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Plesk 9.5.1 Lizenz-Problem & Test der Google Integration

Erstellt von am Mittwoch, 28 April, 2010
plesk_9.5.1_und_plesk

Plesk 9.5.1 und Google werden Freunde (?)

Vor mittlerweile knapp 2 Wochen gab’s für das beliebte Server-Verwaltungstool “Plesk” das Update auf die neue Version 9.5.1. Mit Neuerungen hat Parallels dabei nicht gerade geglänzt – siehe auch mein voriger Artikel Plesk 9.5 – jetzt mit Google Integration. Das einzige wirklich nennenswerte neue Feature wäre die Integration von Google. Nachfolgend die “Odyssee” zu diesem Thema…

Fehlender Lizenzkey

Nicht jeder hatte das Glück, dass sein Server-Anbieter zeitgleich mit dem von Parallels bereitgestellten Update auch den dafür notwendigen neuen Lizenz-Key freischaltete. So ging das Update bei mir erst einmal daneben, dass über meinen Server-Anbieter noch keinen Key verfügbar war. In meinem Fall hat mich der Plesk-Autoinstaller gewarnt und ich habe das Update auf dem Live-System besser erst einmal abgebrochen. Auf einem kleinen vServer, der als Test-System noch nebenher läuft, habe ich das dann einfach mal frei ignoriert und das Update auf Plesk 9.5.1 über die Shell eingespielt:

# für Debian/Ubuntu
$ /opt/psa/admin/bin/autoinstaller --ignore-key-errors
# für openSuse
$ /usr/local/psa/admin/bin/autoinstaller --ignore-key-errors

So weit, so gut – das Update lief durch ohne weiter zu meckern. Beim nächsten Plesk-Login kam natürlich, was kommen musste: Es stand nur noch die Plesk-Demo-Lizenz zur Verfügung. Die Verwaltung der Domains, Mail-Accounts usw. war erst einmal passé. Glücklicherweise hat ein Lizenzfehler bei Plesk zumindest keinen Einfluss auf die derzeitige Konfiguration der Services – E-Mail, Datenbanken und Webseiten laufen also ohne Einschränkungen weiter. Probleme kann es allerdings geben, wenn Plesk Addons wie z. B. Kaspersky Antivirus oder SpamAssassin genutzt werden. Ohne gültige Lizenz hat Kaspersky auf meinem Test-Server mal eben den Dienst verweigert, was dazu führte, dass E-Mails über diesen Server nicht oder nur verstümmelt ankamen. Bei einem Test-Server ist das egal – bei einem Live-System wird’s dann schon kritisch.

Zum Thema Live-System: nebenher betreue ich noch einen kleinen vServer für einen Verlag. Auf diesem läuft Debian Lenny – ein “apt-get update” mit anschließendem “apt-get upgrade” brachte hier automatisch die neue Plesk-Version aus den Repositories mit. Und in diesem Fall gibt es KEINE Lizenzwarnung – einmal nicht aufgepasst, schon hat man den Salat.

Juhuu, die Lizenz ist da!

Status am 27.04.2010 – STRATO hat nun die neuen Lizenz-Keys. Auf Anfrage sagte man mir, dass man sicher gehen wollte, dass der Update-Prozess für die Keys sauber durchläuft – scheinbar ist damit der regelmäßige Update-Prozess der Keys an sich gemeint, nicht das Update auf Plesk 9.5.1 an sich. Nun gut – alle Tests sind nun scheinbar abgeschlossen – die Keys sind verfügbar.

Um die neue Lizenz zu aktivieren, loggt man sich bei STRATO einmal unter http://config.stratoserver.net/ in den Kundenbereich ein, klickt auf “Serverkonfiguration” > “Plesk” und aktiviert dort den neuen Key. Nach ca. 10-15min kann man den Key dann als XML-Datei herunterladen. Nun noch eben Plesk mit dem neuen Key füttern und schon ist die Welt (wieder) in Ordnung.

Google Integration – wie funktioniert das nun?

Da Plesk ja in der Regel genutzt wird, um Webseiten zu hosten, dachte ich bei dem Stichwort “Google-Integration” als erstes an die bekannten Webmaster-Tools, Google Analytics und eventuell noch AdWords bzw. AdSense. Wenn diese sich auf einfache Art und Weise mit in die Verwaltung von Plesk integriert hätten, wäre das durchaus echt eine Innovation! Vor allem, wenn dabei eine zentrale Verwaltung ermöglicht würde.  Aber – leider – weit gefehlt…

Die Minuspunkte:

  1. Die ganze Aufmachung der Einstellungsseite für die Google-Integration ist nicht gerade selbsterklärend (siehe Screenshot).
  2. Sucht man daher nach weiteren Informationen, findet man diese nur komplett auf Englisch. Für jemanden, der nicht gerade nebenbei noch Englisch kann oder lernen will, nicht sonderlich praktisch.
  3. Um die Funktionen tatsächlich nutzen zu können, muss man sich erst einmal bei “Google Apps” registrieren. Allein das fand ich schon sehr aufwendig – vor allem, weil sich irgendwie der Sinn der Sache nicht erschloss: wozu brauche ich Google Apps, wenn ich doch nur Webmaster-Tools, AdSense, SiteSearch usw. zentral einbinden/verwalten möchte?!?
  4. Nach der Anmeldung an Google Apps – wie geht es weiter? Angeblich soll nach der entsprechenden Einrichtung des Accounts die Enbindung der anderen Dienste von Google veranlasst werden. Jedoch erhielt ich dazu keine Benachrichtigung – weder per E-Mail noch im Google Apps Account.

Sicher gibt es irgendwie eine Möglichkeit, das Ganze einzurichten – jedoch habe ich schlichtweg nach mehrmaligen Versuchen, an die notwendigen Infos zu kommen, das Handtuch geworfen. Vielleicht meldet sich ja @ParallelsPanel zu diesem Thema über Twitter zurück – hat letztes Mal ja ganz gut geklappt…

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Google Services for Websites (Registrierung)

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Google Services for Websites (Einstellungsseite in Plesk)

Google Features in Verbindung mit STRATO

Wahrscheinlich haben die Techniker hier erkannt, was das für ein Gefrickel mit der Google Geschichte ist und möchten dem armen Admin das Ganze ersparen ;) Scherz beiseite – ich tippe mal, dass es an der Lizenz liegt und diese den Service gar nicht mit anbietet. Denn auch über das Update-Menü in Plesk lässt sich keine Möglichkeit ausmachen, dieses Feature nachzuinstallieren. Genauer weiß ich das noch nicht – ich habe mal eine Anfrage an den Support abgesetzt, mal schauen, wie die Antwort lautet. Derzeit zumindest kann ich den Menüpunkt “Einstellungen von Google-Services für Websites” nirgends finden. In der Plesk-Installation auf einer Server4You-vServer Testumgebung ist der Menüpunkt vorhanden. Daher stammen auch die Screenshots.

Ein Update gibt’s, wenn ich Antwort habe.

[Update 29.05.2010]

Freundlicherweise hat mir Parallels nun geantwortet:

“@mici81de Yes, it is license-based. You can find more information here: http://goo.gl/4NGn

Somit scheint in der Lizenz, die von STRATO für Plesk bereitgestellt wird, tatsächlich die Freischaltung für die Google-Services nicht mit dabei zu sein. Nun ja, ich brauch’s derzeit eh nicht wirklich. Von daher kann ich drauf verzichten.

Fazit

Würde mich jemand nach dem Sinn eines Upgrades auf die neue Plesk-Version fragen: meiner Meinung nach gibt es keinen! Das einzige interessante Feature “Google Integration” erinnert von der derzeitigen Einbindung an die ersten Versuche von Microsoft, Windows am Markt zu etablieren… Einfach nur krude, unübersichtlich und viel zu wenig Informationen. Da muss Parallels noch umfangreich nacharbeiten, um den Einstieg zu erleichtern. Dann allerdings könnte das sicher ein guter Grund sein, Plesk einzusetzen. Auch wenn ich persönlich Google Services gegenüber skeptisch bin wegen der Unmenge an Daten, die da zusammenfließen – die breite Masse möchte diese Dienste nun einmal nutzen. Und als Server-Admin und Hosting-Anbieter ist es dann durchaus ein Pluspunkt, diese Dienste so einfach wie möglich für den Endkunden zu präsentieren.

Davon mal abgesehen gbt es aber in Plesk 9.5.1 nichts wirklich Neues. Wer also auf das Google “Gefrickel” verzichten kann/will, kann sich das Update sparen. Zumal es bei einem Plesk-Update auch nicht immer so problemlos zugeht, wie bei mir. Andere Nutzer haben z. B. von Problemen mit Horde Webmail nach dem Update berichtet. Und gerade auf einem Produktivsystem mit mehreren aktiven Kunden kann man auf Stress wegen einem Update, dass eigentlich nicht zwingend sein muss, auch gerne verzichten.

Falls jemand die Integration der Google Dienste hinbekommen hat – bitte einen Kommentar hinterlassen, bin für alle Infos dankbar.