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Adobe Masters Tour Berlin 2009 – hochgelobte Zeitverschwendung…

Erstellt von am Donnerstag, 24 September, 2009
Adobe Masters Tour 2009

Adobe Masters Tour 2009

Von einem Freund bekam ich die Einladung zur Adobe Masters Tour 2009, die in Berlin am 23.09.2009 stattfinden sollte – Veranstaltungsort: Potsdamer Platz im Cinemaxx-Kino.

Ich dachte mir “Warum nicht?!” und füllte eben kurz das entsprechende Registrierungsformular aus. Nicht lange danach kam die Bestätigungsmail und ich freute mich schon auf das Event – denn schließlich sollten die sogenannten “Evangelists” dabei sein, die Crème de la Crème was Photoshop, InDesign und Co. betrifft sozusagen. Und die wollten aus dem Nähkästchen plaudern! Also nix wie hin!

Einlass und Registrierung ab 11 Uhr – Beginn der Veranstaltung um 12 Uhr – so der Plan. Das fing auch schon mal gut an – bis dann alle (ca. 250-350 Teilnehmer, grob geschätzt) im Saal saßen und der Mann am Mikro mitteilte: Sorry, es gibt noch ein wenig Probleme…

1. Der Beamer war defekt, mithin gab’s auf der Leinwand nix zu sehen. Da musste erst mal ein neuer Beamer her, bei dem es “leichte” Probleme mit der Konfiguration gab…

2. Der Video-Umschalter war abgeraucht, der schnell herbeigeschaffte Ersatz-Umschalter wollte nur widerwillig die Bildschirminhalte der Evangelists-MacBooks anzeigen.

3. Der Ton spielte anfangs ein wenig verrückt – Knacken, Aussetzer!

Der Mic-Mann versuchte die Stimmung zu retten, indem er tröstete, dass uns – den Teilnehmern – dadurch die Marketing-Präsentation “entginge”. Irgendwie war ich da tatsächlich froh drüber…

Mit 40 Minuten Verspätung

ging’s dann endlich los – das “Evangelium” konnte verkündet werden! Die “Evangelists”: Jason Levine, Rufus Deuchler und Greg Rewis melden sich zu Wort. Und ich merke schnell – meine Erwartungen waren VIEL zu hoch! Man sollte sich halt nicht auf irgendwelche hochtrabenden Ankündigungen verlassen, sondern vorab mal in Foren suchen, wie die Meinungen von anderen Teilnehmern sind, die bereits die Veranstaltung besucht haben. Denn der Veranstalter, die Firma CANCOM, verspricht:

“Die drei international anerkannten Adobe Evangelisten Rufus Deuchler, Greg Rewis und Jason Levine analysieren den Workflow für die Erstellung und Veröffentlichung von cross-medialen Inhalten anhand von Beispielen aus der Praxis und demonstrieren Ihnen auf anschauliche Weise das Zusammenspiel der Adobe Produkte innerhalb der Master Collection.”

Ich möchte nicht in Frage stellen, dass die Jungs Ahnung haben – sympatisch sind sie irgendwie auch. Aber “auf anschauliche Weise das Zusammenspiel der Adobe Produkte innerhalb der Master Collection” haben Sie meines Erachtens nach nicht sonderlich gut demonstriert…

Greg

Er war immer wieder sehr bemüht klarzumachen, dass er “sich nicht auskennt” und hat sich gefreut, dass es “Auto”-Buttons in der Adobe-Software gibt, die (fast) alles für ihn erledigen. Und irgendwie kam mir das vor wie “Greg’s Adobe Kinderprogramm” – denn immer wieder kamen von ihm Aussagen wie “Ist das nicht cool? Ist das nicht richtig COOL!!???!” Anfangs kam noch eine Reaktion zurück, “Ja Greg, fein gemacht – das ist cool…” – zum Schluss des Events hin musste er dann allerdings die Frage schon selbst beantworten…

Jason

Hut ab, der Mensch kann reden. Seine Ausführungen waren komplett auf Englisch. Was ich toll fand, denn so konnte ich mal wieder mein Englisch-Verständniss verbessern – und Jason habe ich super verstehen können. Seine Ausführungen waren humorvoll und ich konnte deutlich besser folgen, als bei “Greg’s Kinderprogramm”. Er hat einiges gezeigt, was ich spannend fand, so z. B. die Möglichkeit, mit graphischen Hilfsmitteln Audiodaten zu bearbeiten. Ich muss dazu sagen, dass ich mich mit Adobe Produkten bisher nur sehr oberflächlich beschäftigt habe – Kenner haben mir nach der Veranstaltung mitgeteilt, dass das, was für mich “Innovationen” waren, tatsächlich schon deutlich vor der “CS 4″ von Adobes Software möglich war. Nun ja…

Rufus

…war meines Erachtens nach noch derjenige, der den meisten Inhalt “rüberbrachte”. Und hat damit die ganze Sache für mich irgendwo relativ gerettet.

Alles in allem war’s vom Gefühl her für mich halt eine Werbeveranstaltung für Adobes Produktreihe. Keinesfalls jedoch eine “anschauliche Demonstration des Zusammenspiels der Adobe Produkte innerhalb der Master Collection”. Immerhin war die Teilnahme kostenlos – von daher war der Frustfaktor nicht ganz so hoch. Zeitvergeudung war es dann irgendwie trotzdem. Denn hätte ich die entsprechende Zeit (ca. 6 Stunden) damit zugebracht, mir eine Video2Brain-Schulung anzuschauen – ich hätte deutlich mehr davon gehabt. Das nächste Mal bin ich schlauer!

Ein trauriges Bild gab auch der Veranstalter CANCOM für mich ab. Wie kann es sein, dass 1. der gestellte Beamer abraucht, 2. der schnell herbeigeschaffte Beamer nur mit Mühe konfiguriert werden konnte, 3. der Video-Umschalter versagt, 4. der Ton qualitativ zu wünschen übrig lässt und somit insgesamt kein besonders professioneller Eindruck entsteht? Wird so etwas nicht vorher getestet? Leute, Leute, da müsst ihr noch dran arbeiten!

Jedoch wer will: Das oben angeführte Bild ist mit der Shop-Seite von CANCOM verlinkt – nächstes Jahr gibt’s bestimmt wieder eine Adobe Masters Tour…

Google Chrome 3 – wozu?

Erstellt von am Freitag, 18 September, 2009
Google Chrome 3

Google Chrome 3

Na endlich, der neue Chrome ist da!

Aber moment – wer braucht den eigentlich? Bringt er Innovationen? Ist er schneller als andere Browser? Kann er meine Kaffeemaschine steuern? Leider nein – ist die Antwort auf alle drei Fragen…

Zugegeben, Bewegung im Browsermarkt ist etwas, worauf die Welt schon lange gewartet hat. Windows-User freuen sich, dass nun bald alles besser wird und Microsoft von sich aus anbietet, andere Browser wie Firefox, Opera usw. zu installieren.

Fein, dann wird es künftig dank des neuen Firefox 3.5.3 bzw. 3.0.14 Updates weniger PCs geben, die eine unsichere Flash-Version nutzen, denn seit dem Update moniert Firefox alte Plugins und verweist auf die Update-Seite von Adobe. Nette Idee – bitte mehr davon!

Wer Opera für sich auserwählt, der flitzt seit der Version 10 durch’s Netz wie nie zuvor und freut sich über eine neue sehr schicke Tableiste sowie eine noch flexiblere Schnellwahl.

Dann wäre da noch der “Fremdgänger” Safari, der sich meiner Erfahrung nach auf einem Windows-System so fühlt, wie Adam und Eva nach der Verbannung aus dem Paradies. Ob das jetzt speziell an meiner Systemkonfiguration liegt oder ein allgemeines Problem ist, kann ich leider nicht sagen. Zumindest braucht der Safari bei mir eine “Warmlaufphase” von ca. 30-60 Sekunden. Hat er die hinter sich, lässt sich allerdings auch mit diesem Browser angenehm schnell arbeiten.

Doch was bietet Chrome 3?

Okay, er startet schnell. Der Seitenaufbau ist auch recht schnell – lässt aber z. B. bei Seiten mit vielen Flash-Animationen / Videos noch zu wünschen übrig. Das Laden einer Übersichtsseite von Youtube mit der Vorschau von 20-25 Videos dauert schonmal spürbar länger, als bspw. mit Firefox, ist allerdings ungefähr gleich schnell, wie der Opera 10. Um einen neuen Tab zu öffnen, muss in Chrome der “plus”-Button angeklickt werden, der aus ALLEN anderen Browsern bekannte Doppelklick auf die Tableiste bewirkt leider nicht das, was man erwartet. Ein Minuspunkt bei der Usability!

Der sogenannte “Inknognito”-Modus, auch aus dem Internet Explorer als “InPrivate”-Browsing bekannt, ist ganz nett, wer’s braucht, wird sich über die Funktion freuen. Dabei werden beim Surfen keine Cookies gespeichert, auch der Verlauf wird nicht mitgeschrieben. Neu ist die Funktion nicht – die hatte auch schon die vorherige Version des Browsers.

Bei den auf einem neuen Tab eingeblendeten “Schnellklick”-Seiten geht Chrome einen etwas seltsamen Weg: hier werden die kürzlich geschlossenen Tabs, bzw. am meisten besuchten Webseiten angezeigt. Eine Möglichkeit, sich eine Schnellstartseite wie in Opera oder Safari zusammenstellen, gibt’s leider nicht. Schade!

Seit Version 3 kann der Chrome mit verschiedenen Designs aufgehübscht werden – wer’s mag… Gibt’s in anderen Browsern auch schon, sinnvoll ist es nicht wirklich.

Mein Kurztest-Fazit zu Google’s Chrome:

Es ist von der Aufmachung her in der Grundkonfiguration sicher der schlankste Browser, nur ein sehr geringer Prozentsatz des Bildschirms wird für die Elemente des Browsers verwendet, der meiste Platz steht der jeweiligen Webseite zur Verfügung. Wenn man möchte kann man allerdings auch andere Browser entsprechend konfigurieren. Ein richtiges “Killerargument”, warum man den Google Browser nutzen sollte, konnte ich nicht entdecken. Andere Browser leisten da durchaus mehr, vor allem auch, was verfügbare Erweiterungen angeht.

Wer sich selbst eine Meinung bilden möchte , kann hier die neueste Version des Browsers herunterladen: http://www.google.com/chrome