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Gespielt: Anno 2070 – Wieder mal ein Kracher…?

Erstellt von am Sonntag, 18 Dezember, 2011

 

Lange ist’s her, dass hier der letzte Artikel erschien – kurz geschaut, das war im April dieses Jahr… Nun ja, was soll’s – vor etwas mehr als einem Monat ist Anno 2070 erschienen, Grund genug also, endlich mal wieder etwas zu schreiben!

Zu Anno an sich muss ich sicher nicht viel sagen – wer den vorigen Titel Anno 1404 mit dem AddOn Venedig kennt, hat die Veröffentlichung des neuen Titels hundertprozentig schon lange herbeigesehnt… und sicher seit Erscheinen desselben schon mehrere Stunden Zeit damit verbracht – zumindest ging’s mir so. :)

Endlich da!

Anno 1404 Venedig habe ich nach anfänglicher Überforderung ob so vieler Möglichkeiten und der Komplexität der Warenkette sehr gerne, viel und lange gespielt. Wobei gerade “lange” überhaupt nicht schwer war, denn bis ich mal alle meine Einwohner auf die höchste Stufe gebracht hatte, vergingen durchaus mehr als 20 Stunden. Als das erste Video-Material sowie Screenshots zu Anno 2070 auftauchten, fand ich die Idee Klasse, mal ein Anno mit Zukunftsszenario zu spielen. Und was ich zu sehen bekam, machte definitiv Lust auf mehr!

Entsprechend war nach Lieferung, Auspacken und Installieren von Anno 2070 erst einmal gründliches Umsehen und Erkunden der neuen Funktionen, Grafik etc. angesagt! Wenn da nicht kleine bis mittelgroße ärgerliche Fehler aufgetreten wären, die eindeutig das Potential hatten, mir den Tag zu verderben…

Day-1-Patch, Netzwerkprobleme, Abstürze…

Beim ersten Spielstart gleich auch die erste Ernüchterung: Zur Veröffentlichung gab es bereits den ersten Patch, der es vom Umfang her dazu noch in sich hatte! Ganze 487 MByte mussten geladen werden, die Installation dauerte dann auch noch mal ein paar Minuten. Aber man denkt ja positiv: Lieber gleich am ersten Tag ein Update, als dass man zig Fehler und Ärgernisse über sich ergehen und dann noch ewig auf ein Update warten muss…

Nun gut, der Patch war durch, endlich ging’s los. Dann kam die erste Enttäuschung: Ein Multiplayer/Koop-LAN-Spiel ist nicht mehr möglich! Zwingende Voraussetzung für Multiplayer-Spiele ist bei Anno 2070 ein uplay-Account, sozusagen das Pendant zum PSN von Sony bzw. XBOX-Live von Microsoft. Gut den hatte ich schon, also kein Problem soweit… bis zu dem Punkt “Ihre Seriennummer wird dauerhaft mit Ihrem uplay-Account verknüpft!”. Ohne Bestätigung geht’s nicht weiter! Schön, was soll’s – ich hatte eh nicht vor, das Spiel wieder zu verkaufen/verschenken, trotzdem irgendwie nervig.

Amazon Käufer-Bewertungen...

So, geht’s nun endlich los? Anno 1404 habe ich äußerst gerne im Koop gespielt und entsprechend hatte ich mich auf die erste Koop-Runde gefreut. Jedoch zu früh – nach ca. 30min Spielzeit brach das Spiel mit der Meldung “asynchrone Daten” ab. Immerhin wurde der Spielstand automatisch gespeichert und nach kurzem Neuladen ging’s weiter. Allerdings auch nur 5min, dann wiederholte sich das Ganze. Und so ging es noch mehrere Male weiter, bis wir entnervt mit dem Hintergedanken”…vielleicht sind ja die Server überlastet…” aufgaben. Laut Foren-Berichten war es allerdings weniger ein Server-Problem, sondern eher ein bzw. mehrere Bugs bei den NPCs. Das war scheinbar tatsächlich so, denn die Asynchronität trat immer dann auf, wenn das Spiel eine Meldung eines NPC ausgeben sollte.

Leider hielt sich der Status ca. 1,5 Wochen – Multiplayer-Spiele waren so gut wie unmöglich. Dann kam der zweite Patch – ganze 538MB groß – und das nächste Problem: ca. 5min nach Spielstart plötzlich ein Absturz. Neustart, Spiel laden, nach ca. 10min… Absturz! Klasse, das Update hat’s komplett verbockt, nun geht gar nichts mehr – Frustlevel und Puls auf 210! Es dauerte noch einmal 2-3 Tage und brauchte ein weiteres Update, bis das Spiel endlich mal problemlos im Multiplayer lief.

Immerhin, das längst fällige Koop-Spiel konnte endlich ohne Einschränkungen stattfinden. Obwohl…

Offline-Modus? Ja, aber…

Wie schon erwähnt, gibt es in Anno 2070 kein reines LAN-Spiel mehr. Will man im Koop/Multiplayer spielen, braucht man zwingend eine Internet-Verbindung und ein uplay-Konto. Die guten alten LAN-Partys kann also getrost vergessen, wenn nicht gerade jeder PC, der an der Partie teilnehmen möchte Internet + uplay-Konto vorweisen kann. Hier kann man nur hoffen, dass Ubisoft über ein Update oder AddOn Abhilfe schafft – Fans der Anno-Serie fühlen sich jedenfalls kräftig vor’s Schienbein getreten, wie man verschiedensten Foren entnehmen kann. Berechtigterweise, finde ich!

Doch nicht genug damit – ganze Spielbestandteile stehen nicht zur Verfügung, wenn man mal nicht online ist. In Anno 2070 gibt es eine sogenannte Arche, in der man Sektor-weite (also für die gesamte Karte geltende) Items sockeln, sowie Waren zwischenlagern kann. Bei den Sektor-Items gibt es z. B. eines, das die Geschwindigkeit aller Schiffe um 10% steigert, oder eines, das den Energieverbrauch aller Produktionsbetriebe um 10% verringert. Also irgendwo eine recht coole Idee.

Aber: Die Archen-Funktionen stehen nur… online zur Verfügung! Wer auf einer längeren Zugfahrt auf dem Laptop spielen will, dem fehlen also schon einmal einige Funktionen im Spiel! Zu Hause grad kein Internet, weil der DSL-Zugang streikt? Tja, Pech gehabt!

Sound, Grafik, Gameplay?

Der Staudamm - bringt ganze 300 Energie!

Okay, genug gemeckert – es gibt ja auch eine Menge Positives über Anno 2070 zu sagen. So etwa, dass der Soundtrack wieder extrem gelungen ist und hervorragend in die Spielszenerie passt. Der Soundtrack ist in der Limited Edition (Amazon-Link) enthalten, einzeln kann man ihn derzeit leider noch nicht bekommen. Wer nicht die Limited Edition gekauft hat, sollte beim Soundtrack aber auf jeden Fall noch einmal zuschlagen!

Auch für die Augen gibt’s eine Menge – die Produktionsabläufe sind detailverliebt gestaltet, wie man es von Anno gewohnt ist, eine neue Unterwasserwelt bietet Gelegenheiten, schicke neue Screenshots zu erstellen. Dazu kommt natürlich die unterschiedliche Gestaltung der Gebäude. Die Tycoons setzen auf Industrie, entsprechend graben riesige Schaufelradbagger nach Kohle und Schweinezuchten schieben automatisiert die Tierchen in die Schlachtung – Schwein rein, Mettwurst raus… Die Ecos arbeiten ökologischer – Milchkühe leben da in Freilandhaltung, brauchen allerdings auch deutlich mehr Platz. Als dritte Partei gibt es dann noch S.A.A.T. – die “Scientific Academy for Advanced Technologies”. Diese stellen Baupläne zur Verfügung, damit sich Laboranten ansiedeln können.

Die Eco-Kühe brauchen viiieel Platz...

Wobei wir beim Gameplay wären. Je nachdem, mit welcher Gruppierung man das Spiel startet, hat man bei den Ecos eher mit Platzproblemen zu kämpfen, weil wie erwähnt manche Produktionen extrem viel Platz verbrauchen – die Tycoons nutzen im Gegensatz dazu die Flächen effektiver, denken allerdings erst ganz zum Schluss an die Umweltbelastung – nämlich dann, wenn die gesamte Insel schon unter einer grauen Smogdecke verschwindet und die Fruchtbarkeit der Felder wegen saurem Regen zurückgeht. Logisch, dass auch die Einwohner nicht gern mit Atemmaske herumlaufen wollen, sich beschweren und die Einnahmen sinken. Dieses Zusammenspiel aus Umweltbelastung, Zufriedenheit der Bevölkerung und Fruchtbarkeit der Insel ist glücklicherweise sehr fein abgestimmt – durchaus herausfordernd aber nicht nervig.

Die Warenketten sind nun einfacher aufzubauen, da direkt im Baumenü ersichtlich wird, welche Gebäude nötig sind, um ein bestimmtes Produkt herzustellen. Auch der Umfang der Waren scheint ein klein wenig knapper zu sein, wobei das auch ein falscher Eindruck sein mag. Der Handel mit dritten Parteien funktioniert noch wie in Anno 1404 – auch die Planung der Handelsrouten ist bis auf ein paar minimale Verbesserungen gleich geblieben. Leider, denn die Routenplanung hätte Ubisoft gerne übersichtlicher und funktioneller gestalten können.

Gesamteindruck

Letztlich ist Anno 2070 wieder ein Hit geworden – tolle Grafik, genialer Soundtrack, von Anfang an ein Koop-/Multiplayer-Modus – alles zusammen genommen, sind wieder viele Stunden Spielspaß garantiert.

Allerdings nur, wenn man das Gesamtpaket im Auge behält. Denn Tatsache ist, dass Ubisoft nicht nur den LAN-Modus komplett gestrichen hat, sondern einige durchaus nette Funktionen im Spiel (Arche) nur funktionieren, wenn eine Internetverbindung besteht. Das trübt den Spielspaß insgesamt durchaus stark, vor allem dann, wenn die Ubisoft-Server plötzlich mal nicht erreichbar oder überlastet sind. Da kann man nur hoffen, dass irgendwann ein Produktmanager, -Designer oder wer auch immer ein Einsehen hat, und über ein AddOn oder Update entsprechende Funktionen nachreicht. Immerhin hat’s bei den Zierelementen ja auch geklappt – die wurden über das Update 1.02 nun wieder eingebaut.

Die Hoffnung stirbt zuletzt…

Tipps zum Spiel

Einige Hilfen bzw. Tipps zum Einstieg – vor allem was die effiziente Bauweise von Farmen angeht – sind bereits hier zu finden:
http://www.thx-sound.com/anno2070/

DANKE!!! für so viel Mühe an den Ersteller! :) – habe das schon selbst umfangreich genutzt!

Auch sehr praktisch ist der Anno-Rechner, den der eine oder andere sicher schon in der Variante für Anno 1404 kennt – dieser ist in einer ersten Alpha-Version nun auch für Anno 2070 zu haben:
http://2070.anno1404-rechner.de/

Auch hier ein großes DANKE!!! an den Betreiber/Ersteller für die Mühe! :)

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Screenshot-Galerie

Prinz of Persia – The Forgotten Sands

Erstellt von am Samstag, 26 Juni, 2010
prinz-of-persia-the-forgotten-sands

Prinz of Persia - The Forgotten Sands

Prinz, Sand, Dschinn und massig Mumien… oder so… – das war’s, ich bin raus.

Okay, ein wenig mehr lässt sich zu dem neuen Prinz of Persia – The Forgotten Sands schon schreiben ;) Achievement-Hunter können sich auf jeden Fall freuen, denn davon gibt’s ne Menge und die sind nicht sonderlich schwer zu bekommen.

Kenn ich das nicht…?

Irgendwie keimt beim Spielen von “The Forgotten Sands” der Gedanke auf: “Moment, das kenn ich doch irgendwoher – Kletterpartien, Rätsel lösen, Fallen ausweichen und nebenbei Gegner-Horden vernichten – und das noch alles mit toller Kulisse und passendem Sound… Aaaahhh, genau! Tomb Raider!” Aber irgendwas ist anders… “The Forgotten Sands” ist besser!

Wahrscheinlich liegt’s einfach daran, dass mal nicht Lara über den Bildschirm hüpft, sondern ein Prinz mit Krummsäbel, der das Königreich retten will (muss). Warum? Weil sein etwas leichtsinniger Bruder mal eben eine verwunschene Armee aus Sandkriegern frei rumlaufen lässt, in der Meinung, das wäre ‘ne gute Idee um einen gerade stattfindenden Krieg zu seinen Gunsten zu wenden. Dumm nur, dass diese Sandtypen für seine Interessen recht wenig übrig haben, sich gleich mal gegen ihn wenden und er sich dazu auch noch im Laufe des Spiels von deren “Big Boss” so nach und nach als Marionette missbrauchen lässt.

Gameplay, Optik, etc.

Prinz of Persia spielt sich einfach super. Von ein paar gelegentlichen Flüchen abgesehen, weil die Steuerung manchmal doch ein ganz klein wenig ungenau ist, sind die Bewegungsabläufe super gemacht. Der junge Prinz sprintet, hüpft, läuft an Wänden, als wäre es nichts. Und hat man erst einmal alle “Moves” drauf, dann gehen diese richtig flüssig ineinander über. Macht echt Laune!

Im Laufe des Spiels werden spezielle Kräfte freigeschaltet – Wasser, Feuer, Erde und Wind helfen dann mit, die fiesen Kreaturen wieder loszuwerden. Diese Kräfte kombiniert mit den entsprechenden Moves, später wird noch mal eben die Waffe auf eine etwas… nun… “besondere Art” verbessert – da hält den Prinzen nichts mehr. Wie das funktioniert? Nun ja, mit der Kraft des Wassers kann man z. B. Fontänen, die aus Wänden spritzen, schön vereisen und dann als Kletterhilfe nutzen. Die Kraft der Erde… braucht hier einer eine Steinrüstung? Den Rest überlasse ich eurer Phantasie.

Aus Wasser wird Eis wird... ne Kletterstange!

Das komplette Spiel wirkt optisch übrigens echt schick. Okay besondere Neuerungen braucht man nicht suchen (weil’s die nicht gibt), aber das trübt den Spielspaß keinesfalls. Warum auch immer das Rad neu erfinden?! Ubisoft hat einfach mal ein bewährtes Prinzip genommen und ein richtig gutes Spiel damit gemacht. Optisch gibt’s echt nichts zu meckern. Wie schon erwähnt gleicht es bekannten 3D-Jump-n-Runs – meiner Meinung nach ist aber der Spielfluss besser gemacht, eben weil die Bewegungen fließender ineinander übergehen.

Was eventuell ein wenig fade rüber kommt, ist der Schwierigkeitsgrad. Es gibt “einfach”, “normal” und … nicht’s weiter? Na sowas! Zugegeben, das Spiel ist auf Stufe normal an 2-3 Stellen auch mal etwas komplizierter zu meistern, in der Regel jedoch ist es fast zu einfach. Kurzer Blick auf’s FSK Siegel… Hmm ab 12 Jahren… Okay, mag sein, dass es für jüngere Zocker gemacht ist, aber haben die nicht auch Ansprüche?!? Egal, Spaß macht’s allemal und das ist ja nun mal die Hauptsache ;) Ausserdem gibt’s dann schon den einen oder anderen Bosskampf.

Ups... Wer ist das denn?!

Zusatzinhalte

Prinz of Persia bietet übrigens auch wieder uplay – das Spielenetzwerk von Ubisoft. Das Nette daran: hat man sich einmal registriert und dazu noch das Spiel durch, bekommt man Punkte, die man “ausgeben” kann, um etwa einen sogenannten Challenge-Modus dazu zu kaufen. Der macht zwar nicht so viel her, aber einem geschenkten Gaul… genau!

Empfehlung? Joar…

Da es Achievements “hagelt”, man durch das bewährte Spielprinzip schnell “reinfindet” und auch irgendwie sonst alles passt, behaupte ich mal, dass das Ubisoft-Machwerk für so ziemlich jeden was ist. Der Schwierigkeitsgrad überfordert niemanden, entsprechend gering ist der Frustfaktor, proportional dazu hoch der Spielspaß.

Also dann, ich muss mal wieder… ein Königreich rettet sich nicht von allein! Verflixte Sandarmee…

Angespielt: Assassin’s Creed 2

Erstellt von am Dienstag, 22 Dezember, 2009

Beim ersten Assassinen-Abenteuer war ich mir nicht ganz sicher, ob ich es hassen oder lieben soll… hassen, weil die Neben-Missionen immer wieder gleich ablaufen und daher extreme Langeweile erzeugen – oder doch lieben, weil das Gesamtkonzept einen doch wieder so sehr in seinen Bann zieht, dass ich das Spiel mittlerweile zum dritten Mal am Wickel habe.

Und daher war ich schon extrem gespannt, ob es Ubisoft im zweiten Teil schaffen würde, die Kritikpunkte tatsächlich aus der Welt zu schaffen. Zumal es einen 35 min langen Trailer zum Spiel gab, der Appetit machen sollte – und es geschafft hat!

Templer vs. Assassinen – Round 2!

Der Einstieg in’s Spiel ist recht simpel gehalten – Protagonist “Desmond” ist wieder am Start und wird erst mal flott aus der Einrichtung von “Abstergo”, der dubiosen Firma, die ihn  entführt hatte, befreit. Und zwar von niemand geringerem als der blonden Dame aus dem ersten Teil. Nach 10 min Spielzeit hat man dann auch schon das erste Achievement: “Arrivederci Abstergo”. Nochmal 10 min weiter das nächste “Willkommen im Animus 2.0″. Und nochmal 10 min weiter… na? Genau! Also 30 min gespielt und 60 Points mehr – sehr schön, da ist die Motivation hoch, weiter zu spielen.

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