bei den Videos nicht so viele ID-Informationen ausgewertet und verarbeitet werden mussten, so dass die Handhabung der Dateien einfacher möglich ist.

Wie bei den Videos klappte auch bei den Bildern alles wunderbar. Über die XBOX konnte ich problemlos eine Diashow der über die Fritz!Box bereitgestellten Bilder abspielen lassen.

Fazit

Insgesamt gesehen ist die Einrichtung der Fritz!Box als MediaServer im Heimnetzwerk sehr einfach gelöst: einfach den USB-Stick oder die externe Platte anklemmen, das war’s – nach etwas mehr oder weniger Geduld kann man mit dem Ergebnis arbeiten.

Was die Indexierung der MP3-Dateien betrifft – da muss AVM noch nachbessern. Bei größeren MP3-Sammlungen versagt die Funktion auf ganzer Linie – eine Funktion, die Ihre Aufgabe nur zu 50% erfüllt, ist für mich nunmal nicht nutzbar.

Videos sollte man nur in niedrigen Auflösungen bzw. Bitraten (also SD-Format) versuchen zu streamen – sonst ruckelt das Bild extrem stark. Videos in z. B. 720p oder gar 1080p zu streamen ist schlicht unmöglich. Dazu reichen die ca. 11 MByte/s über das 100 MBit-LAN mit der die Fritz!Box arbeitet nicht aus. Hier wäre evtl. die neu vorgestellte AVM FRITZ!Box Fon WLAN 7390 besser geeignet, da diese GigaBit-LAN bieten wird.

Alles zusammen genommen also durchaus brauchbar – aber noch verbesserungsbedürftig. Note: 2 Minus

Getestet: AVM Fritz!Box Fon WLAN 7270

Erstellt von mici81de am Sonntag, 28 Juni, 2009
AVM Fritz!Box Fon WLAN 7270

AVM Fritz!Box Fon WLAN 7270

Lange Zeit schon…

habe ich mit der “Überbox” geliebäugelt, nun steht sie endlich – knallig rot, mit grünen Lämpchen – krönend in der Technik-Ecke.

Da ich schon öfter mit anderen AVM-Fritz!Box Modellen gearbeitet habe, ist die Einrichtung schnell erledigt…

  • Box und alle Kabel ausgepackt
  • alten Router, DSL-Modem und ISDN-Anlage im Schrank verstaut
  • Telefon und FAX an der Fritz!Box angeschlossen
  • Netzwerk-Switch per Kabel an LAN 1 und Netzwerkdrucker an LAN 2 angeschlossen
  • Strom und DSL verbunden

Und ab geht’s…

…kaum liegt Strom an, fängt die Fritz!Box lustig an zu blinken, Power-LED springt auf Dauerleuchten. Schön, DSL ist also da. Kurz am Rechner den Browser aufgerufen, präsentiert sich dann auch direkt der Einrichtungsassistent der Box. Hier gebe ich eben noch die Zugangsdaten für DSL ein, teile den Anschlüssen FON 1 + 2 Telefon und FAX sowie die Rufnummern zu – und das war’s für’s Erste – ich bin online!

W-LAN brauche ich nicht, daher schalte ich das gleich mal ab – ohne mich durch Menüs klicken zu müssen, hierfür gibt’s an der Fritz!Box einfach einen Taster – schon ist die Funke aus.

Kurzes Fazit:

3 alte Geräte durch ein neues ersetzt – weniger Kabelsalat und deutlich weniger Stromverbrauch. Die Einrichtung ist nach 5-10 Minuten auch erledigt. Soweit ein Super-Start.

Die “Profi”-Einstellungen:

Muss nicht unbedingt sein, hat sich aber bewährt: als nächstes steht ein Firmware-Update an. Das macht die Box automatisch, nach dem Neustart läuft auch alles wie bereits konfiguriert weiter.

Da ich einen eigenen IP-Bereich nutze, stelle ich die Box erst einmal darauf um. Dann folgen spezielle Portfreigaben für XBOX 360, den HomeServer und noch einen zweiten Rechner. Damit ich trotzdem am Laptop noch in angenehmer Geschwindigkeit surfen kann, lege ich über die Priorisierung fest, dass die IP meines Laptops vorrangig Bandbreite zugeteilt bekommt.

DynDNS (eingerichtet für eine Subdomain bei STRATO) funktioniert ebenfalls über die Box – Daten eingegeben – klappt sofort, die Verbindung steht.

Der Speed-Test:

Nun wird’s spannend – über meinen alten Router (Linksys WAG200G) gab es immer wieder Probleme mit DSL-Abbrüchen, außerdem waren die Downloads teilweise sehr langsam und der Aufbau von Webseiten auch nicht gerade berauschend. Ganz schlimm wurde es, wenn W-LAN doch mal aktiv geschaltet war – in diesem Fall hatte das Gerät scheinbar eine dermaßen hohe Eigendämpfung, dass ständig die DSL-Verbindung abbrach.

Ganz anders nun bei der Fritz!Box: hier ist die Verbindung extrem stabil – im ganzen letzten Monat gab es nur einen einzigen Abbruch. Auch die maximale Bandbreite hat sich um etwa 100 kByte/s verbessert (vorher ~1500 kByte/s, jetzt 1600-1700 kByte/s).

Die Extras:

Davon gibt es eine Menge, welche ich derzeit nicht nutze, aber der Vollständigkeit halber seien hier einige genannt:

  • DECT-Unterstützung für 5 Handgeräte
  • WLAN-N
  • USB-Anschluss für USB-Drucker, externe Festplatten oder USB-UMTS-Sticks
  • Streaming-Client für die auf dem externen USB-Datenträger vorhandenen Medien
  • Freigabe im Heimnetz oder FTP-Freigabe für externe USB-Datenträger
  • Anrufbeantworter und FAX-Funktionen
  • und noch viele andere mehr…

Probleme?

Ja, die gibt’s leider auch. Nicht mit dem Gerät selbst, aber mit den Zusatz-Tools. Gerne hätte ich ein Programm genutzt, welches laut Beschreibung ermöglicht, über Outlook einfach einen Kontakt aufzurufen und per TAPI einen Anruf über die Fritz!Box auszulösen. In der anderen Richtung, dass ankommende Anrufe mit den Outlook-Kontakten abgeglichen werden und der Anrufer direkt am PC signalisiert wird, hat leider auch nicht funktioniert. Aber okay, schön wenn’s funktioniert hätte – zwingend erforderlich ist es jedoch bei mir nicht – daher kann ich auch darauf verzichten.

Insgesamt gesehen…

bietet die Fritz!Box 7270 alle Leistungen, die man sich von einer modernen Telefonanlage erwartet und arbeitet dabei auch äußerst effizient als Netzwerkrouter. Massenweise Zusatzleistungen können genutzt werden und die Box ersetzt mal eben in meinem Fall 3 Geräte, was die Stromrechnung auf’s Jahr gesehen sicher erträglicher macht. Meine Empfehlung: kaufen! ;o)

http://www.avm.de/de/Produkte/FRITZBox/FRITZ_Box_Fon_WLAN_7270/index.php