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XBOX 360 Preis-Krampf – So wird das nix mit Games on Demand…

Erstellt von am Dienstag, 18 August, 2009
XBOX Live - Games, Videos und vieles mehr

XBOX Live - Games, Videos und vieles mehr

Feine Sache:

Am 11.08.2009 erschien das Sommerupdate für die XBOX 360, Microsofts geliebte Spielekonsole. Seitdem kann man nicht nur alte “XBOX Original” Spiele über den Live-Marktplatz kaufen, sondern auch XBOX 360 Titel. So weit, so gut.

Was stört,

ist der Preis – hier verlangt Microsoft z. B. für “Assassin’s Creed” 2400 MS-Points – das entspricht in etwa 28 EUR. Battlefield – Bad Company: 2400 MS-Points, Mass Effect: 2400 MS-Points, … Und so geht’s munter weiter. Mit diesen Preisen wird Microsoft sich allerdings keine Freunde in der Community machen. Denn die zum Download stehenden Spiele gibt es bereits als Classic-Versionen im Handel – und das sogar zu (teils deutlich) geringeren Preisen. Zieht man in Betracht, dass bei “Games on Demand” ja nur ein Download statt findet, also kein Datenträger, keine Hülle, kein Handbuch und kein Versand anfällt… Da ist der Preis echt nicht im Geringsten nachvollziehbar!

Ein Preisvergleich für Assassin’s Creed:

Die nachfolgenden Preise sind jeweils für Neu-Produkte angegeben (stand 18.08.2009)

Games on Demand-Preis: 2400 MS-Points (ca. 27,91 EUR)
konsolenkost.de: 14,99 EUR + 3,99 EUR Versand = 18,98 EUR
gemando.at (Classic-Version): 19,99 EUR + 5,99 EUR Versand = 25,98 EUR
Spielegrotte.de (Classic-Version): 28,99 EUR + 2,50 EUR Versand = 31,49 EUR

.

Es ist schon seltsam, dass Microsoft hier versucht, die Fans der XBOX 360 derartig zu schröpfen. Ein normaler Onlineshop verlangt für ein vollständiges Produkt (DVD, Hülle, Handbuch) gerade mal etwas mehr als die Hälfte dessen, was Microsoft für einen reinen Download-Kauf haben will. Da ist auch der Vorteil des “on Demand” kein Argument.

Sorry Microsoft,

aber hier muss auf jeden Fall nachgebessert werden! Es entstehen deutlich weniger Kosten für den Vertrieb der Spiele, wenn sie on Demand verteilt werden – diese Einsparung sollte man dann auch an die User weitergeben und die Spiele günstiger anbieten. Denn wenn ich als Gamer schon auf einen “handfesten” Artikel verzichte, den ich – böser Gedanke! – evtl. auch mal verkaufen oder – Gott bewahre – weiter verschenken möchte, dann erwarte ich, dass diese Nachteile wenigstens durch einen angemessenen Preis für das Spiel ausgeglichen werden. Leider scheint sich Microsoft hier eher an Diensten wie Steam zu orientieren.

Bleibt zu hoffen, dass auch noch viele andere so denken und der Preisgestaltung von Microsoft hier eine ordentliche Abfuhr erteilen – sprich: lieber die Spiele im Laden oder günstig in Onlineshops kaufen. Da muss man zwar evtl. 1-2 Tage auf das Spiel warten – dafür ist es billiger und man hat einen realen Artikel in der Hand.

Ich für meinen Teil werde einen großen Bogen um Games on Demand machen – zumindest solange, bis Microsoft die rosa Brille absetzt und angemessene Preise vorgibt.