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Plesk 9.5.1 Lizenz-Problem & Test der Google Integration

Erstellt von am Mittwoch, 28 April, 2010
plesk_9.5.1_und_plesk

Plesk 9.5.1 und Google werden Freunde (?)

Vor mittlerweile knapp 2 Wochen gab’s für das beliebte Server-Verwaltungstool “Plesk” das Update auf die neue Version 9.5.1. Mit Neuerungen hat Parallels dabei nicht gerade geglänzt – siehe auch mein voriger Artikel Plesk 9.5 – jetzt mit Google Integration. Das einzige wirklich nennenswerte neue Feature wäre die Integration von Google. Nachfolgend die “Odyssee” zu diesem Thema…

Fehlender Lizenzkey

Nicht jeder hatte das Glück, dass sein Server-Anbieter zeitgleich mit dem von Parallels bereitgestellten Update auch den dafür notwendigen neuen Lizenz-Key freischaltete. So ging das Update bei mir erst einmal daneben, dass über meinen Server-Anbieter noch keinen Key verfügbar war. In meinem Fall hat mich der Plesk-Autoinstaller gewarnt und ich habe das Update auf dem Live-System besser erst einmal abgebrochen. Auf einem kleinen vServer, der als Test-System noch nebenher läuft, habe ich das dann einfach mal frei ignoriert und das Update auf Plesk 9.5.1 über die Shell eingespielt:

# für Debian/Ubuntu
$ /opt/psa/admin/bin/autoinstaller --ignore-key-errors
# für openSuse
$ /usr/local/psa/admin/bin/autoinstaller --ignore-key-errors

So weit, so gut – das Update lief durch ohne weiter zu meckern. Beim nächsten Plesk-Login kam natürlich, was kommen musste: Es stand nur noch die Plesk-Demo-Lizenz zur Verfügung. Die Verwaltung der Domains, Mail-Accounts usw. war erst einmal passé. Glücklicherweise hat ein Lizenzfehler bei Plesk zumindest keinen Einfluss auf die derzeitige Konfiguration der Services – E-Mail, Datenbanken und Webseiten laufen also ohne Einschränkungen weiter. Probleme kann es allerdings geben, wenn Plesk Addons wie z. B. Kaspersky Antivirus oder SpamAssassin genutzt werden. Ohne gültige Lizenz hat Kaspersky auf meinem Test-Server mal eben den Dienst verweigert, was dazu führte, dass E-Mails über diesen Server nicht oder nur verstümmelt ankamen. Bei einem Test-Server ist das egal – bei einem Live-System wird’s dann schon kritisch.

Zum Thema Live-System: nebenher betreue ich noch einen kleinen vServer für einen Verlag. Auf diesem läuft Debian Lenny – ein “apt-get update” mit anschließendem “apt-get upgrade” brachte hier automatisch die neue Plesk-Version aus den Repositories mit. Und in diesem Fall gibt es KEINE Lizenzwarnung – einmal nicht aufgepasst, schon hat man den Salat.

Juhuu, die Lizenz ist da!

Status am 27.04.2010 – STRATO hat nun die neuen Lizenz-Keys. Auf Anfrage sagte man mir, dass man sicher gehen wollte, dass der Update-Prozess für die Keys sauber durchläuft – scheinbar ist damit der regelmäßige Update-Prozess der Keys an sich gemeint, nicht das Update auf Plesk 9.5.1 an sich. Nun gut – alle Tests sind nun scheinbar abgeschlossen – die Keys sind verfügbar.

Um die neue Lizenz zu aktivieren, loggt man sich bei STRATO einmal unter http://config.stratoserver.net/ in den Kundenbereich ein, klickt auf “Serverkonfiguration” > “Plesk” und aktiviert dort den neuen Key. Nach ca. 10-15min kann man den Key dann als XML-Datei herunterladen. Nun noch eben Plesk mit dem neuen Key füttern und schon ist die Welt (wieder) in Ordnung.

Google Integration – wie funktioniert das nun?

Da Plesk ja in der Regel genutzt wird, um Webseiten zu hosten, dachte ich bei dem Stichwort “Google-Integration” als erstes an die bekannten Webmaster-Tools, Google Analytics und eventuell noch AdWords bzw. AdSense. Wenn diese sich auf einfache Art und Weise mit in die Verwaltung von Plesk integriert hätten, wäre das durchaus echt eine Innovation! Vor allem, wenn dabei eine zentrale Verwaltung ermöglicht würde.  Aber – leider – weit gefehlt…

Die Minuspunkte:

  1. Die ganze Aufmachung der Einstellungsseite für die Google-Integration ist nicht gerade selbsterklärend (siehe Screenshot).
  2. Sucht man daher nach weiteren Informationen, findet man diese nur komplett auf Englisch. Für jemanden, der nicht gerade nebenbei noch Englisch kann oder lernen will, nicht sonderlich praktisch.
  3. Um die Funktionen tatsächlich nutzen zu können, muss man sich erst einmal bei “Google Apps” registrieren. Allein das fand ich schon sehr aufwendig – vor allem, weil sich irgendwie der Sinn der Sache nicht erschloss: wozu brauche ich Google Apps, wenn ich doch nur Webmaster-Tools, AdSense, SiteSearch usw. zentral einbinden/verwalten möchte?!?
  4. Nach der Anmeldung an Google Apps – wie geht es weiter? Angeblich soll nach der entsprechenden Einrichtung des Accounts die Enbindung der anderen Dienste von Google veranlasst werden. Jedoch erhielt ich dazu keine Benachrichtigung – weder per E-Mail noch im Google Apps Account.

Sicher gibt es irgendwie eine Möglichkeit, das Ganze einzurichten – jedoch habe ich schlichtweg nach mehrmaligen Versuchen, an die notwendigen Infos zu kommen, das Handtuch geworfen. Vielleicht meldet sich ja @ParallelsPanel zu diesem Thema über Twitter zurück – hat letztes Mal ja ganz gut geklappt…

google_services_for_websites

Google Services for Websites (Registrierung)

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Google Services for Websites (Einstellungsseite in Plesk)

Google Features in Verbindung mit STRATO

Wahrscheinlich haben die Techniker hier erkannt, was das für ein Gefrickel mit der Google Geschichte ist und möchten dem armen Admin das Ganze ersparen ;) Scherz beiseite – ich tippe mal, dass es an der Lizenz liegt und diese den Service gar nicht mit anbietet. Denn auch über das Update-Menü in Plesk lässt sich keine Möglichkeit ausmachen, dieses Feature nachzuinstallieren. Genauer weiß ich das noch nicht – ich habe mal eine Anfrage an den Support abgesetzt, mal schauen, wie die Antwort lautet. Derzeit zumindest kann ich den Menüpunkt “Einstellungen von Google-Services für Websites” nirgends finden. In der Plesk-Installation auf einer Server4You-vServer Testumgebung ist der Menüpunkt vorhanden. Daher stammen auch die Screenshots.

Ein Update gibt’s, wenn ich Antwort habe.

[Update 29.05.2010]

Freundlicherweise hat mir Parallels nun geantwortet:

“@mici81de Yes, it is license-based. You can find more information here: http://goo.gl/4NGn

Somit scheint in der Lizenz, die von STRATO für Plesk bereitgestellt wird, tatsächlich die Freischaltung für die Google-Services nicht mit dabei zu sein. Nun ja, ich brauch’s derzeit eh nicht wirklich. Von daher kann ich drauf verzichten.

Fazit

Würde mich jemand nach dem Sinn eines Upgrades auf die neue Plesk-Version fragen: meiner Meinung nach gibt es keinen! Das einzige interessante Feature “Google Integration” erinnert von der derzeitigen Einbindung an die ersten Versuche von Microsoft, Windows am Markt zu etablieren… Einfach nur krude, unübersichtlich und viel zu wenig Informationen. Da muss Parallels noch umfangreich nacharbeiten, um den Einstieg zu erleichtern. Dann allerdings könnte das sicher ein guter Grund sein, Plesk einzusetzen. Auch wenn ich persönlich Google Services gegenüber skeptisch bin wegen der Unmenge an Daten, die da zusammenfließen – die breite Masse möchte diese Dienste nun einmal nutzen. Und als Server-Admin und Hosting-Anbieter ist es dann durchaus ein Pluspunkt, diese Dienste so einfach wie möglich für den Endkunden zu präsentieren.

Davon mal abgesehen gbt es aber in Plesk 9.5.1 nichts wirklich Neues. Wer also auf das Google “Gefrickel” verzichten kann/will, kann sich das Update sparen. Zumal es bei einem Plesk-Update auch nicht immer so problemlos zugeht, wie bei mir. Andere Nutzer haben z. B. von Problemen mit Horde Webmail nach dem Update berichtet. Und gerade auf einem Produktivsystem mit mehreren aktiven Kunden kann man auf Stress wegen einem Update, dass eigentlich nicht zwingend sein muss, auch gerne verzichten.

Falls jemand die Integration der Google Dienste hinbekommen hat – bitte einen Kommentar hinterlassen, bin für alle Infos dankbar.

Plesk 9.5 – jetzt mit Google Integration

Erstellt von am Freitag, 16 April, 2010
plesk_9.5.1

Parallels Plesk Panel 9.5.1

Alles neu! … ?

Bereits vor 2-3 Tagen erschien kurzzeitig bei einigen Usern in der Update-Verwaltung von Parallels Plesk Panel der Hinweis auf die neuen Version 9.5.1 – kurzzeitig, weil der Eintrag schnell wieder verschwunden war. Laut Plesk-Forum war es wohl ein “Versehen”, dass das Update angezeigt wurde.

Mittlerweile ist es soweit und Plesk 9.5.1 ist offiziell verfügbar. Wie immer bei Updates stellt sich die Frage: was bringen sie für Neuerungen? Für das beliebte Server-AdminPanel gab’s diesmal nicht so besonders viele Neuerungen. In der Hauptsache waren es Bugfixes und neue Versionen der Software. Etwas seltsam fand ich, dass Parallels in der offiziellen Liste der Neuerungen gleich ganze 23 (!) Neuerungen anführt:

  1. Offer hundreds of applications via Application Packaging Standard Catalog
  2. Resellers Level
  3. Parallels Plesk Billing Integration
  4. Postfix Support
  5. Enhanced Interface
  6. Total Control Backup
  7. Overselling/Overuse Capabilities
  8. @Mail Availability
  9. PHP over Fast CGI
  10. Improved Hosting Setup
  11. API RPC Protocol 1.6.0.0
  12. New Operating System Support (OpenSuSE 11, Fedora 11, Debian 5, Windows Server 2008 R2)
  13. Microsoft SQL Server 2008 Support
  14. Greylisting
  15. Migration Utilities
  16. Microsoft Hyper-V Server Compatibility
  17. PCI Compliance
  18. Compatibility with Microsoft Internet Explorer 8
  19. CloudLinux support
  20. Google Services for Websites support (beta)
  21. Upgraded components (on Linux)
    ProFTPD was upgraded to the version 1.3.2b, phpMyAdmin to the version 2.9.11, and Horde Application Framework to the version 3.3.6
  22. Upgraded components (on Windows)
    phpMyAdmin was upgraded to the version 2.9.11, IceWarp (Merak) Mail Server to the version 10, Bind DNS server to the version 9.4.3-P4, PHP to the version 5.2.12, and Horde Application Framework to the version 3.3.6
  23. More virtualization solutions supported

Diese und weitere Infos zum Produkt finden sich übrigens hier auf der offiziellen Firmen-Webseite: Parallels Plesk Panel 9.5

“Seltsam” fand ich es,

weil viele der genannten Funktionen bereits offiziell Bestandteil der Vorversion 9.3 des Plesk Panel waren. So z. B.:

  • den “Application Packaging Standard Catalog”
  • den Reseller Level
  • Plesk Billing Integration
  • Postfix Support
  • Overselling/Overuse Capabilities
  • Atmail Webmailer (@Mail)
  • PHP über Fast CGI
  • Unterstützung der Betriebssysteme OpenSuSE 11, Fedora 11, Debian 5, Windows Server 2008 R2
  • Greylisting (Spam-Schutz)

Ich nutze bspw. bereits seit Monaten unter Plesk 9.3 Postfix als Mailserver, könnte Atmail für Webmail verwenden. Erwartet uns hier evtl. mehr Funktionalität als nur der Webmailer? Von Atmail gibt’s ja eine komplette Groupware – DAS wäre dann natürlich durchaus eine angenehme Neuerung. Meine Webseiten laufen aber auch schon unter Plesk 9.3 mit PHP als Fast CGI und das ganze System an sich auf Debian 5. Greylisting brauchte ich bisher nicht – installiert und somit verfügbar ist es aber.

Was mit der Funktion “Total Control Backup” gemeint sein soll, kann ich gerade nicht so ganz einordnen. Auch Plesk 9.3 hat bereits einen Backup-Manager, der recht ordentlich funktioniert. Er ermöglicht komplette Backups aller Einstellungen und Inhalte die Plesk verwaltet. Alternativ sind auch per Domain selektive Backups möglich. Hier bin ich gespannt, ob mit Plesk 9.5 weitere Funktionen hinzu kommen.

Neu ist “Parallels Premium Antivirus” – könnte man meinen, wenn man im Autoinstaller beim Upgrade den Eintrag liest. Aber auch das ist nicht wirklich neu. Nur ein anderer Name für “Dr.Web” Antivirus, was bei Auswahl der Komponente dann tatsächlich installiert wird.

Wirklich neu…

…sind allerdings die Kompatibilität mit Internet Explorer 8 (bisher wurden hier die Symbole im Adminpanel nicht angezeigt) sowie die Google Integration. Details zu den Funkionen bezüglich Google finden sich (auf Englisch) hier: http://download1.parallels.com/Plesk/PPP9/Doc/en-US/plesk-9.5-administrators-guide/index.htm?fileName=64635.htm.

Das ist so toll und neu, dass Parallels wohl der Meinung war, es wäre eine super Idee, die Twitter-Timeline der Follower zuzuspammen. Innerhalb von etwas mehr als einer Stunde haben die Jungs gleich 12 Tweets zum Thema Google Integration rausposaunt – alle mit einem Link auf ein und denselben Artikel… Nun ja, es sei ihnen vergönnt darauf stolz zu sein.

twitter_dialog_parallels

Twitter-Dialog mit @ParallelsPanel

Neuer Lizenzkey

Das Negative am Update: es wird mal wieder ein neuer Lizenzkey fällig. In meinem Fall läuft der Server bei @STRATO_AG, im Kundenbereich steht hier noch kein neuer Key bereit. Erfahrungsgemäß dauert es immer ein paar Tage, bis der neue Key durch Parallels bereitgestellt und dann zum Download verfügbar ist. Wer ein Update auf Plesk 9.5.1 erwägt, sollte daher lieber noch warten. Führt man das Update aus und ignoriert den Warnhinweis bzgl. der Lizenz steht dann nämlich nur noch der Demo-Key im Panel zur Verfügung und Plesk verweigert die (Verwaltungs-)Arbeit.

Wer nun schon ein Update gemacht hat und vor dem Dilemma steht, braucht wohl ein wenig Geduld. Sobald der neue Key verfügbar ist, kann dieser in Plesk hochgeladen werden und schon geht’s weiter. Plesk “vergisst” die Einstellungen nicht – auch alle Dienste laufen weiter. Nur mit Plesk selbst kann man halt in der Zeit nicht arbeiten.

Just in time…

Nachdem ich mich ein wenig darüber ausgelassen hatte, dass dermaßen viele Tweets zum Plesk-Update gemacht wurden, kam postwendend die Antwort: “So sorry! … I just got excited!” – Da muss die Google-Geschichte ja richtig super gelungen sein. Ich bin gespannt! Auf die Frage, wann den die neuen Lizenzkeys ausgeliefert werden, bekomme ich die Antwort dann wohl noch nachgeliefert. Spannung also auch hier…

Wie sich das Ganze dann in der Praxis macht, dazu später mehr. Sobald ich den entsprechenden neuen Key habe, werde ich die Google-Funktionen ausgiebig testen und hier berichten.

STRATO HiDrive – große Platte, kleiner Preis

Erstellt von am Dienstag, 6 April, 2010

STRATO HiDrive: Die sichere Online-Festplatte

Bisher hauptsächlich Anbieter von Webhosting-Paketen, OnlineShop-Lösungen und Servern ist STRATO  seit 01. März 2010 nun auch in einem anderen Segment in den Markt eingestiegen: dem Speicherplatz “im Web”, gemeinhin als “Onlinespeicher” oder “Onlinefestplatte” bekannt. Derartige Angebote kennt man schon von allen möglichen Firmen, wie z. B. GMX oder Web.de, Microsoft’s “Windows Live Skydrive”, Dropbox, Wuala, Google und noch vielen anderen mehr.

Viele der vorhandenen Angebote sind vollständig kostenfrei. Alternativ bekommt man für eine Monatsgebühr eine Speichermenge X, welche man je nach Angebot durch das Teilen von Speicherplatz auch noch erweitern kann. Der Leistungsumfang variiert dabei gewaltig – stellenweise gelangt man nur über den speziellen Login-Bereich des Anbieters an seine gespeicherten Daten, auf der anderen Seite ist z. B. bei Dropbox sogar eine Sync-Funktion mit dabei, über die sich verschiedene Rechner auf demselben Datenstand halten lassen.

Was bietet STRATO?

Der Leistungsumfang des STRATO HiDrive ist angenehm groß:

  • Pakete von 100 GB – 5.000 GB Speicherplatz werden angeboten
  • Wie evtl. von WebDAV bekannt gibt es einen “public”-Ordner für alle angelegten Benutzer und dann pro Benutzer einen eigenen Ordner.
  • Für jeden Benutzer-Ordner kann ein separates Limit festgelegt werden, wieviel Speicher der Benutzer belegen darf.
  • Der Zugriff auf HiDrive erfolgt via FTP/SFTP, rsync, WebDAV, SMB/CIFS oder auch einfach per Login über den eigenen Dateimanager (Weboberfläche).
  • Die Einrichtung Windows /Mac / Linux wird detailliert beschrieben – es gibt dazu jeweils eine ausführliche Anleitung und weiterhin umfangreiche FAQ-Artikel.
  • VPN-Verbindung direkt auf HiDrive ist möglich. Darüber kann man die Onlinefestplatte auch dann als Laufwerk einbinden, wenn der Rechner hinter z. B. einer Fritz!Box steht.
  • Freigabelinks ermöglichen die Freigabe einzelner Dateien für einen bestimmten Zeitraum und eine definierte Anzahl an Downloads.

Vollständige Informationen zum Angebot finden sich auf der STRATO-Webseite: http://www.strato.de/hidrive

Was kostet’s mich?

Die Preise sind erfreulich niedrig – so kostet z. B. das “HiDrive Media 100″  mit 100 GB Speicher nur 3,90 EUR/Monat – also 46,80 EUR im Jahr. Ich nutze derzeit das “HiDrive Media 500″ für 9,90 EUR/Monat oder eben 118,80 EUR/Jahr – ebenfalls noch ein fairer Preis. Vor allem können ab dem 500GB Paket auch mehrere Nutzer auf HiDrive zugreifen, was bei dem kleineren Bruder “Media 100″ noch nicht möglich ist. Hier kurz eine Übersicht der möglichen Pakete:

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STRATO HiDrive - Preis- und Featureübersicht

HiDrive im Speed-Test

Viel Speicher zu haben ist ja schon mal schön, nur wie schnell ist das Ganze?

Das “wie” wurde ja oben schon angeführt – am einfachsten geht’s z. B. über FTP etwa mit FileZilla. Eine besonders komfortable Methode ist die Einbindung als Laufwerk. Eine entsprechend schnelle Internetverbindung mit mindestens 1-2 MBit/s Upload (!) vorausgesetzt, kann man dann schon ganz angenehm arbeiten. Wie genau man eine Verbindung zum HiDrive aufbauen kann und welche Schritte unter den verschienden Betriebssystemen dabei zu vollziehen sind, wird jeweils ausführlich im Kundenbereich des HiDrive erklärt. Dokumentation: Note 1!

Zur Geschwindigkeit gab es schon verschiedene Tests, ZDnet.de z. B. hat dabei wohl einen Leistungseinbruch bei unverschlüsselten FTP-Verbindungen festgestellt. Das konnte ich persönlich nicht nachvollziehen, möglich aber, dass es darauf ankommt, was für Daten transferiert werden – also eher viele kleine oder wenige große Dateien. Bei großen Dateien kann sich die Geschwindigkeit natürlich eher aufbauen, als wenn bei kleinen Dateien immer wieder neu gestartet wird.

Ich habe zumindest so über den Daumen gepeilt keinen Unterschied zwischen FTP und SFTP festgestellt – bei ca. 637 kBit/s im Upload vom heimischen DSL-Anschluss lag die Uploadrate bei durchschnittlich 65 kByte/s, also etwa 80% der Bandbreite, was voll im erwarteten Rahmen liegt. Über einen Server im STRATO-Rechenzentrum waren Upload-Raten von bis zu 11 MByte/s drin – also so ca. 80 MBit/s. Die versprochene 100 MBit-Anbindung der HiDrives ist also tatsächlich auch vorhanden.

Zu viele Daten? Send-in-Service!

Wem der Upload von zu Hause oder aus der Firma zu lange dauert, der kann bei großen Datenmengen auch den sogenannten “Send-in-Service” nutzen. STRATO schickt dann eine 500GB-Festplatte zu, die man mit den gewünschten Daten füttern kann. Voll bespickt geht die Platte dann zurück und die Daten werden dann von STRATO auf’s HiDrive kopiert. Bei den kleineren “Media”-Paketen, die hauptsächlich für Privat-Kunden gedacht sind, kostet dieser Service einmalig 30,- EUR. Bei den “Pro”-Paketen ist der Service sogar kostenfrei.

STRATO HiDrive - eingebunden als Laufwerk

Einbindung als Laufwerk

Möchte man auf das HiDrive wie auf eine normale Festplatte zugreifen, gibt’s zwei Möglichkeiten: entweder WebDAV oder SMB/CIFS und das jeweils verschlüsselt oder eben nicht. Empfehlen würde ich in jedem Fall die Variante über SMB/CIFS, da hier zumindest gefühlt eine höhere Verbindungsstabilität zum Tragen kommt, was wie ich schätze einfach mal am Protokoll liegen wird.

Bei der Einbindung über SMB/CIFS gibt es einen kleinen Schönheitsfehler: Bei Verwendung eines SpeedPort Routers von Telekom, einer Fritz!Box von AVM und auch noch bei einigen anderen (DSL-Modem-)Routern hat man erst einmal das Nachsehen – bei diesen Geräte ist nämlich ab Werk der für SMB/CIFS notwendige Port aus “Sicherheitsgründen” gesperrt. Was tun? In diesem Fall kommt man nicht um die Verwendung von openVPN (Windows) oder Tunnelblick (Mac) herum. Damit wird eine direkte Verbindung zum HiDrive-Server aufgebaut und die Portbeschränkung des Routers einfach umgangen. Positiver Nebeneffekt: sämtliche Übertragungen sind dadurch gleich noch hochwertig verschlüsselt. Wie’s genau funktioniert ist auch hier wieder Schritt für Schritt im Kundenmenü beschrieben.

Einbindung als “Onlinespeicher” über Fritz!Box

Neuere Fritz!-Boxen bieten auch die Möglichkeit, direkt im Fritz!Box Menü einen Onlinespeicher einzurichten. Rein theoretisch ist das auch in Verbindung mit HiDrive möglich. Allerdings sind hier noch ein paar zusätzliche Sachen zu beachten. Einerseits muss in diesem Fall am USB-Anschluss der Fritz!Box noch eine Festplatte angeschlossen sein, die mindesten so viel Platz bietet, wie die Daten die man gerade zum HiDrive kopieren möchte. Diese wird dann von der Fritz!Box als Zwischenspeicher genutzt und die Daten werden im Hintergund hochgeladen. Also z. B. auch bei ausgeschaltetem Computer.

Was sich soweit ganz nett anhört verkommt aber in der Praxis zum Megagefrickel. Denn mal davon abgesehen, dass man eben die zusätzliche Festplatte an der Fritz!Box braucht, erfolgt die Einbindung am jeweiligen Computer dann über den Umweg Fritz!Box. Das führte in meinen 2-3 Versuchen leider immer dazu, dass noch mehr Geschwindigkeitseinbußen auftraten. Bei direkter Einbindung des HiDrive über SMB/CIFS und openVPN war die Upload-Rate aufgrund der schlechten DSL-Verbindung schon sehr gering (max. 65 kByte/s). In Verbindung mit der Fritz!Box gingen die Werte runter auf ca. 30 kByte/s – teilweise reagierte die Verbindung gar nicht mehr. Hier kann ich wirklich nur empfehlen, lieber einmal den Aufwand zu unternehmen und auf jedem PC entsprechend die direkte HiDrive-Verbindung einzurichten.

Dateien freigeben – wie geht’s?

Möchte man mal eben ein größeres Video an Freunde weiter geben oder auch die Bilder-Sammlung vom letzten Urlaub, kann man das per E-Mail machen. Ist aber recht umständlich und oft auch fehlerbehaftet, da große Anhänge meist nicht gern gesehen sind. Da hilft’s die Daten einfach auf dem HiDrive abzulegen. Über den im Kundenbereich eingebetteten Dateimanager kann man diese dann freigeben. Dazu reicht ein Klick auf “Freigeben” – kurz noch eingeben, wie oft die Datei herunter geladen werden darf und wie lange die Freigabe gelten soll – fertig. Was hier maximal angegeben werden kann, hängt vom gebuchten HiDrive-Paket ab.

Fazit

Alles in allem bietet STRATO hier eine sehr brauchbare Lösung, um Dateien “im Web” zu speichern. Man kommt dank WebDAV und internem Dateimanager von überall auf der Welt an die Daten, sofern mindestens ein Browser und PC mit Internet zur Verfügung stehen. Und dank echt humaner Preise im Vergleich zu anderen kostenpflichtigen Angeboten wie Dropbox oder Wuala tut es auch nicht wirklich weh, seine Backups mal wirklich sicher abzulegen.

Die Vielzahl der unterstützten Protokolle und vorallem der Punkt, dass nicht zwingend zusätzliche Software verwendet werden muss, bringt ausserdem den Vorteil, dass man das HiDrive mit JEDEM Betriebssystem nutzen kann. Wer ganz besonders mobil ist, kann so also z. B. auch über das iPhone auf seine Daten zugreifen. Meine App-Empfehlung ist hier “Air Sharing Pro” – kostet derzeit 7,99 EUR im App-Store.

Kommentare oder Fragen? Dann gibt’s unten die Möglichkeit…

[Update]

Ein Blick in die STRATO-FAQ gibt noch einen Tipp auf die in der kleinen Version kostenlose App ezShare Files. Diese leistet mindestens genauso gute Dienste, wie die bisher von mir genutzte “Air Sharing Pro”, sofern man nur mal eben von unterwegs auf seine Dateien zugreifen möchte. Was mir in dieser App fehlt, ist jedoch der direkte Zugriff auf die Dateien, z. B. bei Bildern, diese anzuschauen, MP3-Files direkt abzuspielen oder auch PDF-Dokumente direkt zu betrachten.

ezShare gibt es natürlich auch in Kauf-Versionen, die noch mit deutlich mehr Funktionen aufwarten, so z. B. unter anderem die Nutzung als Viewer für den Windows-Remote Desktop. Und wohl auch die von mir in der kostenlosen Variante erwähnten fehlenden Features… ;) Also einfach mal anschauen.

Neues Layout: WordPress-Theme “Lonely Tree”

Erstellt von am Freitag, 5 Februar, 2010

WordPress Theme "Lonely Tree"

kauderWWWelsch erstrahlt im neuen Layout!

Heller, besser lesbar und mit deutlicher abgegrenzten Artikeln. Beim Theme fiel meine Wahl auf “LonelyTree” von Gauson Design.

Gar nicht so einfach allerdings, ein Theme vollständig auf Deutsch zu übersetzen! Nach 2-3 Stunden im Quellcode suchen und allen Links noch mal nachgehen, um übersehene Stellen zu finden, reichts einem dann auch irgendwann. Aber nun ist’s geschafft!

Einige kleinere Änderungen gibt es noch:

Nachdem ich einen Beitrag von Michael Oeser zum Thema “Tag Clouds” gelesen und darüber ein wenig nachgedacht habe, habe ich kurzentschlossen das Widget aus dem Theme entfernt. Ein sehr lesenswerter Beitrag, den ich hier gerne weiterempfehle: “Tag Clouds: Wer braucht sowas eigentlich?“. Auch beachtenswert sind die Kommentare zum Artikel. Netter Nebeneffekt: bessere Ladezeiten des Blogs. Allein das Entfernen der Tag Cloud beschert der Seite zwischen 0,5 – 1,0 Sekunden weniger Ladezeit!

Die Zanox Bannerwerbung ist ebenfalls dem Umbau zum Opfer gefallen. Erstens bin ich selbst von Werbung auf anderen Seiten genervt und blockiere sie mittels “AdBlock Plus“. Und was ich selbst nicht haben will – warum sollte ich das meinen Besuchern zumuten? Außerdem wurde diese laut Zanox-Statistik in den letzten 6 Monaten nur ca. 10-20 mal angeklickt – da kann ich dann auch drauf verzichten… Also weg damit!

Auf der Startseite erscheinen nun nur noch die letzten fünf Artikel, die letzten 10 Artikel sind dafür nun in die rechte Seitenleiste integriert. So muss man nicht mehr endlos scrollen und findet interessante Themen ausserdem schneller. Mal schauen, wie sich diese Änderung auf die Google-Platzierung auswirkt…

Ausblick

Laut den Statistiken waren in letzter Zeit öfter auch Besucher auf der Seite, die automatische Übersetzer-Tools von bing oder Google benutzt haben. Daher wird es künftig auch ausgewählte Artikel in Englisch geben.

Als langjähriger STRATO-Kunde habe ich auch so einige Sachen “durchlebt”, mit Webhosting-, Server- und weiteren Angeboten des Anbieters zu tun gehabt und meine Erfahrungen gemacht. Die Erkenntnisse daraus gibt’s dann demnächst in einer eigenen Tutorial-Ecke zu lesen.

Soweit, so gut – ein weiterhin erfolgreiches Jahr 2010 allen meinen Lesern!